Aus Stadt und Land 1975

Über eine große Freizeit-Aktivität der Mitglieder der im Arbeitskreis Laubach zusammengefaßten VdK-Ortsgruppen Lardenbach, Freienseen, Laubach, Gonterskirchen, Ruppertsburg, Wetterfeld, Münster, Villingen und Nonnenroth berichtete Vorsitzender Willi Lind. [...] (13. Dezember 1975)

In einer ausführlichen Rede legte Bürgermeister Herzog gestern abend (22. Dezember 1975) den Haushalt für 1976 vor, der ohne Diskussionen in die Ausschüsse verwiesen wurde, die dann bis Ende Januar zu tagen haben.
Herzog unterstrich, daß die Stadtteile sich auf dem Gebiet der Investitionen in der Summe nicht zu beklagen hätten. Es seien insgesamt Maßnahmen in Höhe von 931 000 DM dort geplant. Man erwarte aus den Stadtteilen im kommenden Jahr aus Gewerbe- und Grundsteuer-Einnahmen in Höhe von 931 000 DM. Das bedeute, daß alles wieder zurückfließe, ungeachtet der hohen Personalkosten von 2,6 Millionen Mark der Großgemeinde, die je Bürger 226 DM ausmachen.
Das würde für die Stadtteile 1,5 Millionen Mark bedeuten, dazu 242 000 DM Gewerbesteuerumlage 700 000 DM Kreisumlage. Hätten die Stadtteile alleine ihre Anteile aufzubringen, so wären sie hoffnungslos verschuldet, hob Herzog hervor. Es sollte endlich daher mit dem Gerede der Benachteiligung der Stadtteile Schluß gemacht werden.

Am Abend des 2. Weihnachtsfeiertages (26. Dezember 1975) fuhr ein Grünberger Pkw-Fahrer mit seiner Frau auf der B 49 in Richtung Saasen. Ein Klein-Eichener Fahrer kam entgegen. In einer langgezogenen Rechtskurve kam der Klein-Eichener wegen zu hoher Geschwindigkeit und in Folge von Alkoholgenuß über die Fahrbahnmitte und stieß gegen den Grünberger. Die Wagen wurden von der Fahrbahn geschleudert und es entstand an beiden Wagen Totalschaden. Die beiden Frauen im Wagen aus Klein-Eichen mußten schwer verletzt nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

Bedingt durch den diesjährigen geringen Hasenbesatz, hatten sich die Revierinhaber der Jagdreviere Grünberg I, Lauter, und Queckborn entschlossen, gemeinsam die jährliche Treibjagd durchzuführen und dabei die Bejagung zu beschränken.
Zur Frage des diesjährigen geringen Hasenbesatzes konnte der Jagdpächter des Reviers Queckborn, Dr. Heinrich, einen interessanten Beitrag liefern. Er sieht den Rückgang der Hasenpopulation in der Genetik, die durch den Fallout (Atomregen) als Folge der durchgeführten Atomexplosionen beeinträchtigt wird, was bei Kleinnagetieren bereits nachgewiesen werden konnte [...] (30. Dezember 1975)

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
 
 
 
 

 

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