Spiel- und Sportverein gegründet 1966Was lange währt, wird endlich gut! Seit dem vorigen Freitag (4. Februar 1966) haben die Gemeinden Lardenbach und Klein-Eichen wieder einen „Spiel- und Sportverein“ (SSV). Der Wunsch nach einem eigenen Verein für die Jugend von Lardenbach und Klein-Eichen stand am Anfang: Für den 4. Februar 1966 beriefen der damalige Lardenbacher Bürgermeister Reinhold Mölcher Senior sowie die Sportfreunde Heinz Leßmann und Ernst Keller die Gründungsversammlung im Gasthaus "Zur Linde" ein. Kreissportwart Plischka hatte ursprünglich sein Kommen zugesagt, ließ sich aber entschuldigen. Nach lebhafter Diskussion trugen sich 51 Personen in die Mitgliederliste ein, weitere 20 stießen inzwischen noch hinzu. Erster Vorsitzender wurde Bürgermeister Mölcher. Er versprach, bis zur Hauptversammlung im Jahre 1967 das Amt beizubehalten. Der übrige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Heinz Leßmann (Klein-Eichen) zweiter Vorsitzender, Gerhard Lerch Schriftführer, Lehrer Walter Löber Jugendleiter, Norbert Keller und Siegfried Böcher Kassierer. Für beide Gemeinden bestand vor dem letzten Weltkrieg schon einmal ein Sportverein. Bürgermeister Mölcher berichtete ausführlich darüber. Das Ortsoberhaupt wies noch einmal mit Nachdruck auf die Wichtigkeit einer sportlichen Betätigung hin und sprach der Gemeindevertretung seinen Dank für die Bereitstellung des Sportplatzgeländes aus. Auf Vorschlag Reinhard Mölcher übernahm man die Farben des früheren Vereins: schwarz-weiß. Lebhaft ging es bei der Debatte um die Beitragsfestsetzung zu. Man einigte sich schließlich auf einen Monatsbeitrag von 1,- DM. Jugendliche unter 16 Jahren sind beitragsfrei, ebenso der dritte Mann in der Familie. Nächster Programmpunkt: Die Gründung einer Fußball- und Tischtennisabteilung. Der von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Fußballplatz liegt oberhalb der neuen Schule auf dem ehemaligen Grubengelände. Er ist eben, eine Planierung ist also nicht mehr nötig. Es brauchen praktisch nur die Tore gesetzt und das Spielfeld eingeteilt zu werden. Die Notwendigkeit einer Dränage wird noch untersucht. Wenn alles gut geht, gedenkt man schon im Herbst mit den Spielen, um Punkte und Siege zu beginnen. Die Tischtennisabteilung könnte sofort in der Schule zu spielen beginnen und auch die dort vorhandene Tischtennisplatte benutzen. Gemeinsam erklang zum Schluß das Vereinslied: „Brüder laßt die Bundesfahne durch die Lüfte wehen, schwarz und weiß sind unsere Farben wenn’s zum Sportplatz geht …“ Ein fröhlicher Umtrunk festigte die Gründung. (z/Grünberger Heimat Zeitung)
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Sportgelände geplant auf den Riegelwiesenäcker |