Fleischqualität 1988

Die heimischen Fleischerbetriebe sind nach den Worten von Innungs-Obermeister Werner Schmitt (Pohlheim) bei den Fleischskandalen der letzten Zeit "noch glimpflich davongekommen". Das sei vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass diese Skandale in anderen Regionen stattgefunden hätten und die hiesigen Metzger nicht so sehr auf den Verkauf von Kalbfleisch angewiesen seien. Der Obermeister der Fleischerinnung Gießen sprach am Mittwochnachmittag (2. Nov. 1988) im Gasthaus "Zum Einhorn" in Steinbach im Rahmen einer Innungsversammlung.

Die Zusammenarbeit von Fleischern, Landwirten und Verbrauchern sei wichtig, meinte der Obermeister, der Verbraucher müsse ständig darüber informiert werden, was ihm, dem Verbraucher angeboten wird. Dazu gehöre die Frage, ob der Kunde billige Massenware wolle oder bereit sei, für geprüfte Qualität etwas mehr zu zahlen. Mehr zu zahlen sei bei Markenfleisch nötig, um als erzeugender Landwirt und verarbeitender Fleischer leben zu können.

Im Verlauf der Versammlung zeichnete Obermeister Schmitt zwei Jungmeister des Jahres 1988 aus: Holger Buß aus Watzenborn-Steinberg und Hans-Georg Kielbassa aus Grünberg-Lardenbach.

(gaz/av)

 
 
Lardenbach
Werner Schmidt. Obermeister der Fleischerinnung Gießen, mit den
Jungmeistern Holger Buß (li.) und Hans-Georg Kielbassa (re.)
 
 

 

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