Weitere Arbeiten für die Mittelpunktschule Grünberg vergeben 1966

Während der Übertragung des Fußballspiels Deutschland gegen die UdSSR brachte der Mittelpunktschulverband Grünberg es fertig, eine Sitzung abzuhalten, in der einige Bauarbeiten vergeben wurden. Zweckverbandsvorsteher Bürgermeister Anschütz hatte Verständnis für die Lage der Sitzungsteilnehmer, die gerne die Übertragung verfolgen wollten: Er ließ kurzerhand im Sitzungssaal einen Fernsehapparat aufstellen. Die Sitzung duldete nämlich keinen Aufschub, da die Mittelpunktschule im Herbst eingeweiht werden soll.

Den Schwingboden der Turnhalle wird die Firma Klein & Co. (Frankfurt) herstellen. Die Akustikdecke übernimmt Grünzweig und Hartmann (Frankfurt). Weitere Schulmöbel liefert Hohenlohe (Oeringen, Nordhessen) und Straub (Niederkleen). Zum Bau der erforderlichen Transformatorenstation erhielten die Firmen Wilhelm Löchel und Siemens den Zuschlag. Der Geschäftsinhaber hatte seinerzeit dieses Projekt zusammen mit Siemens eingereicht.

(Grünberger Anzeiger, 26. Juli 1966)

 

Ihren Verletzungen erlegen 1966

Die 79jährige Gisela Schöler aus Klein-Eichen wurde am Donnerstagnachmittag (4. August 1966) in der Lardenbacher Bahnhofsstraße das Opfer eines Verkehrsunfalls. Sie wurde beim Überqueren der Fahrbahn von einem Pkw erfaßt und zu Boden geschleudert. Die Verletzungen waren so erheblich, daß die Frau wenige Stunden später in der Chirurgischen Klinik in Gießen verstarb.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 

Fußball Saisonbeginn 1966

In vier Gruppen beginnt die B-Klasse am Sonntag (21. August 1966) die neue Punktrunde. Die meisten Mannschaften haben sich in Freundschaftsspielen und intensivem Training gut auf die kommenden Spiele vorbereitet, so daß es wieder harte Kämpfe um den begehrten Aufstieg in die A-Klasse geben wird.

In der Gruppe 1 bestreitet der SSV Lardenbach/Klein-Eichen seine erste Runde gegen den SV Stangenrod in Lardenbach. Es gibt keinen Favoriten.

Es spielen: SV Göbelnrod – Atzenhain, VfL Weitershain – SV Lehnheim, TSV Lumda – FC Rüddingshausen, SV Queckborn – FC Weickartshain, Lardenbach – SV Stangenrod, TG Merlau – SV Freienseen.

Aber im Spiel am Sonntag (21. August 1966) überfuhr Stangenrod den SSV mit 9:1.

Die Fußball-Jugendverbandsrunde beginnt ebenfalls am Wochenende. In der C-Jugend/Schüler hat der SSV Lardenbach/Klein-Eichen jedoch spielfrei.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 

Die EWG hilft der Vogelsberger Grünlandwirtschaft 1966

Der Bodenverband Vogelsberg und die Grünlandberatungsstelle der Land- und Forstwirtschaftskammer Hessen-Nassau haben sich seit Jahren um die Verbesserung der Grünlandwirtschaft im Vogelsberg bemüht. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft unterstützt die Maßnahmen.

In dem klimatisch rauhen Vogelsberg-Gebiet ist der Ackerbau nicht sehr lohnend. Von dieser Tatsache ausgehend, beschloß man, die Weidewirtschaft stärker auszubauen. Durch die Einrichtung von neuzeitlichen Umtriebsweiden, durch die Umstellung zur rationellen Mähwirtschaft, für das nun in größeren Mengen anfallende Grünfutter wurden Silos gebaut und der Rindviehbestand aufgestockt.

Von 1959 bis 1965 haben über 3200 Landwirte neuzeitliche Weiden eingerichtet. Eine wesentliche Hilfe zu den 9,2 Millionen, die diese Investitionsmaßnahmen in den vorgenannten sechs Jahren kosteten, bedeutete der Zuschuß der Hessischen Landesregierung in Höhe von 4,6 Millionen DM.

Auch bei den Dränagemaßnahmen und der Erstellung der Silos halfen Bund und Land. Das Ergebnis dieses Höhenförderungsprogramms schlägt sich in der verbesserten Grünlandwirtschaft und in der erhöhten Milchanlieferung in den Molkereien und damit in einer Einkommenssteigerung nieder. Seit 1959 stieg die Milchanlieferung um fast 30 %, die Kuhzunahme um mehr als 10 %.

[…]

(Grünberger Heimat Zeitung, 25. August 1966)

 

Landesfeuerwehrwettkämpfe 1966

Neun Mannschaften mit Löschgruppenfahrzeugen und neun Mannschaften mit Tanklöschfahrzeugen nahmen am Wochenende (28. August 1966) in Bad-Hersfeld an den Landesfeuerwehrwettkämpfen teil. Die Mannschaften hatten sich zuvor bei den Bezirksausscheidungen der drei Regierungsbezirke dafür qualifiziert.

Die Wettkampfgruppe der Grünberger Wehr ging als beste Gruppe des Regierungsbezirkes Darmstadt mit 1205 Punkten in den Endkampf. Die Gruppe der Grünberger Wehr steigerte sich gegenüber dem Bezirksentscheid um 76 Punkte und erreichte mit 1281 Punkten den 3. Platz dicht hinter den Kameraden aus Schlüchtern und Fulda. Die Grünberger Wehr bekam als Preis für ihren 3. Platz 1000,- DM, dazu kommen noch 500 DM für den 1. Platz im Regierungsbezirk und 250 DM als beste Mannschaft des Kreises. Die Grünberger übten, um diese Leistungen zu erreichen, an 124 Abenden in Grünberg oder zusammen mit ihren Kameraden in Lardenbach.

Die Lardenbacher Wehr, die sich genau wie die Grünberger durch einen ersten Platz im Regierungsbezirksentscheid qualifizierte, errang einen ehrenvollen fünften Platz in der Gruppe Löschgruppenfahrzeuge.

Am Schluß der Wettkämpfe überreichte Innenminister Heinrich Schneider allen Teilnehmern der Landesfeuerwehrwettkämpfe erstmals ein von ihm gestiftetes Feuerwehrleistungsabzeichen.

(Grünberger Heimat Zeitung

 

 
 
Klein-Eichen
Gisela Schöler, geb. Endler, *10.11.1884 - + 4.8.1966, aus dem Sudetenland
 

 

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