Jagdgenossenschaft Stockhausen/Klein-EichenKurz nach 20 Uhr eröffnete Jagdvorsteher Kai Jochim am Samstag die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen aus Stockhausen und Klein-Eichen. Turnusgemäß fand das Treffen diesmal im Dorfgemeinschaftshaus in Stockhausen statt. Wie mitgeteilt wurde, waren 16 Jagdgenossen anwesend, die zusammen rund 250 Hektar jagdbare Fläche vertreten. In seinem Bericht zum vergangenen Jahr erwähnte Jochim die obligatorische Vorstandssitzung vor der Hauptversammlung sowie den gut besuchten Grenzgang in Klein-Eichen. Außerdem gratulierte er Jagdpächter Helmut Nickel nachträglich zu dessen 75. Geburtstag. Nennenswerte Vorkommnisse habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben, so Jochim. Auch Neuanschaffungen seien nicht getätigt worden. Wie üblich wurden jedoch mehrere Lkw-Ladungen Schotter auf die Feldwege ausgefahren. Dafür dankte er – stellvertretend durch Ratsmitglied Jürgen Biedenkapp – der Stadt Grünberg. Es folgten die Berichte der Kassenwarte Christian Loob (Klein-Eichen) und Thorsten Diehl (Stockhausen). Die Kassenprüfung hatten Axel Roth und Timo Faust vorgenommen. Auf deren Antrag erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. Der Bericht des Jagdpächters Udo Senczkowski für Klein-Eichen fiel knapp aus, da die Abschusszahlen nicht vorlagen. Dagegen informierte Helmut Nickel wie gewohnt ausführlich über die Jagd in Stockhausen. Er nannte folgende Streckenzahlen für beide Orte: 16 Rehe, 10 Schwarzkittel, 8 Füchse, 2 Marder, 5 Dachse und 21 Waschbären. Nickel ging zudem auf die neue hessische Jagdverordnung ein und äußerte sich erneut zu seinem Lieblingsthema, dem Wolf. Er kritisierte unter anderem die Ungleichbehandlung von Rotwild, das als „Schädling“ eingestuft werde, während der Wolf „gehegt“ werde. Interessant war seine Anmerkung, dass inzwischen rund 70 % Wolfshybride – also Mischungen aus Wolf und Haushund – vorkämen. Diese dürften nun ganzjährig geschossen werden, wobei die Unterscheidung im entscheidenden Moment schwierig sei. Auch die Nilgans unterliegt inzwischen keiner Schonzeit mehr. Jagdvorsteher Jochim erinnerte anschließend an zwei Jubiläen: 50 Jahre Jagdscheinbesitz und 45 Jahre Pachtzeit von Helmut Nickel in Stockhausen. Die Versammlung beschloss, den Jagdpachterlös wie bisher für die Schotterung der Feldwege zu verwenden. Außerdem soll im September ein Grenzgang in Stockhausen stattfinden. Aus der Grünberger Kommunalpolitik wurde berichtet, dass eine Neuregelung der Wildschadensschätzung geplant ist. Künftig könnte ein zentrales Team von Wildschadensschätzern für alle Stadtteile zuständig sein. Zum Abschluss dankte Stadtrat Jürgen Biedenkapp im Namen des Magistrats den Jagdgenossen für ihre geleistete Arbeit. Danach wurde eine Gulaschsuppe gereicht.
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| Im DGH Stockhausen |
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