| 15. November 1907 | Gemeinderatssitzungen 1907Aus dem Gemeinderats-Protokollbuch Klein-Eichens geht hervor, dass im Jahre 1907 nur zwei Sitzungen abgehalten wurden. Die erste fand am 13. April statt. Hierbei wurde zwischen dem Gemeinderat von Klein-Eichen und Karl Funk von Lardenbach folgender Vertrag abgeschlossen: "Der Gemeinderat überlässt dem Karl Funk von Lardenbach das Grundstück Flur IV Nr 218 (1400 qm) Wüstung Galgenberg auf sechs Jahre unentgeltlich unter der Bedingung, dass Funk das Grundstück in Culturmäßigenstand, nämlich als Ackerland, herstellen muß. Nach diesen sechs Jahren soll und will Funk das Grundstück noch weitere sechs Jahre, vom 31. September 1912 bis zum 31. September 1918 in Benutzung haben (Anm. es gibt nur den 30. September). Funk verspricht aber, jährlich die Pachtsumme von von fünf Mark an die Gemeindekasse zu zahlen. Diese ist auf Weihnachten jeden Jahres fällig - erstmals auf Weihnachten 1913." Ebenfalls in dieser Sitzung am 13. April 1907 (das war ein Samstag) hat man sich über die Versicherung des Mobiliars der Gemeinde gegen Feuerschäden unterhalten. Dazu heißt es im Protokoll: "Nachdem der Gemeinderat in gesetzlicher Anzahl erschienen ist, wurde demselben die Großherzogliche Kreisamt-Verfügung über Versicherungen in Vorlage gebracht. Nach Kenntnisnahme erklärt der Gemeinderat: Wir beantragen die Versicherung des Gemeindeinventars, auch der Feuerlöschgeräte an der Brandstätte - mit Ausnahme der Feuerspritze - und möchten auch das gesamte Spritzenhausinventar von der Versicherung ausgeschlossen lassen. Denn das Spritzenhaus ist außerhalb des Ortes bei dem Gemeindeteich erbaut. Wo kaum anzunehmen ist, dass dasselbe abbrennen könnte. Die zweite Sitzung im Jahre 1907 fand dann am Freitag, dem 15. November statt. Zu Punkt 1 der Tagesordnung wurde damals beschlossen, von der Vertilgung der Feldmäuse in einem gemeinschaftlichen Vorgehen abzusehen, weil jeder Ortsbürger und Landwirt dies bereits schon erledigt. Zu Punkt 2 der Tagesordnung wurde beschlossen zur Festsetzung des ortsüblichen Tagelohns eines gewöhnlichen Tagearbeiters keine Änderungen vorzunehmen. Zu Punkt 3 äußerte sich der Gemeinderat zur Quellenwasserleitungsanlage. Hierzu sollen die Arbeiten nicht ruhen. Auf Antrag einer Mehrheit der Bürger sollen weitere Schürfungsarbeiten in der Gemarkung Sellnrod vorgenommen werden. Dabei sollen die Bedingungen des Gemeinderatbeschlusses vom 10. Dezember 1906 berücksichtigt werden. Im letzten Tagesordnungspunkt beschloss man das gemeinschaftliche Gelände die Steinwiese dem Christian Hoffmann als Bauplatz abzutreten. Der Preis dafür soll später festgelegt werden. Unter jedem Protokoll heißt es dann: Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. Bürgermeister zu dieser Zeit war Wilhelm Heinrich Müller (Großvater von Albert Müller und Urgroßvater von Walter Müller). Als Beigeordnete des Gemeinderates haben fünfmal Zimmer unterschrieben. Desweiteren finden sich die Namen Hofmann, Felsing, Eckhardt, Mölcher und Krieger unter den Protokollen. |