| 30. Dezember 1986 | Sternsinger bald beim BundeskanzlerFür die kleine katholische Pfarrgemeinde St. Anna Weickartshain wird der Dreikönigstag 1987 zum großen Ereignis: Sternsinger der Bastelgruppe sind am Dienstag nächster Woche in Bonn zu Gast bei Bundeskanzler Helmut Kohl. Der Grund für diesen herausragenden Empfang liegt wenige Wochen zurück. Anfang Dezember nämlich waren die Weickartshainer als Diözesan-Sieger aus dem Sternsinger-Wettbewerb des Kinder-Missionswerkes Aachen hervorgegangen. Sie vertreten demnach nicht nur die Christen aus den Dörfern Weickartshain, Stockhausen, Klein-Eichen und Lardenbach, sondern aus dem ganzen Bistum Mainz. (GAZ/no) |
| 14. Dezember 1986 | SpielerehrungFür ihre Einsätze bei 400 bzw. 500 Spielen in Fußball-Seniorenmannschaften des SSV Lardenbach/Klein-Eichen wurden am Sonntag (14. Dezember 1986 Eduard Schmidt und Reinhard Mölcher jun. nach dem Meisterschaftsspiel beim SV Geilshausen mit Pokal und Urkunde ausgezeichnet. Das Bild von Karl-Ernst Lind zeigt die Fußball-Jubilare mit dem ersten Vorsitzenden Arno Böcher (rechts) und dem Vorstandsmitglied Reiner Roth (links). (Karl-Ernst Lind) |
| 13. Dezember 1986 | Weihnachtsfeier des MGVMit einem weihnachtlich gestimmten Programm, das überwiegend von den Kindern und Sängern der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen gestaltet wurde, begann der Männergesangverein dieser Tage (13. Dezember 1986) seine Jahresabschlußfeier im Saale Dietz. Eingerahmt wurde der offizielle Teil vom Männerchor unter Leitung von Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen) mit vier Chören. Mit dem von Heike Sauer und Brigitte Ruppel einstudierten Lied- und Gedichtprogramm der Kinder wurde das Publikum immer wieder begeistert. Beifall gab es auch für die beiden Rollenspiele "Futter für den Esel" und "Das vergessene Geburtstagskind". Musikalisch unterstützt wurden die Akteure von Gisela Langohr (Gitarre) und Pia Scharmann (Klavier). Humorvolle Einlagen gaben Karlheinz Hollederer, Karlheinz Berkenkamp und Heinz Schwanke mit ihrem Mundart-Schwank "Der gemietliche Owend". Zu den Klängen der Kapelle "Golden Stars" konnte anschließend getanzt werden. (Karl-Ernst Lind) |
| 27. November 1986 | FäkalschlammsatzungDie Grünberger Stadtverordneten haben eine Fäkalschlammsatzung verabschiedet die außer der Kerngemeinde und Queckborn alle Grünberger Ortsteile betrifft. Diese Dörfer sind nämlich noch nicht an eine Groß-Kläranlage angeschlossen. Änderungen im hessischen Abfallgesetz und im Wassergesetz zwingen die Gemeinden dazu, den in Kleinkläranlagen (Hausklärgruben mit Überlauf) anfallenden Fäkalschlamm und das in abflußlosen Gruben gesammelte Abwasser zu beseitigen. Die Regelungen hierzu sind in einer Fäkalschlammsatzung festzulegen. Für die Fäkalschlammbeseitigung erhebt nundie Stadt zur Deckung der Kosten Benutzungsgebühren. Das bedeutet für die Bürger in den Ortsteilen, die nicht an die Sammler der Großkläranlagen angeschlossen sind, vermehrte Ausgaben. Festgelegt wurde nun pro Kubikmeter Klärschlamm 33,- DM zu erheben. Davon ausgehend, daß in den meisten Grundstücken drei Kubikmeter fassende Klärgruben installiert sind und diese einmal im Jahr leergepumpt werden müssen, entstehen dadurch den Eigentümern Kosten von 99,- DM im Jahr. Hinzu kommt, daß für viele Hauseigentümer noch die Kosten für eine zu installierende Hausklärgrube fällig werden. Und wenn jetzt Klärgruben gebaut werden, müssen sie mit dem Zeitpunkt, an dem die Ortsteile an eine Großkläranlage angeschlossen werden, wieder verfüllt, oder zumindest außer Betrieb gesetzt werden. Für die meisten Grünberger Stadtteile dürfte dies in fünf bis sechs Jahren der Fall sein. Ein weiteres Problem bleibt. In den Ortsteilen sieht man nicht ein, warum der Fäkalschlamm nicht, wie seither auch, von den Landwirten abgepumpt und auf die Felder ausgebracht werden darf. Die Satzung verbietet das ganz klar. Ausgenommen sind nur Landwirte, sowie Gärtnereien und forstwirtschaftliche Betriebe, die auf Antrag den Schlamm aus ihrer Grube für die Düngung der Grundstücke benutzen können. In den letzten Tagen war verstärkt zu beobachten, daß Landwirte auf den Ortsteilen bemüht waren, dem einen oder anderen noch schnell einmal die Grube zu entleeren. |
| 21. November 1986 | Ortsbeiräte beraten GemeinschaftshausIn einer gemeinsamen Sitzung und bei Anwesenheit von Bürgermeister Siegbert Damaschke und Einwohnern von Klein-Eichen und Lardenbach behandelten die Ortsbeiräte beider Grünberger Stadtteile dieser Tage (21. November 1986) den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses. In der von Ortsvorsteher Heinz Schwanke (Lardenbach) geleiteten Sitzung verlas er ein Schreiben des örtlichen Spiel- und Sportvereins, in dem dieser im Interesse seiner Sportler für die Schaffung besserer Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten plädierte. Der Klein-Eichener Ortsvorsteher Manfred Daniel stellte nach einer von ihm gegebenen Stellungnahme den Antrag, dass man die soweit anwesenden Vereinsvorsitzenden in dieser Versammlung zu Wort kommen lassen sollte. Der Zustimmung dieses Antrages schloß sich Bürgermeister Damaschke mit seinen Ausführungen an. Er berichtete, dass beim Bau für Gemeinschaftshäuser mit einem Zuschuß bis zu einem Drittel der Bausumme zu rechnen sei. Eine sichere Zusage für einen Zuschuß gebe es hierbei jedoch nicht. Die Förderung von neuen Gemeinschaftshäusern werde erst im Frühjahr 1987 entschieden. Für den Bau eines Bürgerhauses sei eine unbedingte Notwendigkeit wichtig. Auch die Standortfrage müsse zuvor geklärt sein. In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde wurden einzelne Punkte von dem Bürgermeister, den Ortsbeiratsmitgliedern und den Vereinsvertretern erörtert. Auch zu der Standort-Frage wurden schon Vorschläge gemacht. Eine endgültige Entscheidung hierüber sowie über den grundsätzlichen Entscheid über den Bau eines Gemeinschaftshauses sollte nach Ansicht des Bürgermeisters dann bis zum nächsten Frühjahr gefallen sein. In weiteren Tagesordnungspunkten bestellten beide Ortsgremien den Wahlausschuss für die im Januar 1987 stattfindende Bundestagswahl. Der Lardenbacher Ortsbeirat beschäftigte sich noch mit der Ausführung einer Verkehrskontrolle bei Geschwindigkeitsdelikten in der Seentalstraße. (Karl-Ernst Lind) |
| 02. November 1986 | Sanierung der KircheNicht mal 10 Jahre ist es her, dass die Klein-Eichener Kirche eine Renovierung erlebte. Und nun, im Herbst 1986 hat man schon wieder Probleme mit dem Fachwerkgebäude. Ende der siebziger Jahre faßte man einen fast einhelligen Beschluß: die evangelische Landeskirche, der Kirchenvorstand, die Bürger und auch Grünbergs damaliger Bürgermeister Herzog waren, für eine Freilegung des Fachwerks, das hinter Putz und Schindeln versteckt lag. Die Klein-Eichener Bürger unterstützten dieses Vorhaben. Man half in Eigenleistung bei der Sanierung und spendete zusätzlich über 10 000 Mark, um auch einen finanziellen Beitrag für die Maßnahme zu leisten. Schon damals erhoben sich aber auch Stimmen, die meinten, dass man die zur Straße liegende Seite vor Schlagregen schützen müsse. Von Experten wurde aber versichert, dass man das Fachwerk mit einem neuartigen Kunstharzverfahren "dicht" bekommen würde. "Damit", so ein Baufachmann, "griff man aber in das, von unseren Vorfahren durch lange Erfahrungen ausgeklügelte System eines Fachwerkbaues ein". Die Folgen, so hört man von anderer Seite waren nicht vorhersehbar. Mit der "Versiegelung" der Außenwand unterbrach man das in einem Fachwerk funktionierende Austauschsystem von Wärme, Kälte und Luftfeuchtigkeit. Das Ergebnis war in Klein-Eichen, genau wie anderswo auch, wo so verfahren wurde, dass sowohl das Holz als auch die Fachwerke kaputt gingen. Die Firma, die den Kunstharz eingebracht hatte, musste nun wieder anrücken, um ihn zu beseitigen. Hier aber entstand ein Mißverständnis in der Bevölkerung. Denn, nachdem das Kunstharz entfernt war und einige defekte Balken ausgetauscht waren, wurde ein Gerüst aufgestellt, und man begann die Wetterseite zu schindeln. Viele Bürger waren der Meinung, dass man versucht habe, die Schäden noch auszubessern, dies aber nicht geklappt habe und man jetzt doch schindele. Zudem sieht man jetzt die Arbeit der freiwilligen Hilfe beim Bau und die gespendeten 10 000 Mark hinter den Schindeln verschwinden. Die Notwendigkeit des Schindelns, um einem weiteren Verfall vorzubeugen, sieht man allerdings weitesgehend ein. In diese Kerbe schlägt auch Pfarrer Schmidt. Auch er sieht es als notwendig an und meint, dass man die Bürger mehr über den Hergang aufklären müsse. Der Zorn ist aber bei den meisten Einwohnern noch nicht verraucht. Ein Unbekannter machte seinem Unmut sogar insoweit Luft, dass er an die Kirchenwand sprüte: "Herr, vergib ihnen ...". Ein Bürger meinte denn auch: "Wenn ein Privatmann so wirtschaften würde, dann wäre er bald Bankrott." Von Seiten der Kirchenleitung machte man allerdings darauf aufmerksam, dass, wie in Klein-Eichen auch viele Bürger und Kirchenvorstände auf eine totale Fachwerkfreilegung gedrängt hätten. Dass dabei überall Fehler passiert sind, darauf verweist Pfarrer Schmidt: "Man braucht sich nur die Schäden in Alsfeld anzusehen. Da kommen noch Unsummen auf die Besitzer zu". Ein anderer Geistlicher äußerte sich humorvoll: "Mit der Sanierung der Fachwerkkirchen hat uns der liebe Gott vielleicht ein Schnippchen geschlagen". Zu der Zeit laufenden Sanierung der Kirche in Klein-Eichen meinte ein Passant: "Für einige Verantwortliche ist bei der jetzigen Maßnahme das größte Problem, welche Farbe für die Balken benutzt werden soll." (hz/B. Bräuning) |
| 15. Oktober 1986 | Zuchtarbeit heimischer LandwirteEiner der mit den jahrhundertealten Traditionen des Grünberger Gallusmarktes noch eng verbundenen Programmpunkte stieß auf besonderes großes Interesse bei jung und alt: Die Idee, die Bezirkstierschau gemeinsam mit der Fohlenschau des Pferdezucht-Kreisverbandes "In der Au" zu veranstalten, hat sich offensichtlich bewährt. Durch den Auftrieb von Rindern der rotbunten Rasse und Schafen und Ziegen wurde der Stand der Zuchtarbeit sowie das zunehmende Interesse an diesen Tieren dokumentiert. Über 100 Tiere waren von 20 Ausstellern aus dem Landkreis Gießen zur seit vielen Jahren veranstalteten Bezirks-Tierschau am Gallusmarkt-Mittwoch (15. Oktober 1986) gebracht worden. Nach der Prämierung stellte der Schauleiter eine "hervorragende Beschickung" fest. Zum Stand der Rotbunten sagte er, hier seien sehr gute Tiere zur Bewertung gekommen. Als Zuchtziel der Rasse führte er aus, es werde ein langlebiges Rind mit regelmäßigen Kalbungen angestrebt. Ausgewachsene Kühe sollten 700 Kilogramm wiegen bei einer Kreuzhöhe von 140 Zentimetern. Die Jahresmilchleistung gab er mit rund 6000 Kilogramm an. Die Preise des Ministers für Landwirtschaft und Forsten bei der Prämierung ergaben bei den Rotbunten für die beste Einzelzüchtung bis 19 Kühen die Preismünze in Bronze für Werner Biedenkopf aus Klein-Eichen. Den Ehrenpreis für die beste Kuhfamilie ging an Walter Müller aus Klein-Eichen. Walter Müller bekam auch den Ehrenpreis für die viertbeste Einzelzüchtung bis 19 Kühen. Einen "sehr positiven Entwicklungsstand" und eine "Präsentation im gewünschten modernen Reitpferdtyp" wurde den heimischen Züchtern von den Preisrichtern der Fohlenschau des Kreispferdezuchtvereins Gießen attestiert. Wie der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Klaus Biedenkopf feststellte, sei dieses Kompliment einem Großteil der bewerteten Fohlen ausgesprochen worden. Den Richtern stellten sich diesmal mit mehr als 60 Fohlen wesentlich mehr Tiere zur Bewertung. Wie Biedenkopf anmerkte, stammte ein Großteil der vorgestellten Fohlen von Hengsten der Deckstation in Hungen . Gerichtet wurde in vier Altersklassen, getrennt nach Stuten- und Hengstfohlen. Auch hier war Werner Biedenkopf erfolgreich: Mit dem Hengstfohlen "Zampano"/"Zamiro" erreichte er den zweiten Platz in seiner Klasse. (tb/gaz) |
| 27. September 1986 | FußballDie Gastgeber in Beuern wirkten am Samstag (27. September 1986) optisch über weite Strecken recht gefällig, im Abschluß offenbarten sie aber erhebliche Schwächen. Auch nach dem 0:0 zur Halbzeit änderte sich an der Abschlußschwäche wenig. Anders die Gäste des SSV Lardenbach/Klein-Eichen: In der Schlußphase traf G. Frank zum 0:1, ehe ein Eigentor die TSV-Beuern-Niederlage mit 0:2 endgültig besiegelte. Der SSV bleibt auf Tabellenplatz 12. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 27. September 1986 | Dienstversammlung der FeuerwehrLeiter von Freiwilligen und Werkfeuerwehren trafen sich am Samstagnachmittag (27. September 1986) auf Einladung der Kreisverwaltung in der Gallushalle zu einer Dienstversammlung. Dabei informierte Kreis-Brandinspektor Otto Schaaf über die Zahl der Hilfeleistungen im Landkreis Gießen von Januar bis August: 270 waren es; dabei wurden 2073 Kräfte eingesetzt, die 4425 Einsatzstunden leisteten. Aufschlußreich ist die Auflistung der Entstehungsursachen der Brände: Hauptgrund ist mit 39 Fällen vorsätzliche Brandstiftung. Erster Kreisbeigeordneter Günter Feußner (in Vertretung von Landrat Rüdiger Veit) und Schaaf verliehen zu Beginn der Versammlung Goldene Feuerwehr-Leistungsabzeichen. U. a. erhielt Karl-Ernst Lind aus Lardenbach diese Ehrung. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 21. September 1986 | FußballOhne große Höhepunkte mußten die Zuschauer diese Begegnung auf dem Sportplatz in Lardenbach am Sonntag (21. September 1986) verfolgen. Technisch spielten beide Seiten ganz guten Fußball, brenzlige Strafraumszenen ließ man aber aus. G. Frank (17.) schoß bei typischem Sommerfußball den SSV in Front. Sieben Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als der SV Ettingshausen egalisieren konnte. Es blieb schließlich bei diesem gerechten Resultat von 1:1. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 20. September 1986 | Eine ostfriesische ÜberraschungUm ihren Lardenbacher Freunden Gertraud und Manfred Reining zum 20. Hochzeitstag zu gratulieren, unternahmen am Wochenende (20. September 1986) acht Ostfriesen aus Blomberg eine nahezu 1500 Kilometer-Fahrt nach Oberhessen. Entsprechend dem ostfriesischen Brauchtum legten sie bei dem überraschten Jubelpaar einen aus Reisig bestehenden und mit Porzellantellern verzierten Busch um die Eingangstür. Im Anschluß feierten die norddeutschen Gäste mit dem die „Porzellanhochzeit“ feiernden Lardenbachern zünftig das Jubiläum. Somit wurde auch gleichzeitig die aus einem vor etwa zehn Jahren aus einem Urlaub hervorgehende Verbundenheit und Freundschaft vertieft. (Karl-Ernst Lind)
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| 14. September 1986 | Das vierte GrenzgrabenfestBereits zum vierten Mal veranstaltete der Stammtisch der Feuerwehr, die „Grenzgrabenspritzer“, am 13. und 14. September 1986 das Grenzgrabenfest auf dem Hof der Familie Loob. Wie in den Vorjahren sorgten die Organisatoren für ein stimmungsvolles Festwochenende, das zahlreiche Besucher aus Klein-Eichen, Lardenbach und den umliegenden Orten anzog. Am Samstagabend wurde bei Musik und Tanz gefeiert. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, in geselliger Runde einige unbeschwerte Stunden zu verbringen und das Fest bis in die späten Abendstunden zu genießen. Der Sonntag begann wie immer mit einem Frühschoppen, zu dem sich wiederum zahlreiche Besucher einfanden. Bei guter Stimmung entwickelte sich das Grenzgrabenfest erneut zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Amigos“, die mit ihren Schlagern das Publikum bestens zu unterhalten wussten und zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen. Zu den bekannten Ulrich-Brüdern aus Villingen gehörte seit dem Vorjahr auch Schlagzeuger Withold Piwonski, der die Gruppe verstärkte und den musikalischen Auftritt bereicherte. So wurde das vierte Grenzgrabenfest einmal mehr zu einem gelungenen Ereignis, das den Gästen noch lange in guter Erinnerung blieb.
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| 14. September 1986 | Hunde-HerbstprüfungIn Grünberg veranstaltete die Ortsgruppe für Deutsche Schäferhunde am Sonntag (14. September 1986) eine Herbstprüfung, an der sich vier Hundeführer mit ihren Vierbeinern beteiligten. Geprüft wurde in den Abteilungen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst. Den zweiten Platz belegte Wilfried Peitz (Lardenbach) mit „Quotio v. d. jungen Hansen“. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 12. September 1986 | Ungefährdeter Sieg des FC RüddingshausenEin vorgezogenes Spiel der Fußball-Kreisliga B Gießen, Gruppe Ost, entschied am Freitagabend (12. September 1986) der FC Rüddingshausen gegen den SSV Lardenbach/Klein-Eichen mit 3:0 (1:0) zu seinen Gunsten. Durch einen Treffer gingen die Gastgeber in Rüddingshausen vor der Pause in Führung, nach dem Seitenwechsel fiel das 2:0 für den FC Rüddingshausen, und dann noch das 3:0 zum Endstand. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 07. September 1986 | FußballAuch mit zwei gleichwertigen Ersatzspielern war der neue Tabellenführer TSV Londorf das ganze Spiel am Sonntag (7. September 1986) über klar dominierend. Zur Halbzeit sah es bei einem 0:1-Rückstand für den SSV Lardenbach/Klein-Eichen auf eigenem Platz noch nicht hoffnungslos aus. Dann aber kam der Gästesturm besser in Schwung und baute hochverdient auf 0:4 aus. (Gießener Allgemeine Zeitung)
TischtennisZum zweiten Mal wird am Sonntag (7. September 1986, ab 8 Uhr) der Wanderpokal um die Grünberger Stadtmeisterschaft ausgespielt. Beteiligen können sich an diesem Turnier in der kleinen Turnhalle der Theo-Koch-Schule alle Vereine, die eine Tischtennisabteilung haben und an den laufenden Meisterschaftsrunden teilnehmen. Für die Organisation zeichnet in diesem Jahr Titelverteidiger SSV Lardenbach/Klein-Eichen verantwortlich. Die Siegerehrung werden gegen 17 Uhr Bürgermeister Siegbert Damaschke und SSV-Vorsitzender Arno Böcher vornehmen. Der TSV Grünberg I gewann dann das zweite Tischtennis-Turnier um den Wanderpokal der Stadt Grünberg. Platz zwei ging an Lehnheim vor Titelverteidiger SSV Lardenbach/Klein-Eichen. (ld/Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 06. September 1986 | FußballMit einem 4:0 beim SSV Lardenbach/Klein-Eichen eroberte sich am vergangenen Wochenende (6. September 1986) der TSV Londorf die Tabellenführung der B-Liga-Gruppe Ost. Vergeblich blieben in die Bemühungen des SSV. (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 06. September 1986 | Goldene Hochzeit in Klein-Eichen 1986Wilhelm und Berta Funk, geborene Peppler, feierten in Klein-Eichen ihre goldene Hochzeit. Am 6. September 1936 heirateten die beiden in Klein-Eichen. Das Ehepaar wohnt im Galgenbergsweg 4 und konnte zu diesem besonderen Jubiläum zahlreiche Gratulanten aus Familie, Freundeskreis, Vereinsleben und Kommunalpolitik begrüßen. Wilhelm Funk wurde am 8. Januar 1915 in Freienseen geboren. Nach seinem Wehrdienst arbeitete er als Maurer und war später als Polier tätig. Insgesamt war er 48 Jahre lang bei der Firma Böning in Freienseen beschäftigt. Darüber hinaus engagierte er sich stark im Vereinsleben. Er war Mitglied aller örtlichen Vereine, Ehrenmitglied des Gesangvereins „Eintracht“ sowie des Sportvereins. Außerdem gehörte er dem Deutschen Roten Kreuz, der Freiwilligen Feuerwehr und der Gewerkschaft an. Besonders verbunden fühlt er sich dem Angelsport, dessen Verein er bereits seit 18 Jahren angehört und in dem er noch aktiv war. Von 1952 bis 1960 versah Wilhelm Funk zudem das Amt des Ortsdieners in Klein-Eichen. Seine Ehefrau Berta Funk, geborene Peppler, wurde am 29. Juli 1919 in Klein-Eichen geboren. Sie war Hausfrau und übernahm im Jahr 1960 von ihrem Mann das Amt des Ortsdieners. Dieses Ehrenamt übte sie auch viele Jahre später noch aus und galt im Ort als echtes „Klein-Eichener Original“. Zum Familienkreis des Goldhochzeitspaares gehörten zwei Kinder, fünf Enkel und sieben beziehungsweise später acht Urenkel. Gemeinsam mit zahlreichen Freunden, Verwandten und Bekannten gratulierten sie dem Jubelpaar zu seinem Ehrentag. Die Glückwünsche der Stadt, des Landkreises und des Landes überbrachte Bürgermeister Siegbert Damaschke. Für den Ortsbeirat sprach Ortsvorsteher Manfred Daniel seine Glückwünsche aus. Das Jubiläum war zugleich eine Würdigung eines Ehepaares, das über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche Leben von Klein-Eichen durch sein ehrenamtliches Engagement, seine Vereinstätigkeit und seine Verbundenheit mit dem Dorf mitgeprägt hatte. (nach Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 02. September 1986 | Richtfest AbwasserverbandIn Anwesenheit von Landrat Dr. Jochen Zwecker, des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Siegbert Damaschke und der bauausführenden Firmen feierte man am Dienstag (2. September 1986) Richtfest für den Trenn- und Sammler des Abwasserbandes Ohm-Seenbach, getragen von den Gemeinden Mücke und Grünberg. Fertiggestellt wurde die Strecke von Königsasen bis zur Ohmbrücke an der Untergasse in Nieder-Ohmen. Bürgermeister Damaschke begründete, daß man hier einen Schritt in die richtige Richtung getan habe, stehe aber noch am Anfang eines 30-Millionen-Projektes. Den Hauptanteil fordern dabei die Sammler, wo man pro Kilometer mit einer Million Mark Kosten rechnen muß. Die Kläranlage, für die man jetzt ein günstiges Grundstück gefunden habe, kostet sechs Millionen Mark. Durch die günstige Lage können die Abwässer alle durch natürliches Gefälle zur Anlage gelangen. Der jetzt fertiggestellte Sammler und die Situation, so Damaschke weiter, habe 2,2 Millionen gekostet und müsse ohne Zuschüsse des Landes finanziert werden. Für die weiteren Kosten rechne man mit Zuschüssen bis 55 %. Landrat Jochen Zwecker freute sich darüber, daß die Arbeit im Verband nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt voranschreite. Im Vogelsbergkreis stelle man sich der Bedeutung der Abwasserfrage, stehe doch in vielen Gemeinden von großen Schwierigkeiten, gerade in der Abflußrichtung. 60 % der Bevölkerung des Kreises seien an die bestehenden 31 Kläranlagen angeschlossen. In 1986 und 1987 folgen weitere 19 Anlagen, mit einem Kostenaufwand von 34 Millionen Mark. Man hoffe, daß im Jahr 2000 alle Dörfer im Kreis an eine Anlage angeschlossen sind und man wieder klare und saubere Gewässer habe. Für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verband und den bauenden Firmen dankte Dipl.-Ingenieur Müller vom zuständigen Ingenieurbüro. Er verwies auf die ungewöhnlichen Dimensionen der Rohre des Rückstaubeckens, durch die man bequem einen Kleinwagen fahren könne. Für die bauausführenden Firmen erinnerte Friedhelm Beck an die Schwierigkeiten beim Bau, besonders da man sich teilweise durch harten und wasserführenden Basalt arbeiten mußte. Auch er dankte für die allseits gute Zusammenarbeit. Die Vertreter der Gemeindegremien, des Zweckverbandes und der Baufirmen feierten anschließend im Gasthaus „Zur alten Mücke“ ein zünftiges Richtfest. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 31. August 1986 | FußballDie beiden ersten Punkte für die Platzherren in Weickartshain waren am Sonntag (31. August 1986) hart umkämpft. Hartmann schlug in der 3. und 10. Minute zum raschen 2:0-Vorsprung zu. Einen Freistoß nutzte dann aber Dieter Frank (25.) Lardenbach noch vor der Halbzeit zum 2:1. Elf Minuten nach der Pause sah es dann nach dem 3:1, wiederum von Hartmann, ganz nach einem deutlichen FC-Erfolg aus. Als dann aber Thomas Bergenkamp (82.) gegen Ende noch einmal auf 3:2 verkürzte, mußte man noch einmal in Weickartshain um den Sieg zittern. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 29. August 1986 | Wochenendhäuser aufgebrochenMindestens sechs Wochenendhäuser im Gebiet »Am Galgenberg« in Klein-Eichen wurden nach bisherigen Feststellungen zwischen Sonntag und Freitag (29. August 1986) aufgebrochen. Die Diebe ließen unter anderem Fernsehgeräte, Ferngläser, Pistolen, Werkzeug und Bekleidung mitgehen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend DM. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 28. August 1986 | Fußball Gruppe OstNachdem das Spiel am Donnerstagabend (28. August 1986) im ersten Abschnitt wenige Höhepunkte geboten hatte, steigerten sich im zweiten Abschnitt zumindest die Gastgeber, der SV Saasen, gegen den SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Es dauerte allerdings bis zur 65. Minute, ehe der zu diesem Zeitpunkt überfälligen Führungstreffer erzielt wurde. Fünf Minuten später fiel auch noch das 2:0 für Saasen, und zwei Minuten vor dem Abpfiff gab es das 3:0 gleichzeitig der Endstand. In der Tabbelle ist der SSV nun vom 7. auf den 10. Rang abgestiegen, bei 16 Mannschaften. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 28. August 1986 | Fußball-WM-PreisrätselAls glückliche Gewinnerin konnte in den vergangenen Tagen die Lardenbacher Sigrid Ruppel einen wertvollen Grundig-Videorecorder in Empfang nehmen. Die von Fortuna gezogene Teilnehmerin war eine der vielen Tausend, die sich an einem, aus Anlaß der Fußballweltmeisterschaft, von Grundig veranstalteten Preisrätsel beteiligt hatten. Hierbei war der Name des bekannten ehemaligen deutschen Fußballnationalspielers Gerd Müller zu erraten. Die Übergabe des derzeit modernsten von Grundig hergestellten VHS-Recorders erfolgte durch die Lardenbacher Vertragsfirma Bernd Kratz KG. Zusammen mit seiner Fernseher-HiFi-Video-Fachberater Michael Schemel übergab der Firmeninhaber Bernd Kratz den Gewinn. (Karl-Ernst Lind) |
| 23. August 1986 | Neue Tragkraftspritze jetzt auch in Klein-EichenHeute Morgen (23. August 1986) um 9.30 Uhr wurde der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8) übergeben. Die alte Pumpe war nach 30 Jahren von dem Beauftragten der Hessischen Brandversicherungskammer ausgemustert worden. Bürgermeister Damaschke bezifferte die Kosten mit 10.000 DM, wobei 10 Prozent vom Kreis, 35 Prozent vom Land Hessen und 55 Prozent von der Stadt Grünberg getragen werden. Damaschke unterstrich, daß auch der kleinste Stadtteil von Grünberg weiterhin von der Stadt unterstützt wird, da die Feuerwehr ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens ist. Wehrführer Erwin Kuhn dankte der Stadt für die schnelle Anschaffung und sagte, daß mit der Pumpe zwar viel geübt, sie aber möglichst nicht zu Einsätzen gerufen werden solle. Ortsvorsteher Manfred Daniel, ebenfalls aktiver Feuerwehrmann, dankte den zuständigen Gremien für die Bereitstellung und er freute sich darüber, daß auch in der Feuerwehr Klein-Eichen viele jüngere Kameraden sind, die wohl das begonnene Werk der Älteren fortsetzen werden. Nach dem offiziellen Teil traf man sich noch zu einem gemütlichen Beisammensein im Gerätehaus. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 22. August 1986 | Fußball-Kreisliga B GießenEine unliebsame Überraschung erlebte der SV Geilshausen gestern abend (22. August 1986) in einem vorgezogenen Spiel der Fußball-Kreisliga B Gießen, Gruppe Ost. Beim SSV Lardenbach mußte Geilshausen eine 0:1-Niederlage hinnehmen in einer Begegnung, die die Gäste über weite Strecken ausgeglichen gestalteten, allerdings im Angriff nicht den nötigen Biß entwickelten. Den spielentscheidenden Treffer markierte SSV-Spieler Thorsten Herdejost in der 79. Minute. Danach wurden die Platzherren zwar in die Defensive gedrängt, nennenswerte Chancen für den SV Geilshausen blieben aber selten. Lediglich bei einem Weitschuß hatten die Gäste Pech, daß der Ball gegen die Torlatte prallte. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 16. August 1986 | Lardenbacher PokalwettkampfGekennzeichnet von zahlreichen Spitzenleistungen endete am Wochenende (16. August 1986) der von 32 Gruppen gestaltete Feuerwehr-Pokalwettkampf in Lardenbach. An dem Wettkampf, der aus Anlass der Kirmes von der Feuerwehr organisiert wurde, nahmen neben vielen bundesdeutschen Gruppen auch deren fünf aus Österreich teil. Darunter zu finden waren auch die Lardenbacher Partnerwehren Lehenrotte und Eichhorn. Die anderen Österreicher kamen aus Rutzenmoos und Pühret. Eingeladen worden waren sie während der Feuerwehr-Olympiade in der Alpenrepublik. Der Wettbewerb selbst war in zwei Teile gegliedert; einen trockenen Löschangriff und einen Staffellauf. Der Wettbewerb, dem Helmut Felsing als Leiter vorstand, wurde von erfahrenen Schiedsrichtern aus Deutschland und Österreich bewertet. Bei den inländischen Gruppen belegte in der A-Wertung Eichen II vor Volferborn und Heldenbergen den ersten Platz. Die beiden Gruppen der Gastgeber belegten die Plätze fünf und 21. Nicht in die vorderen Ränge kommen konnten die Wehren aus Klein-Eichen (13.) und Lehnheim (15.). Einen guten dritten Platz belegte dagegen die Lardenbacher B-Gruppe, die in der Klasse mit Alterspunkten startete. An der Siegerehrung nahmen auch Bürgermeister Siegbert Damaschke, stellvertretende Kreisbrandinspektor Heinz Erich Hahn sowie Stadtbrandinspektor Ernst Ludwig Ide teil. Sie würdigten besonders die Kameradschaft der Feuerwehren. Großes Lob zollten sie Ehren-Wehrführer Helmut Felsing, der durch sein Eintreten schon öfters eine Anerkennung erfahren habe. So wurde ihm an diesem Tag die österreichische Verdienstmedaille für internationale Zusammenarbeit verliehen. Am Samstagabend fand dann die Lardenbacher Kirmes mit der Kapelle „Ulis Musik“ ihren Fortgang. Auch der Sonntag stand dann im Zeichen der Kameradschaftspflege. Hierzu zählte auch ein Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich. Das Spiel endete, wie schon so oft, mit einem Unentschieden. (Karl-Ernst Lind) |
| 15. August 1986 | Österreichische Wehr zu GastIn Verbindung mit der Lardenbacher Kirmes findet ein internationaler Feuerwehr-Pokalwettkampf statt, an dem sich nahezu 40 Gruppen beteiligen, darunter drei österreichische. Zum Auftakt führte gestern (15. August 1986) eine Abordnung der Lardenbacher Wehr die Feuerwehrkameraden aus Eichhorn und Lehenrotte (Niederösterreich) und Pühret (Ober-Österreich) einmal „rundum“ im engeren heimischen Raum. Die oberhessisch-österreichische Gruppe probierte ihre Geschicklichkeit zunächst auf der Sommerrodelbahn auf dem Hoherodskopf aus, machte einen kleinen Spaziergang am Nidda-Stausee entlang und nahm dann das Mittagessen am Grünberger Feuerwehrstützpunkt ein, bei dem auch Stadtbrandinspektor E. L. Ide und Bürgermeister Damaschke die Feuerwehrkameraden begrüßte. Beifällig nahmen die Österreicher die historische Altstadt Grünbergs bei einem Rundgang zur Kenntnis. (Karl-Ernst Lind)
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| 14. August 1986 | StadtverordnetensitzungSicher war es nicht die letzte Diskussion um die Parkplatzfrage im Burggrabenbereich innerhalb des Stadtparlamentes, eine Diskussion, die auch am Donnerstagabend (14. August 1986) bei der Stadtverordnetenversammlung im kleinen Saal der Gallushalle zu keinem abstimmungsfähigen Resultat führte […] Die Stadt trage eine erhebliche Mitschuld an der Schwarzbauerei. Sie hätte nach dem ersten oder spätestens zweiten Bauwerk (in Grünberg) eingreifen müssen. Daß Grünberg kein Einzelfall sei, denke man an die etwa 3000 Schwarzbauten im Kreis, darauf verwies der Bürgermeister. Die Bauaufsicht des Landkreises sei zeitweise etwas lasch gewesen, indessen gebe es bundesweit Probleme dieser Art. Eine Festschreibung bestimmter Termine gebe es nicht, so habe der Hess. Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschieden […] Laut Schreiben der Kommunalaufsicht beim Landrat des Landkreises Gießen vom 21. Mai 1986 erhält der Magistrat den Auftrag, für die kostenrechnenden Einrichtungen Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung und Bestattungswesen die für 1987 voraussichtlich kostendeckenden Benutzungsgebühren zu ermitteln und rechtzeitig vor Beginn des neuen Haushaltsjahres die entsprechenden Satzungsänderungen zu entwerfen […} Nach dem Stand der Hauskläranlagen im Bereich der Großgemeinde erkundigte sich der Abg. Klös. Danach ist Beltershain fertig, Stangenrod bis auf zwei Objekte ebenfalls. Von 129 überprüften Anlagen waren dort 82 in Ordnung. In Weitershain sind von 135 noch 9 zu prüfen, in Lumda von 177 noch 22. Auch in den übrigen Stadtteilen ist die Überprüfung noch nicht abgeschlossen […]
Heitere Akzente setzte die Frage des Abg. Klös nach der Möglichkeit, dem „ältesten Gewerbe der Welt“ in der Condomer Straße Einhalt zu gebieten. Der Bürgermeister bedauerte, daß hier die städtischen Möglichkeiten begrenzt seien. Höchstens sei vielleicht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 10. August 1986 | Zweiter OrtssporttagMit einem Straßenfußballturnier begann am vergangenen Sonntag der zweite Ortssporttag des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Sechs Mannschaften aus den beiden Grünberger Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen traten auf dem Kleinfeld auf dem Lardenbacher Sportplatz gegeneinander an. Das Turnier, dessen spannende Spiele von den beiden Schiedsrichtern Heinz Bär (Sellnrod) und Gisbert Repp (Grünberg) geleitet wurden, ging die Mannschaft „Am Larbach“ vor der „Seentalstraße“ als Sieger hervor. Auf den weiteren Plätzen folgten dann der „Pappelweg“ und der „Holzchesweg“ vor den beiden Klein-Eichener Mannschaften aus „West“ und „Ost“. Einen breiten Raum nahmen an diesem Tag auch die Spiele und Wettkämpfe für die Kinder ein. Neben einem Sackhüpfen, Eierlaufen, Ringewerfen, Klettballwerfen standen noch weitere Spiele für die Kleinen zur Verfügung. Neben dem Spaß gab es für die jungen Nachwuchssportler auch noch zahlreiche Preise zu gewinnen. Als ein Leckerbissen erwies sich für die vielen Zuschauer auch das erstmalige Auftreten von heimischen Damenfußballmannschaften. In einem von Schiedsrichter Bernd Kratz geleiteten Spiel zeigten die Damen so manch technisches Kabinettstückchen, daß selbst manch aktiver männlicher Fußballer neidisch werden konnte. Selbst der Schiedsrichter konnte sich von den Attacken der „Fußballbegeisterten“ nicht wehren, so daß er am Ende des Spiels vom Platz getragen werden mußte. Im Rahmen dieses Ortssporttages hatte der Spiel- und Sportverein aus Anlaß seines 20-jährigen Bestehens auch eine große Tombola vorbereitet. Die vierhundert zum großen Teil von der Geschäftswelt dankenswerter Weise gestifteten Preise wurden zum Abschluß der Veranstaltung öffentlich verlost. So gab es für Teilnehmer und Besucher dieser auch in diesem Jahr gelungenen Veranstaltung eine weitere erfreuliche Überraschung. (Karl-Ernst Lind) |
| 09. August 1986 | Hochzeit in zwei DörferAm 9. August 1986 heirateten der Klein-Eichener Feuerwehrmann und Fußballspieler Dieter Kühn und Beate Schimmel in der evangelischen Kirche von Lardenbach. Nach der Trauung wurden sie vor der Kirche von einem Spalier aus Mitgliedern der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen sowie aktiven Fußballern des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen empfangen. Zu den Gratulanten gehörten auch Mitglieder der Theatergruppe Gonterskirchen, der die aus Laubach stammende Braut angehörte. Die Hochzeit fand damit unter Beteiligung mehrerer Vereine und Gemeinschaften aus der Region statt. Und den Weg des Brautzuges säumten einige Dorfbewohner, die wie immer so einem Geschehen beiwohnen wollten. Traditionell wurden sogar Blechbüchsen aufgereiht, um diese am Hochzeitauto anzubringen. (nach Karl-Ernst Lind) |
| 09. August 1986 | Neue TragkraftspritzenHeute Morgen (9. August 1986) um 10.00 Uhr übergab Bürgermeister Siegbert Damaschke eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8) an die Feuerwehr Beltershain, während die zweite Pumpe der Klein-Eichener Wehr zu einem späteren Zeitpunkt überreicht wird. Die alten Pumpen entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Hessischen Brandversicherungskammer und mußten von der Stadt ausgetauscht werden. Die neue Ausrüstung, die unter normalen Bedingungen 800 Liter Wasser pro Minute fördert, kostete 10.000 DM, wobei die Hess. Brandversicherungskammer mit 3500 DM, der Kreis mit 1000 DM und die Stadt mit 5500 DM beteiligt sind. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 05. August 1986 | Hinweis 2. Ortssporttag des SSV Lardenbach/Klein-Eichen 1986Zum zweiten Mal veranstaltet der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen für die Einwohner beider Grünberger Stadtteile einen Ortssporttag. Die Veranstaltung, bei der besonders diejenigen, die sich sonst nicht so dem Sport verschrieben haben, angesprochen fühlen sollen, findet am Sonntag, dem 10. August auf dem Lardenbacher Sportgelände statt. Begonnen wird mit dem zweiten Fußball-Straßenturnier. Ab 10.00 Uhr können alle interessierten Kicker, die mit Turnschuhen ausgestattet sind, um die Straßenmeisterschaft mitspielen. Im Laufe des Tages wird es für alt und jung dann wieder zahlreiche abwechslungsreiche Spiele und Wettbewerbe geben. (Karl-Ernst Lind, 5. August 1986)
Hinweis International besetzter Feuerwehr-Pokalwettkampf in Lardenbach 1986Im Rahmen der diesjährigen Kirmes, die gemeinsam von der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach und dem Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen vom 15. bis 17. August durchgeführt wird, findet am Samstag, dem 16. August ein Feuerwehrwettbewerb nach der österreichischen Ausschreibung und mit internationaler Beteiligung seine Durchführung. Die Kirmesveranstaltung selbst beginnt bereits am Freitagabend mit einem Billigbierabend, zu dem auch schon die ausländischen Teilnehmer erwartet werden. Für den Wettkampf haben bisher vierzig Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Österreich gemeldet. Teilnehmer werden auch die beiden Lardenbacher Partnerwehren Lehenrotte und Eichhorn (Niederösterreich) mit einer bzw. zwei Gruppen sein. Aus der engeren Heimat haben Gruppen aus Klein-Eichen und Lehnheim gemeldet. Auch die gastgebende Wehr wird sich mit drei Gruppen an diesem Bewerb beteiligen. Aufgrund des großen und mit zahlreichen Spitzengruppen besetzten Teilnehmerfeldes darf mit einem auch für die Zuschauer spannenden Ablauf gerechnet werden. Die Siegerehrung ist für den gleichen Tag auf 17.00 Uhr festgelegt. Hierzu werden auch der Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und der Gießener Kreisbrandinspektor Otto Schaaf erwartet. (Karl-Ernst Lind, 5. August 1986)
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| 05. August 1986 | Grüne MülltonneDie vom hessischen Umweltminister Joschka Fischer angekündigte landesweite Einführung der grünen Mülltonne bis Ende 1987 sei, was die Terminvostellungen angehe, völlig unsinnig und stürze die Kreise und kreisfreien Städte in ein weiteres Abenteuer, kritisierte der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Gießen, Gerhard Keil. Das Land selbst könne den Betreibern der Kompostanlagen noch keine verbindlichen Angaben über die technische Einrichtung und die nötigen Verfahrensweisen beim Bau der Plätze machen, liege aber bereits Termine fest, die so nicht einzuhalten seien. […] (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 02. August 1986 | FDP Grünberg in LardenbachMit dem Landschaftsplan der Stadt Grünberg beschäftigten sich Vorstand und Stadtverordnetenfraktion der Grünberger F.D.P. in einer Sitzung in Lardenbach. Der F.D.P.-Ortsvorsitzende, Stadtrat Richard Schäfer, wies darauf hin, daß der Plan, wie aus einzelnen Stellungnahmen zu ersehen sei, einigen Ortsbeiräten nicht weit genug gehe, so daß sie darüber hinaus gehende Wünsche angemeldet hätten. Der Diskussion schloß sich ein Informationsgespräch mit dem Lardenbacher Ortsvorsteher Heinz Schwanke an. Die Grünberger Liberalen planen, derartige Gespräche in allen Stadtteilen durchzuführen, um sich vor Ort eingehend zu informieren. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 02. August 1986 | Schuljahresbeginn an der TKSKaum hatte die Sommerferien begonnen, wurde in der TKS renoviert und repariert, gehobelt, genagelt, gebohrt und geschraubt, in Haus C wurden die Decken erneuert und eine neue Beleuchtung angebracht. Aus Gründen der Sicherheit sind zwischen den Häusern C und D feuerhemmende Türen eingesetzt worden. Nachdem in dieser Woche auch die Reinigungskräfte ihren Dienst wieder aufgenommen haben, steht einem Unterrichtsbeginn aus „technischen“ Gründen nichts mehr im Wege. Nach den Berechnungen der Schulaufsichtsbehörde ist an der Theo-Koch-Schule Lehrer-Soll und Lehrer-Ist ausgeglichen. Durch Beurlaubungen, Pensionierungen und Langzeiterkrankung werden einige Veränderungen im Lehrerkollegium eintreten. Die Eltern wollen bei ihren Urlaubsplanungen für das kommende Jahr bitte berücksichtigen, daß wegen der in Grünberg vorgezogenen Sommerferien keine zusätzlichen Unterrichtsbefreiungen vor oder nach den Ferien gewährt werden können. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 01. August 1986 | Chorabend in WeickartshainDer Chorgesang stand am Freitagabend (1. August 1986) erstmals im Mittelpunkt zum Auftakt der Weickartshainer Kirmes. Auf Einladung des Männergesangvereins waren Chöre aus den Grünberger Stadtteilen Stadtteilen ins Festzelt gekommen. Unter den Chören war auch die „Eintracht“ Lardenbach/Klein-Eichen vertreten. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 01. August 1986 | Unfall nahe SeenbrückeEin Unfall mit schrecklichen Folgen – vom Verursacher fehlt bislang jede Spur – ereignete sich in der vergangenen Nacht (1. August 1986) zwischen Seenbrücke und Freienseen. Mitgeteilt wurde er der Polizeistation Grünberg gegen 2.59 Uhr. Ein Alsfelder Zeitungsfahrer, der um die genannte Zeit die Strecke befuhr, fand auf der Fahrbahn liegend die Leiche eines jungen Mannes mit schweren Kopfverletzungen. Ein Fahrzeug muß den 22jährigen aus Freienseen überrollt haben. Sein Fahrer setzte die Fahrt fort, ohne anzuhalten. Es wurden keinerlei Spuren am Unfallort gefunden. Um Hinweise, die zur Namhaftmachung des Unfallverursachers führen können, bittet die Polizeistation Grünberg… …Zunächst fehlte von dem Verursacher jede Spur. Die Ermittlungen der Polizeistation Grünberg führten zwischenzeitlich zum Erfolg. Der tödlich Verletzte und der Unfallverursacher hatten zuvor gemeinsam in Stockhausen gezecht. Der 22jährige Stefan Schepp hatte sich zu Fuß nach Hause begeben wollen, sein Alterskamerad war später mit dem Auto gefolgt und hatte ihn, der am Straßenrand zusammengesunken war, überrollt. Ohne auch nur im mindesten zu bremsen war er weitergefahren und hatte, als die Polizei bei ihm vorstellig wurde, bereits alle Unfallspuren beseitigt. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 31. Juli 1986 | Otto Parma verabschiedetIn einer kleinen Feierstunde wurde am 31. Juli 1986 ein verdienstvoller Mitarbeiter der Stadt – er stand 25 Jahre in ihren Diensten – im Magistratszimmer des Rathauses offiziell verabschiedet. Bürgermeister Damaschke würdigte die Verdienste Parmas aus Feuerwehrsicht und bescheinigte ihm zudem, daß er sich für seine Arbeitskameraden und für die Allgemeinheit bedingungslos einsetzte, und daß er zudem über 20 Jahre die Feuerwehr der Stadt hervorragend leitete. Die Stadt Grünberg verlieh ihm dafür die Bezeichnung „Ehrenwehrführer“. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 24. Juli 1986 | Luftbildarchäologie Grünberg-MückeSchon immer in der Geschichte der Menschheit kommen und gehen Kulturen. Sie hinterlassen Siedlungsspuren vielfältiger Art, die teils über dem Boden, teils unterirdisch vorhanden sind. Meist fehlen schriftliche Urkunden darüber. Die vor- und frühgeschichtlichen Denkmäler sind von je her stark der Zerstörung ausgesetzt, zum Teil durch Naturgewalten, aber vor allem auch durch den Menschen selbst. Denken wir an die Kultivierung von Ödland, bei der Grabhügel eingeebnet, Burgwälle und Mauern abgetragen und zum Bau anderer Gebäude verwendet wurden. Obwohl Ausgrabungen unterirdischer Denkmäler erst genaue Kenntnis vermitteln, werden sie in der Regel nur bei akuter Bedrohung durch Bau- und Abbauvorhaben vorgenommen. Die Erfassung ist zunächst die wichtigste Maßnahme. Es gibt nun die verschiedensten Methoden, um eine archäologische Landesaufnahme durchzuführen: Auswertung vorhandener Karten, von Literatur, Urkunden in Archiven, Beständen und Sammlungen in Museen, Kartierung der sichtbaren Denkmäler und bekannten Fundstellen, Flurbegehung, Vermessungsmethoden, Luftbildprospektion. Systematisches Befliegen „verdächtiger“ Areale u. a. Durch die Initiative von Ruth Neeb, Grünberg, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Heinrich Sprunkel, Heimatkundlicher Arbeitskreis Grünberg, und Werner Döring, Heimatkundlicher Arbeitskreis Mücke-Nieder-Ohmen, ist Anfang Juli (1986) eine Befliegung archäologisch interessanter Gebiete in den Gemarkungen Grünberg und Mücke durchgeführt worden. Dieses Vorhaben wurde durch die beiden Gemeinden finanziell unterstützt. Der Zeitpunkt des Fluges war vor Beginn der Getreideernte nach möglichst langer Trockenperiode anzusetzen. Bei recht günstigen Flugbedingungen startete schließlich am Samstag, den 5. Juli 1986, nachmittags 17.30 Uhr vom Flugplatz Babenhausen bei Darmstadt aus eine kleine, 1-motorige Maschine zum Flug in das Abenteuer Luftbildarchäologie. Ziel des Fluges war die Prospektion evtl. vorhandener, über dem Boden nicht sichtbarer archäologischer Fundstellen, also Siedlungsspuren, die an der Oberfläche völlig eingeebnet sind, z. B. verfüllte Gräben und Gruben, abgetragene Grabhügel und Grundmauern, ehemalige Wege und Flurhälfte. Für die Luftbildaufnahme spielen die Bewuchsmerkmale eine entscheidende Rolle. Die Flugroute verlief, von Babenhausen ausgehend, durch die Wetterau, über Hungen, zur Hohen Straße, wo die ersten Aufnahmen gemacht wurden. Nach dem sehr gut ausgearbeiteten Flugplan von Peter Groß flog der Pilot parallel verlaufende Flugschneisen, so daß die Grünberger Gemarkung systematisch untersucht und, wenn lohnend, fotografiert werden konnte. In vielen Wendeschleifen ging es im Westen bis nach Ettingshausen, dann von der Kernstadt aus nach Queckborn und weiter nach Norden und Osten zu den übrigen Stadtteilen. Im Kurs lagen dann Mücke mit dem heimatgeschichtlich interessanten Gebiet um den Flensunger Hof, Nieder-Ohmen, wobei Königsasen besonders berücksichtigt wurde und Atzenhain bis in den benachbarten Grünberger Stadtteil Weitershain. Genaue Untersuchungsergebnisse liegen erst nach Auswertung der Fotos vor. Wenn auch in unserem Raum vermutlich nicht die großen Entdeckungen gemacht werden wie in Bayern, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern, vor allem im Einzugsbereich der Römer, wo die Luftaufklärung teils landesweit schon seit Jahren systematisch betrieben wird, so ist doch hier ein Anstoß gegeben worden, auf diesem Gebiet einiges nachzuholen. Letztendlich geht es darum, der akuten Gefährdung unserer frühgeschichtlichen Urkunden entgegenzuwirken. (Grünberger Heimat Zeitung, 24. Juli 1986) |
| 19. Juli 1986 | Wird „Grüne Mülltonne“ Pflicht?Der Landrat des Landkreises Gießen hat die Ankündigung des Landes Hessen, die grüne Mülltonne für den kompostierbaren Müll landesweit einzuführen, begrüßt. Es zeige sich, daß der Kreis, der sich seit Jahren mit der Problematik der Umstellung auf die Abfallwirtschaft befasse, auf dem richtigen Wege sei. Die Terminvorstellungen des hessischen Umweltministeriums, nämlich die grüne Tonne bis Ende 1987 für alle zur Pflicht zu machen, könne allerdings dann auch im Kreis Gießen zu Problemen führen, wenn die für die Anlage und das Betreiben der Kompostplätze dringend benötigten Richtlinien, technischen Standards und umweltrelevanten Vorschriften den Betreibern dieser Einrichtungen nicht rechtzeitig an die Hand gegeben würden… (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 18. Juli 1986 | Illegale Schießübungen in LardenbachMit einem Kleinkaliber-Gewehr machte ein 46jähriger Bürger in Lardenbach am Freitagabend (18. Juli 1986) gegen 21 Uhr Schießübungen auf seinem Grundstück. Hierbei ging ein Schuß fehl und ein Nachbar wurde in den Nacken getroffen. Der Geschädigte wurde sofort in das Krankenhaus in Lich gebracht; durch eine Operation konnte das Projektil entfernt werden. Der Geschädigte befindet sich außer Lebensgefahr. Bei dem Schützen wurden mehrere Jagdwaffen sichergestellt. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 18. Juli 1986 | Kind schwer verletztGestern (18. Juli 1986) morgen, gegen 10.20 Uhr, befuhr ein Ilsdorfer Pkw-Fahrer die Straße Am Larbach in Richtung Seentalstraße. Ein Anneröder Lkw war auf der Fahrt Richtung Sellnrod. Der Ilsdorfer Fahrer wollte im Kreuzungsbereich nach rechts in Richtung Seentalstraße abbiegen und beachtete dabei nicht die Vorfahrt des Lasters. Beim Zusammenstoß wurde der Ilsdorfer Fahrer leicht, sein Sohn auf dem Rücksitz schwer verletzt. Am Pkw entstand Totalschaden. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 10. Juli 1986 | Informationsveranstaltung im Grünberger StadtwaldDer CDU-Arbeitskreis für Landwirtschaft und Umwelt hatten zu einer Info-Veranstaltung über den Zustand des Stadtwaldes eingeladen hatte. Forstoberrat Walter Corell erläuterte den Teilnehmern die Folgen der schweren Sturmereignisse der Jahre 1984 bis 1986, die im Wald erhebliche Schäden verursacht hatten. Durch die umgestürzten Bäume und die anschließenden Aufräumarbeiten wurden große Flächen sowie das Wegenetz stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wiederherstellung der Infrastruktur erforderte erhebliche finanzielle Mittel, während gleichzeitig umfangreiche Wiederaufforstungsmaßnahmen notwendig wurden. Im weiteren Verlauf ging Corell auf die Diskussion um Waldschäden durch Luftverschmutzung ein. Nach seiner Einschätzung befand sich der Grünberger Stadtwald insgesamt noch in einem vergleichsweise guten Zustand. Zwar seien Schäden vorhanden, doch nur ein kleinerer Teil der Bestände sei stärker betroffen. Er betonte, dass Waldschäden häufig nicht allein auf Luftverschmutzung zurückgeführt werden könnten. Auch Trockenperioden, Standortbedingungen und andere Umwelteinflüsse spielten eine wichtige Rolle. Oft sei festzustellen, dass ein Baum krank sei, die genaue Ursache lasse sich jedoch nicht eindeutig bestimmen. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 10. Juli 1986 | Bekanntmachung der Aufnahme des AbmarkungsprotokollesZum Abschluß des Abmarkungstermins in der Gemarkung Lardenbach Flur 1 Flurstück(e) 1, 3–7, 9, 10, 11, 58, 59, 60, 62/1, 74, 76, 78, 90, 91, 93/1, 96/1, 97, 102, 104, 106, 107, 109/1, 110, 111, 116–121, 142, 143, 146, 147, 149, 151/1, 155, 156, 157, 160, 161, 162, 163, 172, 184/1, 186/1, 207/3, 207/4, 208/2, 211–214, 215/4, 216/8, 365/1, 390, 391, 392/1, 393, 396/1, 398, 400, 401, 402/4, 403, 407/1, 409/1 + 412/1. Flur: 6 Flurstück: 184 (Straßenschlußvermessung der Seentalstraße) erfolgt am Donnerstag, den 17. Juli 1986 um 8.30 Uhr, Treffpunkt Feuerwehrgerätehaus die Aufnahme des Abmarkungsprotokolls. Der Beginn des Abmarkungstermins war öffentlich bekannt gemacht worden. Die Teilnahme ist den Beteiligten (Grundstückseigentümern, Erbbauberechtigten usw.) freigestellt. Die Beteiligten können sich bei der Aufnahme des Abmarkungsprotokolls durch einen schriftlich Bevollmächtigten vertreten lassen. Nehmen Beteiligte an der Aufnahme des Abmarkungsprotokolls nicht teil, so erhalten diese Beteiligten später nur dann einen Abmarkungsbescheid oder eine Abmarkungsbenachrichtigung, wenn alte bzw. neue Grenzpunkte abgemarkt oder Abweichungen und Grenzüberschreitungen festgestellt worden sind; ggf. wird das Abmarkungsergebnis offengelegt. 6300 Gießen, den 24. 6. 1986 Katasteramt Gießen, C 2009/85 [Das Abmarkungsprotokoll ist die offizielle Niederschrift darüber, wo die rechtlich verbindlichen Grundstücksgrenzen verlaufen und wie sie vor Ort gekennzeichnet wurden.] (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 04. Juli 1986 | F.D.P. in LardenbachÜber das Demonstrationsstrafrecht referierte am Freitagabend (4. Juli 1986) im Grünberger Stadtteil Lardenbach der Gießener F.D.P.-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Otto Solms (Lich) vor Vorstand und Stadtverordnetenfraktion der Grünberger Liberalen… [An diesem Abend ging es also nicht um Themen des Dorfes, sondern nur um die „große Politik“.] (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 28. Juni 1986 | EVG-WandernEin Bilderbuchwetter und 783 Wanderteilnehmer waren die äußeren Zeichen bei der am vergangenen Samstag (28. Juni 1983) und Sonntag vom Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen durchgeführten 5. EVG-Wanderung. Mit drei herrlichen Strecken, die auch in die Gemarkungen von Sellnrod, Altenhain und Freienseen führten, bot der Veranstalter den Wanderleuten neben dem Vergnügen auch eine wunderbare Aussicht in die oberhessische Landschaft. Wanderer aus 42 Vereinen aus ganz Hessen am Start An der gut organisierten Veranstaltung beteiligten sich Wanderer aus insgesamt zweiundvierzig Vereinen aus ganz Hessen. Für jeden Wandergesellen stand auf Wunsch neben einer Urkunde und dem Eintrag in sein persönliches Wanderbuch auch ein Keramikteller zur Verfügung. Diesen Teller, der die Fachwerkkirche des Laubacher Stadtteiles Lauter wiedergibt, können Interessierte in begrenzter Auflage noch beim Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen oder in einem Lauterer Lebensmittel-Geschäft erwerben. Die Siegerehrung dieses Wandertages nahm der 1. Vorsitzende des SSV Lardenbach/Klein-Eichen Arno Böcher vor. Er bedankte sich gleichzeitig bei allen Teilnehmern und Helfern. Der Siegerpokal ging an die Wanderfreunde Lehnheim. Auch die nächstplazierten Vereine aus Horlofftal, Atzenhain, Wölfersheim, Ober-Mörlen, ESV Grünberg, Lindenstruth, Bauernheim, Ranstadt und JSV Lehnheim erhielten aus der Hand des 1. Vorsitzenden jeweils einen Pokal. (Karl-Ernst Lind) |
| 28. Juni 1986 | Besuch im Langsdorfer HeimatmuseumWenn man an den beiden Kellerräumen unter dem Saal der Volksbank betritt, dann wird man von den dort aufbewahrten oder besser gestapelten Utensilien fast erschlagen: Das Langsdorfer Heimatmuseum quillt über, die volkskundlich hochinteressante Sammlung alltäglicher Gebrauchsgüter aus dem dörflichen Leben, die seit 1972 wächst und gedeiht, sprengt inzwischen eindeutig die Grenzen ihres seitherigen Domizils. Es ist schon beachtlich, was Heinrich Rahn, Otto Enders und Walter Graf in dieser Zeit alles zusammengetragen haben und ein Rundgang durch die Ausstellung lohnt schon jetzt allemal. Die Tatsache, daß mancher durch die Vielfalt der Ausstellungsstücke eher verwirrt werden könnte, ist ganz sicher weder Absicht noch Schuld der Initiatoren, sondern eben in der Raumnot begründet. Der Wille, das Ganze unter historisch-didaktischen Aspekten aufzubereiten, ist zweifellos vorhanden und auch sichtbar, der Platz aber fehlt derzeit. Die überquellenden Räume sind zudem der Grund dafür, daß nicht noch mehr zu sehen ist: Viele wertvolle Stücke und über 400 alte Bilder hat Heinrich Rahn noch privat gelagert. Die Verantwortlichen haben das Problem zwar erkannt, eine schnelle Lösung aber ist nicht in Sicht. So können sich die Licher Stadtväter nicht mit dem Wunsch der Initiatoren anfreunden, die Kellerräume durch einen Anbau zu verlängern. Da sind zunächst einmal die Geräte aus dem bäuerlichen Leben: Erntehilfen wie etwa ein Heidelbeerkamm, Pflüge und Eggen, ein „Dippeler“ zum Säen von Dickwurzsamen, eine Fegmühle, in der die Spreu vom Weizen getrennt wurde oder ein Krautstampfer. Der Hit dieser Abteilung ist zweifellos eine Erfindung des Jahres 1890, eine fahrbare Leiter. Lehrreich sind auch jene Versuche, technischen Wandel im alltäglichen Leben darzustellen. Dies gilt etwa für die Abteilung „Milchzubereitung“ mit alten Butterfässern und Zentrifugen oder für „Waschen“, in der die Entwicklung bei einem einfachen Waschbottich beginnt und über verschiedene Schleudern und Waschautomaten und -maschinen mit und ohne Feuerung fortgeführt wird. Technischer Wandel wird auch sichtbar in der Abteilung „Küchengeräte“ (angefangen bei durch Steine erhitzten Bügeleisen) oder in jenen Abteilungen, in denen dörfliches Handwerk wie Schreiner, Schmied, Schuster oder Wagner dargestellt wird. Ergänzt werden die Abteilungen durch alte Fotos und Gemälde aus dem dörflichen Leben, Lampen, erste Radio- und Fotomodelle. Gerade für eine Generation, für die es selbstverständlich geworden ist, sich im Sommer sein Speiseeis im Café um die Ecke zu holen und im Winter mit einem Griff die Heizung aufzudrehen, ist sicherlich die Begegnung mit einer uralten Eismaschine und mit jenen genormten Herden und Öfen interessant, die nach dem Krieg den Heimatvertriebenen zur Verfügung gestellt wurden. Es lohnt sich also durchaus, sich einmal die Zeit zu nehmen und das Ergebnis dessen zu betrachten, was einmal als Ausstellung zum Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereins im Jahre 1972 begann und dann so konsequent fortgeführt wurde. (ho/Gießener Allgemeine Zeitung, 28. Juni 1986) [Heinrich Rahn, Klein-Eichen, ist der fünfte Sohn von Karl Rahn aus erster Ehe mit Anna Elise geb. Lipp. In zweiter Ehe war Karl Rahn mit Katharina geb. Lenz verheiratet. Aus beiden Ehen stammten 16 Kinder. Darunter auch Johanna, die Mutter von Karin Kratz und Annita Schmidt.] |
| 26. Juni 1986 | Kommen Ortsbeiratsprotokolle »ungelesen« zu den Akten?In seiner letzten Sitzung (26. Juni 1986) beschäftigte sich der Ortsbeirat Lardenbach unter Vorsitz von Ortsvorsteher Heinz Schwanke mit dem vorliegenden Entwurf des Landschaftsplanes, Schaffung eines Feuchtgebietes entlang des Seenbaches und dem Wunsch, den Fußweg zwischen den Straßen „Seentalstraße“ und „Am Larbach“ umgehend zu teeren, da dieser vielbegangene Fußgängerweg durch Schlammstellen unpassierbar ist. Enttäuscht zeigten sich die Mitglieder des Ortsbeirates, daß Protokolle über vorangegangene Sitzungen bei den städtischen Gremien keine Beachtung finden. Der Ortsbeirat fragt sich sogar, ob diese Protokolle ungelesen zu den Akten kommen. So wurden schon mehrfach und später mit Nachdruck aufgestellte Wünsche und Forderungen unbeachtet gelassen. Es sei nach Ansicht des Lardenbacher Ortsbeirates die Frage zu klären, ob man noch Sitzungen abhalten und Stellungnahmen abgeben solle. Durch das Verhalten der Stadt werde auch die Vertrauensbasis zwischen Bürger- und Verwaltung stark in Mitleidenschaft gezogen. (Karl-Ernst Lind)
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| 26. Juni 1986 | Ortsbeiratssitzung am 26. JuniAm Donnerstag kam der Ortsbeirat Klein‑Eichen in der Gaststätte Bingel zu einer weiteren Sitzung zusammen. Unter Leitung von Ortsvorsteher Manfred Daniel nahmen Walter Müller, Herbert Kühn, Otmar Behrendt, Thomas Zabel, Dieter Faust und Hermann Loob teil. Zentrales Thema des Abends war der neue Landschaftsplan, zu dem eine Stellungnahme abgegeben werden sollte. Der Ortsbeirat stellte klar, dass er auf bestehende Baulücken keinen Einfluss hat: Baugrundstücke können ausschließlich durch die Stadt veräußert werden, weitere Flächen befinden sich in Privatbesitz. Der östliche Ortsrand wurde als unproblematisch bewertet. Eine Erweiterung des Wochenendgebietes lehnt der Ortsbeirat ab. Sollte jedoch ein Ortsansässiger dort bauen wollen, solle diese Möglichkeit offenbleiben. Im Landschaftsplan wird zudem das Fehlen eines Bebauungsplans angemahnt – dieser müsse zeitnah erstellt werden. Positiv bewertet wurde die Idee, ein Feldgehölz anzulegen. Als geeigneter Standort wurde das Areal „Auf den drei Stümpfchen“ am Plattenweg nördlich des Dorfes genannt. Allerdings befinden sich sämtliche dafür infrage kommenden Grundstücke in Privatbesitz. Der vorgesehene Ausbau der Feldwege sei bislang nicht im geplanten Umfang umgesetzt worden. Insgesamt erscheine das Landschaftsbild rund um Klein‑Eichen jedoch sehr ansprechend. Dem Landschaftsplan wurde – abgesehen von den genannten Punkten – zugestimmt. Unter „Verschiedenes“ wurde festgehalten, dass das Gelände am Feuerlöschteich gemäht werden müsse und der Wasserdurchlass am Plattenweg fertigzustellen sei. Auf dem Spielplatz stünden zudem noch ausstehende Reparaturen an. (nach Protokoll) |
| 22. Juni 1986 | KindergottesdienstfestReges Treiben herrschte am vergangenen Sonntag (22. Juni 1986) beim diesjährigen Kindergottesdienstfest der Kirchengemeinden Lardenbach/Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain auf dem Gelände des Gemeindehauses in Lardenbach. Eingeladen hatten die Kinder und die Kindergottesdiensthelfer neben Eltern und Angehörigen der Kinder auch die Gemeindeglieder der Kirchengemeinden. Die Programmgestaltung lag in erster Linie in der Hand der Kinder. Viel Beifall erhielten sie für das Theaterstück „Die sieben schwarzen Raben“. Auch für das leibliche Wohl ihrer Gäste hatten die Kleinen selbst gesorgt. So hatten sie in mühevoller Arbeit verschiedene Kuchen gebacken, die neben Würstchen, Limonade und Kaffee einen guten Absatz fanden. Zum Ausklang des Festes erhielten alle anwesenden Kinder noch Geschenke, die sie für ihre Mühen belohnen sollten. (Karl-Ernst Lind) |
| 21. Juni 1986 | Sommerfest vom jüngsten OrtsvereinSein traditionelles Sommerfest, zu dem auch wieder die Einwohner der beiden Grünberger Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach eingeladen waren, veranstaltete am vergangenen Samstag (21. Juni 1986) der jüngste Ortsverein. Unter Federführung des Vorstandes fand das Fest in der Lardenbacher Grillhütte bei seinen Besuchern einen großen Anklang. Geboten wurden den Gästen neben gegrillten Speisen und den herkömmlichen Getränken besonders selbstgekelterter Apfelwein. Der naturverbundene Verein, der sich auch besonders die Erhaltung der Natur zur Aufgabe gemacht hat, möchte mit Veranstaltungen dieser Art Außenstehende auf sein Wirken aufmerksam machen und zugleich auch die Kameradschaft und die Geselligkeit innerhalb der Mitglieder fördern. (Karl-Ernst Lind) |
| 17. Juni 1986 | Fußball AH-WanderpokalErst nach einem Elfmeterschießen stand am Dienstag (17. Juni 1986) der Sieger des 2. AH-Wanderpokalturniers des SV Stangenrod fest. Mit 6:5 setzte sich die Mannschaft des Gastgebers gegen den FC Weickartshain durch. Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen verlor das erste Spiel gegen Stumpertenrod/Köddingen mit 0:1. Gegen Beltershain gewann der SSV 0:1. Aber verlor gegen Weickartshain wieder 1:0. Im Spiel um Platz fünf verlor SSV Lardenbach/Klein-Eichen 0:3 gegen den SV Atzenhain. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 12. Juni 1986 | FußballAm 12. Juni 1986 erfolgte die Information vom Bezirksfußball-Ausschuß, demnach soll es ab 1986/87 im Sportkreis Gießen probeweise eine Kreisliga C (drei Gruppen) und eine Kreisliga D (vier Gruppen) geben. Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen wird in der D-Liga, Gruppe 1/Ost spielen. (nach Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 09. Juni 1986 | Gelungenes KinderfestDas gestrige (9. Juni 1986) Kinderfest der Bastelgruppe St. Anna (Seenbrücke) war ein voller Erfolg und bestens organisiert. Entgegen allen anfänglichen Befürchtungen spielte auch das Wetter mit, sodass pünktlich zum Start herrlicher Sonnenschein herrschte. Über 20 Kinder im Alter zwischen vier und 16 Jahren – unabhängig von ihrer Konfession und teilweise in Begleitung ihrer Eltern – folgten der Einladung und erlebten einen ereignisreichen Nachmittag. Für beste Unterhaltung war gesorgt: Die Kinder konnten sich bei verschiedenen klassischen Spielen wie dem Dreibeinlaufen, Eierlaufen und einem Mohrenkopfessen austoben. Zusätzlich gab es bei einem Würfelspiel die Chance, kleine Gewinne zu ergattern. Liebevoll betreut wurde die gesamte Kinderschar dabei von Christel Schultheiß und Hedwig Wenzel. Am Ende waren sich alle einig, dass dies ein rundum schöner Nachmittag war, der allen Beteiligten sicherlich noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 07. Juni 1986 | Verabschiedung der AbiturientenMit einer Feierstunde wurden am Samstag, dem 7. Juni 1986, die 86 Abiturienten des laufenden Schuljahres an der Theo‑Koch‑Schule verabschiedet. Lehrer, Schüler und Eltern kamen zur feierlichen Überreichung der Abiturzeugnisse noch einmal in den Räumlichkeiten der Schule zusammen. Vielen der frisch geprüften Absolventinnen und Absolventen war die Erleichterung nach den intensiven Prüfungswochen deutlich anzusehen. Aus der Tutorengruppe von Studienrätin Stock gehörte Stefan Hassinger aus Lardenbach zu den Absolventen. Aus der Tutorengruppe von Studienrat Mietens wurde Thilo Daniel aus Klein‑Eichen verabschiedet, und aus der Tutorengruppe von Oberstudienrat Schmidt Martin Zimmer, ebenfalls aus Klein‑Eichen. Aus der Tutorengruppe von Studienrat Schomber erhielt zudem Manuela Knop aus Lardenbach als Anerkennung eine Rose, wie alle Schülerinnen. (Grünberger Heimat‑Zeitung)
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| 01. Juni 1986 | Fußball-Stadtpokal GrünbergMit vier Spielen eröffnet wurde gestern am Dienstag (27. Mai 1986) in Queckborn das Turnier um den Fußball-Pokal der Stadt Grünberg. In der Gruppe A spielten SSV Lardenbach/Klein-Eichen gegen den SV Stangenrod 1:1, drei Minuten vor Ende besorgte Berg den Ausgleich. Am zweiten Tag (29. Mai 1986) der Spiele unterlag der SSV Lardenbach/Klein-Eichen dem FC Weickartshain mit 0:2, ein glücklicher Sieg, da der SSV über weite Strecken gleichwertig war. Auch gegen den TSV Grünberg verlor Lardenbach/Klein-Eichen mit 3:0. Diese Partie wurde innerhalb von drei Minuten entschieden. Ebenso verlor der SSV die Vorrunden Spiele am Sonntag (1. Juni 1986) gegen Harbach mit 2:3 und Beltershain mit 0:3. Damit belegten Lardenbach/Klein-Eichen den 6. Und letzten Platz in der Gruppe A und hatten mit dem Ende des Stadtpokals nichts mehr zu tun. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 01. Juni 1986 | Diamantene und goldene Konfirmation in LardenbachMit einem Gottesdienst in der Lardenbacher Kirche begann für zwanzig Konfirmanden und Konfirmandinnen der Jahrgänge 1926 und 1936 am vergangenen Sonntag (1. Juni 1986) eine Jubiläumsfeier zur diamantenen und goldenen Konfirmation. Der Einladung gefolgt waren nicht nur die Konfirmanden, die in Lardenbach bzw. in Weickartshain konfirmiert wurden. Teil nahmen auch Jubilare, die später nach Lardenbach kamen, und in deren ehemaligen Heimatgemeinden ein solches Jubiläum nicht gefeiert wird. Nach einem von Pfarrer Tilman Schmidt gehaltenen Gottesdienst nahmen die Jubilare gemeinsam das Mittagessen ein. Weiterhin gedachten die Anwesenden dann auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen den verstorbenen Mitkonfirmanden. Mit einer gemütlichen Kaffeetafel fand dann dieser Tag, bei dem auch besonders die Vergangenheit in Erinnerung gerufen wurde, seinen Ausklang. (Karl-Ernst Lind) |
| 25. Mai 1986 | Fußball Kreisliga Gruppe OstBeide Seiten boten zum Abschluß der Saison am Sonntag (25. Mai 1986) recht guten Fußball. Vor allem mit dem besseren Mittelfeld waren die Platzherren über weite Strecken überlegen. Nach einer halben Stunde hieß es 1:0 für den SV Saasen. Nach einer Stunde stand es 2:0. Nach dem Anschlußtreffer von Frank durch einen Foulelfmeter fünf Minuten vor dem Ende warf der SSV Lardenbach/Klein-Eichen noch einmal alles nach vorne, Saasen hielt aber den Angriffen stand. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 17. Mai 1986 | Informationsabend zur StrahlenbelastungGroß war der Andrang auf die Einladung der SPD an die Grünberger Bürger, über Strahlenauswirkungen bei Atomkraftwerksunfällen zu informieren. Zuerst saß man in den Condomer Stuben. Hier wurde es schnell zu eng und mit Gedränge fand der Umzug in den Kleinen Saal der Gallushalle statt. Nach kurzer Zeit war man auch hier gezwungen, die Wände zum Großen Saal zu öffnen und Stühle herbeizuschleppen, um die hereinströmenden Besucher unterzubringen. – Schon dieses große Interesse an der Informationsveranstaltung der Sozialdemokraten zeigte deutlich, wie betroffen auch die Menschen in unserer Stadt vom Kernkraftwerksunglück in Tschernobyl und seinen Auswirkungen sind. Schon vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung hatten besorgte Bürger von Schweinsberg bis Schotten die Gelegenheit, ihr Gartengemüse und Bodenproben auf Radioaktivität untersuchen zu lassen. Die aufgestellten Meßgeräte waren stets von Interessierten umlagert. In den anschließenden Fragen der Zuhörer wurde besonders die Unsicherheit deutlich, die die Tatsache hervorruft, daß keinerlei Erfahrungen für Grenzwerte etwa in Nahrungsmitteln vorliegen. Unsere ganze Hilflosigkeit wurde den Zuhörern deutlich, als sich in der Diskussion herausstellte, daß man nur sehr eingeschränkt auf Nahrungsmittel ausweichen kann, die weniger strahlenbelastet sind. Man kann grundsätzlich die Strahlung auch nicht beseitigen und ist gezwungen mit ihr zu leben. Die Informationen der Behörden tragen auch kaum zu einem klaren Bild bei, ihre Grenzwerte sind fiktiv und sind innerhalb der einzelnen Bundesländer von deren Risikofreudigkeit bestimmt. Damit mußte ein mehr als nachdenkliches Publikum zurückgelassen werden. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 17. Mai 1986 | Bodenrichtwerte für die Stadt Grünberg 1986Der Gutachterausschuß für Grundstückswerte beim Kreisausschuß des Landkreises Gießen hat Bodenrichtwerte zum 31. Dez. 1985 ermittelt. Diese werden hiermit bekanntgegeben. Der Magistrat der Stadt Grünberg Damaschke, Bürgermeister Landkreis Gießen Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Zusammenstellung der Bodenrichtwerte siehe unten: |
| 15. Mai 1986 | Blaue MülltonnenDie ersten Termine zur Entleerung der blauen Müllgefäße für die Papiereinsammlung stehen fest. Am Montag, 2. Juni: Lardenbach und Seebrücke bis zur Bundesstraße, Klein-Eichen, Stockhausen. Weitere Termine: 23. 6. und 14. 7. 1986. Wir bitten, darauf zu achten, daß die weiteren Abfuhren im Abstand von jeweils drei Wochen erfolgen. Aus gegebenem Anlaß weisen wir darauf hin, daß die Müllgefäße nicht so überfüllt werden dürfen, daß sich die Deckel schließen lassen. Damaschke, Bürgermeister (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 13. Mai 1986 | Ortsbeiratssitzung am 13. Mai 1986Am Dienstagabend, dem 13. Mai 1986, kam der Klein‑Eichener Ortsbeirat in der Gaststätte Bingel zu einer weiteren Sitzung zusammen. Zu Beginn wurde Heinrich Zimmer geehrt, der 40 Jahre lang das Amt des Wiegemeisters in Klein‑Eichen ausgeübt hatte. Zudem war er von 1946 bis 1968 Mitglied des Gemeinderates der damals noch selbstständigen Gemeinde. Ortsvorsteher Manfred Daniel und Bürgermeister Siegbert Damaschke dankten ihm in einer kurzen Ansprache für seine langjährige, zuverlässige und menschlich geprägte Arbeit. Die Nachfolge als Wiegemeister übernimmt Walter Müller, ebenfalls Mitglied des Ortsbeirates. Im weiteren Verlauf der Sitzung erläuterte Bürgermeister Damaschke die aktuellen Probleme der Abwasserbeseitigung sowie die bevorstehende Untersuchung der Hauskläranlagen, die mithilfe eines Fragebogens durchgeführt werden soll. Er informierte außerdem über mögliche Konsequenzen, die sich aus dieser Untersuchung ergeben könnten. Darüber hinaus stellte der Bürgermeister den neuen Landschaftsplan vor, den der Ortsbeirat prüfen und gegebenenfalls mit Anregungen versehen soll. Ein Verkehrsspiegel im Kreuzungsbereich mitten im Dorf wurde aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens abgelehnt. Die Reparaturarbeiten an Gehwegen und Ortsstraßen wurden an ein Unternehmen vergeben, ebenso das neue Ortsschild am Grenzgraben. Anwesend waren die sieben Ortsbeiratsmitglieder Manfred Daniel, Walter Müller, Herbert Kühn, Hermann Loob, Thomas Zabel, Dieter Faust und Otmar Behrendt. (nach Protokoll) |
| 11. Mai 1986 | Grenzgang der Jagdgenossen aus Stockhausen und Klein-EichenDie Jagdgenossen aus Stockhausen und Klein-Eichen trafen sich am Sonntagmorgen (11. Mai 1986) am Dorfgemeinschaftshaus in Stockhausen zu einem Grenzgang. Nachdem man im vergangenen Jahr den Grenzverlauf in der Gemarkung Klein-Eichen „abmarschiert“ hatte, war diesmal Stockhausen an der Reihe. Die Jagdhorngruppe Seenbachtal, unter der Leitung von Otto Biedenkopf aus Flensungen, begrüßte die Wanderer mit einigen Jagdsignalen. Jagdvorsteher Karl Bräuning verwies zunächst auf einige Besonderheiten in den Fluren der Seenbachtalgemeinde, deren Bild, so Bräuning, noch heute stark aus der Zeit des Eisenerzbergbaues geprägt ist. Der in großem Maße betriebene Abraum zog sich direkt hinter der westlichen Ortsrandgrenze von Weickartshain bis nach Flensungen. Marschiert wurde dann über den Hedwigsweg Richtung Weickartshain. Von dort aus ging es zum Hochplateau nordwestlich von Weickartshain, weiter zum „Hölzchen“ und runter zu dem Weg Richtung Fischteiche. Von dort aus strebten die Jagdgenossen dann wieder dem Dorf zu, wo man sich in einer Gaststätte noch einmal zu einem Imbiss zusammensetzte. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 10. Mai 1986 | Fußball Kreisliga B, Gruppe OstIm Spiel am Samstag (10. Mai 1986) ging der SV Beltershain nach 20 Minuten verdient in Führung. Dieter Frank gelang im Gegenzug dann zwar der Ausgleich, doch konditionell konnte der SSV Lardenbach/Klein-Eichen bald nicht mehr ganz mithalten. Nach der Pause fiel durch einen Foulelfmeter das 2:1. In den Schlußminuten baute Beltershain verdient auf 4:1 aus. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 08. Mai 1986 | „Vatertag“ im SteinbruchBereits seit einigen Jahren treffen sich die Klein-Eichener am „Vatertag“ im Steinbruch oberhalb des Buchholzes, um den Feiertag (8. Mai 1986) in geselliger Runde zu verbringen. Zwar nicht ganz im ursprünglichen Sinne des kirchlichen Feiertages, dafür aber als fröhliches Fest für die ganze Familie. Für die Organisation und Bewirtung sorgte der Stammtisch „Grenzgrabenspritzer“, der sich drei Jahre zuvor als Ableger des Feuerwehrvereins gegründet hatte. Die idyllisch gelegene Veranstaltungsstätte am Galgenberg zog nicht nur zahlreiche Klein-Eichener an, sondern auch Besucher aus den umliegenden Dörfern. Als beliebtes Ziel nach einer anstrengenden „Vatertagswanderung“ erwies sich der Klein-Eichener Steinbruch einmal mehr als eine ausgezeichnete Wahl.
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| 04. Mai 1986 | Fußball Kreisliga B, Gruppe OstGegen eine ersatzgeschwächte Stangenröder Mannschaft kamen am Sonntag (4. Mai 1986) der SSV Lardenbach/Klein-Eichen zu einem verdienten Erfolg. Die Gäste verlegten sich zunächst aufs kontern und erzielten durch Berkenkamp das 1:0. Nach dem Wechsel lief bei den Platzherren nichts mehr zusammen, während die SSV-Spieler noch zulegten und durch Günter Frank, Berkenkamp und Herdejost zu weiteren Treffern kamen. Ein Tor erzielten der SV Stangenrod zum 1:4. Verdiente Fußballer wurden an dem Sonntag beim B-Ligisten SSV Lardenbach/Klein-Eichen geehrt. Abteilungsleiter Reinhard Mölcher jr. Und Vereinsvorsitzender Arno Böcher zeichneten Gunter Berg und Bernd Irlmeier für 600 bzw. 500 Einsätze aus. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 01. Mai 1986 | Lardenbacher gratulierten ihrer österreichischen PartnerwehrGlückwünsche zum 90jährigen Bestehen ihrer Partnerwehr Eichhorn (Niederösterreich) überbrachte dieser Tage eine Delegation der Lardenbacher Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Wehrführer Artur Kratz. Die Oberhessen wohnten den Feierlichkeiten bei, die am 1. Mai mit einem Gottesdienst begannen. Im Anschluß fand dann ein Festakt statt, bei dem zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik und dem österreichischen Feuerwehrwesen vertreten waren. (nach Karl-Ernst Lind)
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| 27. April 1986 | Fußball Kreisliga B, Gruppe 1, Gießen OstGeehrt wurden am Sonntag (27. April 1986) beim Heimspiel des SSV Lardenbach/Klein-Eichen gegen Beuern Gunter Berg und Bernd Irlmeier vom SSV. Beide Fußballer wurden für ihren langjährigen Einsatz und für ihre vielen Spiele ausgezeichnet, wobei Gunter Berg in der Seniorenmannschaft sechshundert und Bernd Irlmeier fünfhundert Spiele absolvierten. Gunter Berg spielte auch schon als Jugendlicher für seinen Heimatverein. Bernd Irlmeier kam im Jahre 1973 vom TSV Grünberg als Torwart zu dem Grünberger Stadtteilverein. Beide Jubilare erhielten aus der Hand des Vereinsvorsitzenden Arno Böcher und des Abteilungsleiters Reinhard Mölcher jun. Geschenk und Urkunde. Mit dieser technischen Leistung, wie am Sonntag (27. April 1986), hatte man den SSV schon lange nicht mehr gesehen. Auch wenn der TSV Beuern nach sieben Minuten mit einem Überraschungstor das 0:1 landete, liefen die Kombinationen des SSV wie am Schnürchen. Schon zur Pause war das Spiel mit 4:1 entschieden. Berkenkamp (3), Felsing, Hollederer (Foulelfmeter) und G. Frank bauten die Führung nach der Pause auf 6:1 aus. (Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 27. April 1986 | Dekanatssynode in LardenbachLetzte Woche (bis 27. April 1986) fand die Frühjahrssynode des Ev. Dekanats Grünberg in Lardenbach statt. Sie wurde eröffnet mit einem Gottesdienst in der schmucken Kirche zu Lardenbach, gehalten durch Pfr. Seffer aus Grünberg. Er stellte seine Ansprache unter das Motto: „Die Nächstenliebe nicht nur im Munde führen, sondern auch praktizieren“. Er nahm damit Bezug auf das Thema der Synode: Arbeitslosigkeit der Jugend. Im Gemeindehaus in Lardenbach nahm die Synode dann ihren gewohnten Verlauf; organisatorische Dinge bestimmten den weiteren Gang. Nach den Eröffnungsformalitäten kam Pfr. Geist aus Freienseen zu Wort. Er berichtete über die Arbeitslosigkeit und die Schwierigkeiten junger Menschen, Arbeit zu finden. Nach der Mittagspause erfolgte die Annahme der Jahresrechnung für 1984, Aufstellung des Haushalts für das laufende Jahr und Wahlen in die Dekanatsjugendvertretung. Den Schluß bildete ein Bericht von der Landessynode (dem nächsthöheren und damit höchsten Gremium der Landeskirche). (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 24. April 1986 | Fußball Kreisliga B, Gruppe 1, Gießen-OstIn einem Nachholspiel am Donnerstag (24. April 1986) konnte der SSV Lardenbach/Klein-Eichen nur in den ersten zehn Minuten in Geilshausen mithalten und besaß in dieser Phase auch durchaus die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Danach aber bestimmte der SV Geilshausen klar das Geschehen und kam mit 5:0 zu einem klaren Erfolg. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 23. April 1986 | Blaue MülltonneDie blaue Sondermülltonne für Papierabfälle ist im Anmarsch. Sie werden am Mittwoch (23. April 1986) an die Haushaltungen verteilt. Hineingehören: Zeitungen, Illustrierten, Prospekte, Karton- und Papierverpackungen usw. Nicht hineingehören: Pergamentpapier, Hygienepapier, beschichtetes Papier und verschmutztes Papier. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 06. April 1986 | Fußball Kreisliga B, Gruppe 1, Gießen-Ost Die Sportfreunde aus Oppenrod brauchten sich bei einem 0:1-Rückstand zur Pause noch nicht geschlagen geben. Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen diktierte aber dann am Sonntag (6. April 1986) noch deutlicher das Spielgeschehen und nutzte seine Chancen konsequent zu einem klaren 4:0 aus. Die Torschützen waren D. Frank, Schwanke und Felsing. Spielerisch wie kämpferisch hatte der SSV am Sonntag (20. April 1986) als Gast der TSG Reiskirchen wenig entgegenzusetzen. Lediglich Rudi Felsing verkürzte das 2:0 der TSG vor der Pause. Nach dem 3:1 für Reiskirchen verkürzte Berkenkamp, doch ein Konter von den Gastgebern zum 4:2 stellte endgültig den Sieg für Reiskirchen sicher. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 06. April 1986 | Konfirmation 1986Am 6. April 1986 wurden in der Kirche zu Lardenbach von Herrn Pfarrer Schmidt konfirmiert: Anja Mölcher, Pia Scharmann, Markus Kratz, Edwin Werner, Melanie Zabel, Diana Braam und Timo Faust. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 01. April 1986 | 25-jähriges Dienstjubiläum 2Am 1. April 1986 begeht der Leiter der Kreditabteilung der Bezirkssparkasse Laubach, Herr Dieter Langohr, sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Herr Langohr begann am 1. April 1961 seine Sparkassenlehre, die er im März 1964 mit der erfolgreichen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abschloss. Danach wurde Herr Langohr ins Angestelltenverhältnis übernommen. In einer kleinen Feierstunde wurde der Jubilar in Gegenwart der Belegschaft geehrt und ihm gleichzeitig die Urkunde des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes durch den Vorstand überreicht. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 01. April 1986 | 25-jähriges Dienstjubiläum 125jähriges Dienstjubiläum feierte am Dienstag Posthauptschaffner Erwin Port beim Postamt Grünberg. Erwin Port trat 1961 als Postjungbote beim Postamt Grünberg ein. Nach bestandener Laufbahnprüfung wurde er unter Berufung in das Beamtenverhältnis am 1. Oktober 1963 zum Postschaffner ernannt. Es folgten die Beförderungen zum Postoberschaffner am 1. Januar 1968 und zum Posthauptschaffner am 1. Juli 1971. Nach einer Zeit des häufigen Dienstwechsels hat er inzwischen seinen festen Arbeitsplatz als Zusteller für die Ortsteile Lardenbach und Klein-Eichen gefunden. Bei seinen Kunden im Zustellbezirk ist Port durch seine freundliche und hilfsbereite Art beliebt und gern gesehen. In einer kleinen Feierstunde beim Postamt Grünberg zeigte Postamtmann Robert Karle den Werdegang des Jubilars auf und würdigte die treu und gewissenhafte Arbeit. Der Amtsvorsteher des Postamtes Alsfeld dankte dem Jubilar und händigte die Urkunde sowie die Jubiläumsausgabe aus. Die Grüße und Glückwünsche des Personals übermittelte Personalratsmitglied Manfred Heßler. (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 14. März 1986 | Hauptversammlung des Obstbau- und KeltervereinsVon den fast vollständig erschienenen Mitgliedern wurden dieser Tage in der Jahreshauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen in der Gaststätte Dietz die Vorstandsmitglieder des jüngsten Vereins der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen einstimmig wiedergewählt. Somit fungieren für die nächsten drei Jahre wieder Edwin Scharmann als 1. Vorsitzender, Bernhard Nickel als dessen Stellvertreter, Hans Mölcher als Kassenwart, Hans Zimmer als Schriftführer sowie Reinhard Mölcher jun. und Richard Dietz als technischer Berater und Keltermeister. Vorsitzender Edwin Scharmann hielt den Rechenschaftsbericht. So habe sich der Verein im Jahre 1985 bei Festen in Lardenbach, Wohnfeld und Sellnrod mit einem Motivwagen beteiligt. Als eine gelungene Veranstaltung bezeichnete Scharmann das Sommerfest in der Lardenbacher Grillhütte. Gleichzeitig teilte er hierzu mit, dass dieses Fest am 21. Juni 1986 eine Wiederholung erfahren soll. Als weiterer geselliger Höhepunkt konnte eine gemeinsam mit dem befreundeten Obst- und Gartenbauverein Sellnrod gemachte Ausflugsfahrt zur Bundesgartenschau nach Berlin angesehen werden. Hierüber zeigte Reiseleiter Winfried Halbich (Sellnrod) dann nach Abschluss des offiziellen Teiles der Versammlung die vorhandenen Erinnerungsdias. Dem Kassenbericht des Vereinsrechners Hans Mölcher sowie den Ausführungen der Kassenprüfer Hermann Loob und Bernd Kratz durch den Erstgenannten, folgte die Entlastung des Vorstandes. Hiernach wählten die Vereinsmitglieder mit Gudrun Voll und Helmut Fitzthum die zwei Kassenprüfer für 1986. Einen ausführlichen Bericht über das Keltern im letzten Jahr vermittelte Hans Mölcher. Er sprach dabei von neununddreißig Kelterungen mit einundsechzig Füllungen, die insgesamt viertausendzweihundert Liter Most ergaben, wobei das Ergebnis des Jahres 1984 mit ca. zehntausend Liter aufgrund des weniger vorhandenen Obstes nicht erreicht werden konnte. Zur Baumbepflanzung referierte ausführlich Schriftführer Hans Zimmer. Als Grundlage für seine Ausführungen dürfte das Vorhaben von Neupflanzungen im Jahre 1986 sein. Hierfür gibt es seitens des Kreises und des Landes entsprechende Zuschüsse, die nach den Worten von Vorsitzender Scharmann von den Mitgliedern auch ausgenutzt werden sollten. Den Abschluss dieser Versammlung des familienfreundlichen Vereins bildete eine Tombola mit vielen wertvollen Preisen, für deren Bereitstellung sich der 2. Vorsitzender Bernhard Nickel bei den Spendern nochmals bedankte. (Karl-Ernst Lind) |
| 04. März 1986 | GrundstückskläreinrichtungenIn einer amtlichen Bekanntmachung der Stadt Grünberg vom 4. März 1986 wird mitgeteilt, daß der Landrat des Landkreises Gießen, Untere Wasserbehörde, hat durch Verfügung die Stadt Grünberg aufgefordert, die Grundstückskläreinrichtungen bzw. die geschlossenen Abwassersammelgruben auf ihren ordnungsgemäßen baulichen Zustand und ihren Betrieb hin zu überprüfen. Hierbei ist festzustellen, ob und in welchem Umfange aus Jauchegruben, Güllegruben, Silos oder Mistanlagen Abwässer über die Ortskanalisation oder auch unmittelbar in den Vorfluter und damit in öffentliche Gewässer gelangen. Die Untere Wasserbehörde weist besonders daraufhin, daß eingeleitetes Abwasser ohne Vorbehandlung in Hausklärgruben und Fehlanschlüsse aus landwirtschaftlichen Betrieben eine Gewässerverunreinigung bewirken, die im Interesse des Gewässerschutzes nicht hingenommen werden kann. Die Verunreinigung von Gewässer stellt das Strafgesetzbuch einen Straftatbestand dar. Unmittelbar nach Erscheinen dieser Bekanntmachung werden die Beauftragten der Stadt mit der Untersuchung der einzelnen Grundstücke bzw. Hofreiten beginnen, wobei beabsichtigt ist, zuerst die Hofreiten mit geschlossenen Gruben zu untersuchen. Das Prüfergebnis wird in einem Besichtigungsprotokoll festgehalten, dessen Original dem Landrat vorzulegen ist und von dem den Grundstückseigentümer eine Kopie zugestellt wird. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 04. März 1986 | Landschaftsplan der Stadt GrünbergÄußerst kritisch unter die Lupe genommen haben Mitarbeiter der Justus-Liebig-Universität Gießen während der letzten eineinhalb Jahre die Gemarkung der Großgemeinde Grünberg. Am Dienstag, dem 4. März 1986 wurden nun die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit Bürgermeister Siegbert Damaschke vorgelegt. Herzstück des über 200seitigen Landschaftsplanes, der - nach Beratung und Beschlussfassung - in den Flächennutzungsplan integriert wird, ist ein Biotop-Konzept. Mit 79 unterschiedlich graduierten, schutzwürdigen Flächen soll ein möglichst lückenloses Lebensraum-Netz ausgewiesen werden, das den Tieren einen unproblematischen Standort-Wechsel ermöglicht. Der Landschaftsplan gliedert sich in drei Planungsteile. Letztere haben das Gesamtkonzept der Landschaftsplanung, das Biotop-Konzept mit Ausweisung von Naturschutzgebieten und geschützten Landschaftsteilen sowie letztlich Stellungnahmen der Landschaftsplaner zu einzelnen städtischen Fachplanungen zum Inhalt. Die Wissenschaftler schlagen die Ausweisung von zwei Naturschutzgebieten vor. Und weitere 27 der 79 schutzwürdigen Flächen sollten qualifiziert ausgewiesen werden; analog des Naturschutz-Gesetzes als Landschaftsschutzgebiet, geschützter Landschaftsbestandteil oder Naturdenkmal. Die übrigen Areale, schlagen die Planer vor, können als "örtliche Biotope" belassen werden. Schwerpunkte des Biotop-Konzeptes sind unter anderem Anpflanzungen von "ausgeräumten Agrarlandschaften", die Verbesserung der Fließgewässer, die Einbindung der Teiche sowie der Erhalt von Streuobstbeständen und Magerrasen. Mit Interesse nahm die Stadtverwaltung nicht nur die Detail-Erläuterungen zu den Biotopen zur Kenntnis, sondern auch die landschaftsplanerischen Kommentare zur weiteren Besiedlung eines jeden Stadtteiles. So etwa heißt es, dass Grünberg als zentraler Fremdenverkehrsort außerhalb des großräumigen Fremdenverkehrsgebietes Vogelsberg eingestuft sei. Die Stadtteile Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain gehören dem Fremdenverkehrsgebiet jedoch an. Für die Landschaftsplanung folgt daraus, dass in Grünberg insgesamt; besonders aber im östlichen Gemarkungsbereich, Flächen und Einrichtungen für den Fremdenverkehr einen hohen Stellenwert besitzen. Bei der Abwägung mit den anderen, insbesondere ökologisch bedingten Faktoren, gilt es, dies zu berücksichtigen. Andererseits muß die Landschaftsplanung darauf drängen, dass die für die Erhaltung notwendige Mannigfaltigkeit der Landschaft und ihr naturnaher Charakter erhalten bleibt. In der Charakterisierung und Darlegung der Entwicklungsziele der Schutzwürdigen Flächen und Objekte für Klein-Eichen und Lardenbach heißt es über den Galgenberg, dieser sei eine Hügelkuppe mit kleinparzeliertem Acker- und Grünland, Hecken, Baumgruppen und Magerwiesen. Das Landschaftsbild sei vielfältig mit reich gegliederter Biotopstruktur, wenngleich keine seltenen Pflanzenarten festgestellt wurden. Der Galgenberg sei ein Lebensraum für Singvögel. Als Maßnahen für diese Gebiet wird die geplante Aufforstung als mit dem Naturschutz unvereinbar angesehen. Das Wochenendgebiet dürfe nicht ausgedehnt werden. Die jetzige Nutzungsstruktur mit den Hecken soll beibehalten werden. Und die Ackerränder an Hecken und Wegen würden sich für den Wildkrautschutz eignen. Zum ehemaligen Steinbruch am Hilgesberg heißt es: Einer der wenigen Basaltaufschlüsse im Gebiet und daher schon aus geologischen Gründen nicht zu verfüllen. Die Sukzession (zeitliche Aufeinanderfolge der an einem Standort einander ablösenden Pflanzen- und Tiergesellschaften) mit Gebüsch, Baumaufwuchs und Staudenfluren sei ohne Besonderheiten - daher sei die Grillhütte kein Problem. Als Maßnahme wird hier die natürliche Entwicklung ausgewiesen. Und das die Freizeitnutzung nicht weiter intensiviert werden solle. Als Zielvorstellungen für die städtebauliche Entwicklung wird für Klein-Eichen und Lardenbach ausgeführt, dass besonders in Klein-Eichen noch Baulücken vorhanden sind. Um die besondere Bausubstanz in den Ortskernen weitesgehend zu erhalten und unter dem Aspekt der Dorferneuerung (13 Jahre später) weiter zu entwickeln, werden südlich Lardenbachs Flächen für Siedlungserweiterungen (Am Triesch) vorgesehen. Ortsrandverbessernde Maßnahmen werden am östlichen Ortsrand von Klein-Eichen empfohlen. Die bauleitplanerische Absicherung des Wochenendgebietes am Galgenberg wird von den Wissenschaftlern als erforderlich.angesehen (geschehen 1993).
LandschaftsplanDie Planungsgruppe um Prof. V. Seifert stellte am Dienstag (4. März 1986) im Rathaus im Beisein von Bürgermeister S. Damaschke und H. Marquard von der Bauabteilung den Landschaftsplan, mit dem Schwerpunkt eines Biotopkonzepts, und einen Bebauungsplanentwurf vor. Prof. Seifert betonte, daß man bei der Zusammenstellung des über 200 Seiten fassenden Werkes natürlich den Flächennutzungsplan der Stadt Grünberg zu Grunde gelegt habe. In den Landschaftsplan einbezogen hat man auch die vorgesehenen Umgehungsstraßen für Grünberg (B49), Weickartshain, Beltershain und Lumda. Ein Bau sei aber, so waren sich die Wissenschaftler der Planungsgruppe einig, aus Umweltschutzgründen nicht zu vertreten. Auch über Standorte für Wochenendgebiete müsse sich der Landschaftsplaner kümmern. Im Grünberger Bereich könnte man die Siedlungen bei Klein-Eichen und Seenbrücke in ihrer jetzigen Größe als unbedenklich erklären, seien sie doch auf, für die Umwelt betrachtet, "unsensiblen" Flächen errichtet worden. Für Grünberg und alle Ortsteile wurden Karten erstellt, aus denen ersichtlich ist, wo die Landschaftsplaner Baugebiete für unbedenklich halten, aber auch, wo man es vermeiden sollte, Bauland auszuweisen. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 01. März 1986 | Hauptversammlung des SSVZu Beginn der Hauptversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (1. März 1986) gedachte man der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Günther Zimmer, Willi Albrecht und Ernst Felsing. Vorsitzender Arno Böcher erwähnte in seinem Jahresbericht neben den sportlichen Veranstaltungen auch den Bau der Flutlichtanlage. Reiner Roth ergänzte, daß hier 39 Mitglieder 1130 freiwillige Arbeitsstunden einbrachten. Anerkennung zollte Böcher den Jugendbetreuern und überreichte als Dank Annita Schmidt, Peter Swoboda und Jürgen Schätzle ein Geschenk. Nach dem Kassenbericht von Gerda Weeke und der Entlastung des Vorstandes berichtete Fußballabteilungsleiter Reinhard Mölcher jun. von einem Aufwärtstrend im Seniorenfußball. U. a. blieb die 1. Mannschaft in der Vorrunde auswärts ohne Niederlage. Durch eine Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain wurden die Nachwuchsfußballer sportlich gefördert. Für die laufende Sasion wurde eine E-, C- und B-Jugend gemeldet. Wie Jugendleiter Peter Swoboda ergänzte, brachte man A-Jugendspieler durch einen Vereinswechsel beim TSV Groß-Eichen unter. Erfolgreich war auch die Abteilung Tischtennis, deren erste Mannschaft in der Bezirksliga Fulda-West eine gute Plazierung erreichte. Größter Erfolg war nach den Worten von Abteilungsleiter Gerhard Ruppel der Gewinn des erstmals ausgetragenen Grünberger Stadtpokals. Erfreut über den guten Übungsstundenbesuch zeigte sich die Leiterin der Gymnastikabteilung Annita Schmidt. Bemängelt von ihr wurde jedoch, daß bei dem mittleren Jahrgang nach dessen Auftritt beim Sängerfest in Lardenbach und beim Ortssporttag die Beteiligung nachgelassen habe. Eine positive Bilanz legte Bernhard Nickel für die Wanderabteilung vor. 967 Teilnehmer wurden bei der letzten EVG-Wanderung gezählt. Auch die Beteiligung bei der Wanderung anderer EVG-Vereine war gut. In Lehnheim belegte man sogar einen zweiten Platz. Abschlußfeier ist am 28. März im Gasthaus Dietz. Wiedergewählt wurden als Vorsitzende bzw. Stellvertreter -bei den Fußball-Senioren Reinhard Mölcher jun. und Klaus Weeke, bei der Tischtennisabteilung Gerhard Ruppel und Bernhard Sauer. - Bei den Jugendfußballern tritt Kurt Scharmann an die Stelle des zurückgetretenen Peter Swoboda. Stellvertreter bleibt Jürgen Schätzle. Bei der Gymnastikabteilung löst Bärbel Erdmann Annita Schmidt ab. Als Stellvertreterin fungiert Sieglinde Mölcher. - Neuer Tischtennisjugendleiter ist Klaus Kratz. Wanderwart bleibt Bernhard Nickel. Geehrt durch den 1. Vorsitzenden Arno Böcher wurden für 15-jährige aktive Mitgliedschaft Dieter Kühn, Klaus Hansel, die beide nicht anwesend waren, sowie die erschienenen Mitglieder Jürgen Maus und Hartmut Erdmann. Sie erhielten neben einer Urkunde auch die Vereinsnadel in Silber. Mehrheitlich zugestimmt wurde einem Antrag des Vorstandes, wonach in Zukunft für jugendliche Mitglieder bis zum sechzehnten Lebensjahr ein geringerer Beitrag erhoben werden soll. Aufgrund der immensen Kosten der Jugendarbeit war dieser Schritt nach Ansicht des Vorsitzenden notwendig. Eine Veränderung erhält ab dem nächsten Jahr auch die Wahlperiode der Spartenleiter, die nunmehr auf drei Jahre, wie die Wahlzeit des geschäftsführenden Vorstandes, verlängert werden soll. Zum Abschluß nannte der Vorsitzende Böcher noch Termine von sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. (Karl-Ernst Lind) |
| 01. März 1986 | Nachwuchs beim Spiel in FrankfurtDie beiden Grünberger Stadtteil-Vereine Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen und FC Weickartshain boten am Samstag (1. März 1986) ihren Nachwuchs-Fußballern im Rahmen der Jugendarbeit einen Besuch des Bundesliga-Spieles "Eintracht" Frankfurt gegen "Borussia" Dortmund. Die Fahrt war für die Jugendlichen ein großes Erlebnis, nicht nur weil die "Eintracht" gewonnen hatte. (Gießener Allgemeine Zeitung) FußballIn der Fußball-Kreisliga B, Gruppe 1, Gießen-Ost konnte der Tabellendritte FC Rüdingshausen nach einem 3:3 gegen den SSV Lardenbach/Klein-Eichen keinen Boden auf die Spitze gutmachen. Rüddingshausen wirkte das ganze Spiel über überlegen, die defensiv eingestellten Gäste aus Lardenbach sicherten sich am Sonntag aber einen wertvollen Punkt. Bei dem 3:3 hat G. Frank alle drei Tore für den SSV geschossen. Weiterhin belegt man den 10. Tabellenrang. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 28. Februar 1986 | StadtverordnetensitzungIn der Stadtverordnetensitzung am Freitag (28. Februar 1986) in Weickartshain legte Bürgermeister Damaschke den neuesten Bericht des Magistrates vor. Wichtigste Punkte: Land und Bund stellen weitere Mittel für die Altstadtsanierung bereit, der Landkreis Gießen gibt noch einmal eine Finanzhilfe für die Wiederaufforstung, in Abstimmung mit dem Arbeitsamt sollen 14 ABM-Stellen geschaffen werden. Unter Personalangelegenheiten wurden in Klein-Eichen Walter Müller und als Stellvertreter Hermann Loob als Wiegemeister bestimmt. In Absprache mit den Ortsbeiräten wurden die Sprechstunden in den Stadtteilen [außer in Klein-Eichen] neu geregelt. In Lardenbach findet die Sprechzeit donnerstags zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt. Es wurde festgestellt, daß die Sprechstunden in den Stadtteilen schwach frequentiert werden. Deshalb wurden die Sprechstunden gestrafft um den Personaleinsatz zu rationalisieren. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 23. Februar 1986 | FußballIm Spiel der Gruppe Ost standen sich am Sonntag (23. Februar 1986) der SSV Lardenbach/Klein-Eichen und der FC Weickartshain in Lardenbach gegenüber. Auf schwer bespielbarem Boden gab der SSV klar den Ton an. Nach 20 Minuten hieß es durch Berg bereits 1:0. Bis zum 2:0 - durch einen Foulelfmeter von D. Frank - ließen die Gastgeber aber einige gute Chancen verstreichen. Nachdem für den FC noch einmal die Querlatte gerettet hatte, verkürzte der Gast noch auf 2:1. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 22. Februar 1986 | Jagdgenossen Stockhausen/Klein-EichenDie Hauptversammlung des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Stockhausen und Klein-Eichen am Samstag (22. Februar 1986) in der Pension Sonnenhof war von allen Jagdgenossen mit Spannung erwartet worden. Grund: Die Neuverpachtung. Dementsprechend hoch war die Zahl der erschienenen Genossen. Viele hatten sich auch von verhinderten Landbesitzern eine Vollmacht zur Abstimmung mitgeben lassen. Gerüchte lagen in der Luft, über eventuelle Interessenten an der Jagd; für Zündstoff war also gesorgt. Jagdvorsteher Karl Bräuning hatte die Versammlung eröffnet. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem Vertreter der Stadt Grünberg Stadtrat Alfred Jochim, dem Vertreter des Hessischen Forstamts in Grünberg, Karlheinz Keitzer, dem Jagdpächter Karl Jüngst sowie Otto Biedenkopf und seiner Nachwuchs-Jagdhorn-Bläsergruppe, die zeigten, daß sie die verschiedenen Jagdsignale schon gut beherrschen. Bräuning berichtete über die Verwendung der Jagdpacht. Ein großer Teil war wieder in die Befestigung von Feldwegen investiert worden. Außerdem hatte man mit Zuschüssen des Kreises, des Jagdpächters und eines Landwirts drei Wildretter angeschafft. Auch im kommenden Jahr soll der Jagdpachterlös wieder für den Feldwegeausbau verwandt werden. Über größere Wildschäden sei ihm nichts bekannt, meinte Bräuning weiter. Nach dem Kassenbericht von Otto Reitz sprach für den Jagdgenossenschaftsausschuß Erich Funk. Er hatte keine Beanstandungen an der Kassenführung von Otto Reitz festgestellt, so daß dem Vorstand Entlastung erteilt wurde. Auch den Ausführungen des Jagdpächters Karl Jüngst war zu entnehmen, daß es nur wenige Wildschäden gab. Was ihm gemeldet wurde, sei zur Zufriedenheit der Betroffenen geregelt worden. Leider sei der Bestand bei Rehen und Hasen stark rückläufig, meinte Jüngst. Ein kapitaler Rehbock sei erst vor kurzem zwischen Stockhausen und Flensungen überfahren worden. Viel Beachtung und Unterstützung fand ein Beitrag von Karlheinz Keitzer, der sich kritisch mit dem neuen Typ von Jagdpächtern auseinander setzte. Gehetzte und gestreßte Manager, die oft nur auf einen maximalen Abschuß bedacht wären, würden die Reviere schädigen. Deshalb seien die Vertreter der Forstämter dazu angehalten, Jagdpächter zu unterstützen, die sich bewährt hätten, die in ihren Revieren auch hegen und pflegen würden. An die Adresse der Jagdgenossen gerichtet, meinte er, daß man bei der Verpachtung sich nicht dazu verleiten lassen sollte, nur nach einer hohen Einnahme zu blicken. Das machte sich nicht bezahlt. Er werde, wenn die seitherigen Jagdpächter ein solides Angebot machen würden, dafür stimmen, daß sie die Pacht behalten. Dieser Meinung schloß sich auch Stadtrat Alfred Jochim an. Auch die Vertreter der Stadt seien angehalten, die bewährten Jagdpächter zu unterstützen. Außerdem sehe er sich in seinem Vorschlag vom Vorjahr bestätigt, daß die seitherigen Pächter vor den Augen der Versammlung ein schriftliches Angebot vorlegen, über das man dann befinden müsse. Damit seien alle Eventualitäten ausgeschlossen. Jagdvorsteher Bräuning gab einen kurzen Rückblick auf die zurückliegende Verpachtungsperiode bevor er dann die an der Neupachtung interessierten Karl Jüngst und Helmut Nickel um die Abgabe eines Angebotes bat. Die Offerte fand sofort allgemeine Zustimmung, lag doch der neue Preis höher als der seitherige. Lediglich Otto Reitz meinte, daß man auch einmal auf die Nachbargemeinden schauen müsse. Dort würden teilweise noch viel höhere Pachtpreise gezahlt. Wenn die Jagdpächter bereit wären jetzt mehr zu geben, könne man sie ja vielleicht noch weiter nach oben drücken. Diese Meinung fand keinen Anklang bei den Jagdgenossen. Nach einer kurzen Diskussion ließ Bräuning dann abstimmen und die Jagdgenossen votierten einstimmig für das Angebot von Jüngst und Nickel. Beide bedankten sich bei der Versammlung für das Vertrauen und brachten ihre Wünsche auf gute Zusammenarbeit aus, denen sich auch Jagdvorsteher Bräuning anschloß. Jagdvorstand, Pächter und Landwirte, die Wildretter benutzt hatten, forderten ihre Kollegen auf, beim Heuschnitt nicht auf dieses Gerät zu verzichten. Bei von den Jagdpächtern gestifteten Getränken und einem herzhaften Essen blieb man, nachdem Bräuning die Versammlung geschlossen hatte, noch einige Zeit in froher Runde zusammen. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 18. Februar 1986 | Ortsbeiratssitzung am 18. Februar 1986Zur Sitzung des Klein-Eichener Ortsbeirats am Dienstag in der Gaststätte Bingel fehlte lediglich Walter Müller. Anwesend waren Manfred Daniel, Herbert Kühn, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel und Ottmar Behrendt. Der Entwurf des Haushaltsplans 1986 lag dem Gremium zur Stellungnahme vor. Die gewünschte Renovierung der Brücke über den Grenzgraben wurde verschoben. Auch die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze für die Feuerwehr ist erst für das kommende Jahr vorgesehen. Eine Überprüfung durch die Brandversicherungskammer hatte ergeben, dass die vorhandene Motorspritze die geforderte Leistung nicht mehr erbringt. Trotz dieser Änderungen stimmte der Ortsbeirat dem Haushaltsplan einstimmig zu, verbunden mit der Erwartung, dass die vorgesehenen Maßnahmen im Laufe des Jahres 1986 umgesetzt werden. Das für die Erweiterung des Friedhofs benötigte Grundstück wird vom Eigentümer zum angebotenen Kaufpreis nicht veräußert. Um dennoch zu einer Lösung zu gelangen, soll ein Ortstermin mit der Stadtverwaltung, dem Grundstücksbesitzer und dem Ortsbeirat stattfinden. Der ebenfalls anwesende Stadtrat Alfred Jochim wurde vom Ortsbeirat darauf hingewiesen, dass die zugesagte Reparatur der Gehwege bislang nicht erfolgt ist. Auch der schmale Zufahrtsweg zum Kahlsberg bedarf einer Sanierung. Gegen 21.45 Uhr schloss Ortsvorsteher Manfred Daniel die Sitzung. (nach Protokoll) |
| 15. Februar 1986 | Hauptversammlung Feuerwehr Klein-EichenHauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen 1986 tadtbrandinspektor Ernst Ludwig Ide sowie Ortsvorsteher Manfred Daniel. Die Tagesordnung umfasste sechs Punkte. Den Bericht der Jugendabteilung trug Andreas Biedenkopf vor. Die Jugendfeuerwehr hatte an mehreren Wettkämpfen teilgenommen, Einsätze unterstützt und verschiedene Feuerwehrfeste besucht. Den Kassenbericht präsentierte Erhard Heaske. Der Kassenbestand betrug zum Jahresende 1.279,71 DM. Kassenprüfer Michael Roth beantragte die Entlastung des Rechners und des gesamten Vorstandes, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. Zu neuen Kassenprüfern wurden Helmut Zimmer und Frank Hollederer gewählt. Gruppenleiter Andreas Biedenkopf informierte über anstehende Fortbildungen und Veranstaltungen. Die Wehr plant die Teilnahme an Wettkämpfen in Eichen, Roßdorf und Lardenbach. Wehrführer Erwin Kühn empfahl zudem den Besuch des Kameradschaftsabends in Stangenrod. Auf dem Feuerwehrfest in Rüddingshausen wird in diesem Jahr der Kreisverbandstag ausgerichtet. Eine ausführliche Diskussion entwickelte sich über die mögliche Zusammenlegung von Feuerwehrübungen und Lehrgängen mit der Lardenbacher Wehr. (nach Protokoll)
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| 14. Februar 1986 | Holzstrich LardenbachDer einzige „offizielle Feiertag“ der Lardenbacher Männer fand auch in diesem Jahr wieder im örtlichen Fortwald statt: die traditionelle Holzversteigerung am Samstag, dem 14. Februar 1986. Wie gewohnt wurden dabei mehrere Festmeter Brennholz an interessierte Bieter gebracht. Unter der Leitung von Forstoberinspektor Karlheinz Keitzer vom Forstamt Grünberg standen insgesamt fünfzig Raummeter Buchenholz zur Auktion bereit. Eröffnet wurde die „Männerbräut“ von Ortsvorsteher Heinz Schwanke. Auch Bürgermeister Siegbert Damaschke ließ es sich nicht nehmen, dem „Holzstrich“ beizuwohnen. Nach einer ersten Schnapsrunde, die erfahrungsgemäß die Gebote etwas in die Höhe treibt, begann vor jedem Holzstoß die Versteigerung. Im Anschluss ging es am Lagerfeuer in gewohnt harmonischer und fröhlicher Runde weiter. Der Wirt sorgte für die nötige Verpflegung, und im Laufe des Nachmittags stellte sich die gemütliche Stimmung wie von selbst ein. Erst in den Abendstunden klang dieser traditionelle Männertag ohne weibliche Begleitung langsam aus. (Karl-Ernst Lind) |
| 11. Februar 1986 | Umzug der Freienseener FröscheBei strahlendem Sonnenschein und eisiger Kälte schlängelte sich am Faschingsdienstag (11. Februar 1986) der Umzug durch die Gassen Freienseens. Links und rechts säumten die Zuschauer aus nah und fern die Straßen. Zu sehen waren über 20 verschiedene Motive. Per Pedes waren Indianer, Pinguine und Ferkel, ein Strohmann und für alle Fälle ein Handkarren für die erste Narrenhilfe unterwegs. Mit viel Mühe wurden wohl die Wagen hergestellt: eine Geburtsstation, Weinfass mit Glykol, Holzfäller-Häuschen, Nähstudio, Dorf-Scheriff, Theatergruppe um nur einiges zu nennen. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass sich die Klein-Eichener am Umzug beteiligen. Es ist bewunderswert, was die Frösche alles so auf die Beine stellen. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 04. Februar 1986 | Empfang für Karl AnschützKarl Anschütz, von 1948 an nahezu 25 Jahre Grünberger Stadtoberhaupt, feierte vorgestern abend (4. Februar 1986) in großer Gratulantenkulisse im Sitzungssaal des Rathauses - auf Einladung der Stadt - in alter Frische seinen 80. Geburtstag. Und viele, die in irgendeiner Form seine Amtszeit begleiteten, waren gekommen: die Bürgermeister der damals noch selbständigen Dörfer, die ehemaligen Schulleiter, die Vertreter von Handel, Handwerk, Industrie, der Zweckverband des ehemaligen Mittelpunktschulverbandes und andere. Die größte Aufgabe stellte sich Bürgermeister Anschütz, so die Laudatio, mit dem Gemeindezusammenschluß. Das gesteckte Ziel, die 18 Gemeinden des Mittelpunktschulverbandes zusammenzuschließen, wurde nicht ganz erreicht. Es blieb bei 14 Gemeinden. Inzwischen (1986) besteht die Großgemeinde 15 Jahre. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 29. Januar 1986 | Dekanatssynode GrünbergDie neue Amtsperiode der im vergangenen Jahre gewählten Kirchenvorstände begann am 1. September 1985. Dieser Tage trafen sich die von den Kirchengemeinden gewählten neuen Synodalen des Dekanates Grünberg zur ersten Sitzung im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Lauter. Die konstituierende Sitzung stand vorwiegend im Zeichen der zahlreichen Neuwahlen. In einem Rückblick auf die abgelaufene und einem Ausblick auf die kommende Amtsperiode stellte Dekan Kammer fest, dass erstmals seit seiner 14-jährigen Amtszeit alle Pfarrstellen im Dekanat Grünberg besetzt sind. Auf dem baulichen Sektor wurden in der vergangenen Amtsperiode eine Reihe von Projekten in Angriff genommen und abgeschlossen: Unter anderem die Versetzung des altehrwürdigen Fachwerkkirchleins von Bernsfeld nach Ilsdorf, die Restaurierung der Fachwerkkirche in Lardenbach und der Erwerb der ehemaligen Schule in Weickartshain. In den Dekanatssynodalvorstand wurden u. a. gewählt: Als Stellvertreter des Vorsitzenden Friedrich Steinmüller (Grünberg), Vertreter des Dekans ist wiederum Pfarrer Ernst Pless (Merlau). Dem Vorstand gehören außerdem an Pfarrer Mankel (Sellnrod) und Gisela Langohr (Lardenbach). (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 25. Januar 1986 | FaschingsveranstaltungHochstimmung herrschte bei der Faschingsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach am 25. Januar 1985. Zu Beginn des Abends begrüßte der 1. Vorsitzende Helmut Felsing ein voll besetztes Haus im Saal der Gastwirtschaft Diehl, darunter auch Bürgermeister Damaschke. Für den Ablauf des Programms zeichnete erneut das „Lardenbacher Dreirädchen“ verantwortlich, das in diesem Jahr aus Hans Mölcher, Bernd Kratz und Herbert Rühl bestand. Bereits der erste Büttenvortrag von Artur und Anja Kratz, die als „Altes Verlobungspaar“ auftraten, brachte die Lachmuskeln des närrischen Publikums in Bewegung. Es folgte die schon traditionelle „Dorfchronik“, vorgetragen von Heinz Schwanke, Eduard Schmidt und Karl-Heinz Hollederer, bei der wieder so mancher Dorfbewohner humorvoll „auf die Schippe“ genommen wurde. Nach dem Vortrag von Karl-Ernst Lind, der als begeisterter „Fan“ des Damenfußballs auftrat, zeigte die Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen ihren Tanz „Karneval in Rio“. Die von Annita Schmidt einstudierte Darbietung begeisterte das Publikum so sehr, dass eine Zugabe gefordert wurde. Zwei weitere Büttenreden – Lilo Müller als „Ehefrau“, die sich mit dem Auto ihres Mannes vergleicht, sowie Rudi Hassinger als „Bauer Knolle“ – ließen die Stimmung weiter steigen. Anschließend klagten Hans Mölcher als „Spanienurlauber“ und Karlheinz Erdmann als „Fußball-Schiedsrichter“ dem mitgehenden Publikum humorvoll ihr Leid. Einen musikalischen Höhepunkt boten die „Jungen Singers“ (Michael Roth, Stefan Rühl, Stefan Hassinger, Frank Hollederer, Kai Kratz und Dirk Kratz), die von einer Fahrt einiger Fußballfans nach Frankfurt berichteten. Ein besonderes schauspielerisches Glanzstück lieferten Annita und Eduard Schmidt mit ihrer oberhessischen Version von „Dinner for One“, dargestellt als Geburtstagsfeier – eine Einlage, die beim Publikum großen Anklang fand. Wie alle Aktiven erhielten auch diese beiden den Lardenbacher Karnevalsorden, ebenso der hervorragende Tonmischer Jürgen Maus. Mit dem gemeinsamen „Nordseeküste“-Finale, bei dem alle Mitwirkenden noch einmal auf der Bühne erschienen, endete eine Faschingssitzung, die ihrem Motto „Schee war’s“ in jeder Hinsicht gerecht wurde. (nach Karl-Ernst Lind) |
| 19. Januar 1986 | Wieder SturmNoch sitzt den Bewohnern und besonders den Geschädigten der Orkan vom November 1984 in den Knochen, da tobten am Sonntagabend (19. Januar 1986) erneut Windböen mit 110 Stundenkilometern über die Gegend. Allein in den Wäldern des Solms-Laubach'schen Forstamtes waren es 20 000 Festmeter und im Bereich des Grünberger Staatswaldes und Stadtwaldes fegten die Böen neuerlich ca. 15 000 Festmeter um. Zahlreiche Straßen waren länger oder kurzfristig gesperrt. Das Straßenbauamt, Forstbeamte, Waldarbeiter und Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Strecken wieder frei zu machen. Hauptgeschädigte sind die Wälder von Grünberg selbst und von Reinhardshain, Lauter, Weickartshain und Laubach. (Grünberger Heimat Zeitung / Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 11. Januar 1986 | Hauptversammlung MännergesangvereinMit einem Nachruf auf die verstorbenen Mitglieder Günter Zimmer, Willi Albrecht und Ernst Felsing eröffnete der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke am Samstag (11. Januar 1986) die Hauptversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. In seinem Jahresbericht ging Schwanke auf das arbeitsreiche Jahr ein, in dem neben den vierundvierzig Singstunden noch bei einundzwanzig weiteren Anlässen aufgetreten wurde. Hierbei sind besonders das Singen beim Hasenpflug'schen Chortreffen, das Kritiksingen in Londorf, das Pokalsingen in Grünberg, das Freundschaftssingen in Queckborn, das Seenbachtaltreffen und das Singen bei der Einweihung der Lardenbacher Kirche zu nennen. Als Höhepunkt des Jahres dürften jedoch die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des etwa mit dreißig aktiven Sängern starken Vereins angesehen werden. Heinz Schwanke dankte im Vereinsnamen allen Helfern, die zum Gelingen dieses Jubiläums beitrugen. Dank zollte er auch dem anwesenden und nun schon seit über zehn Jahren für den Verein tätigen Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen) für dennen Chorarbeit. Wie der Vereinsvorsitzender weiter ausführte, hat der Männergesangverein anläßlich seines Jubiläums vom Bundespräsidentent die Zelterplakette verliehen bekommen. Gut angekommen sei auch ein Altennachmittag, der aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Jahre 1986 wieder durchgeführt werden soll. Nach dem Verlesen des Kassenberichtes durch den Rechner Karl Heinz Hollederer, dem Bericht der Kassenprüfer Helmut Felsing und Ernst Kratz und der Wahl von Ernst Paha und Arno Böcher zu neuen Kassenprüfern, ging Vorsitzender Schwanke auf die Vorhaben des laufenden Jahres ein. So stehen ein Kritiksingen in Nieder-Ofleiden, sowie Besuche bei den Sängerfesten in Münster, Stangenrod und Hattenrod an. Festgelegt wurde bereits die nächste Hauptversammlung. Für ihren regelmäßigen Singstundenbesuch wurden die Aktiven Karl Ruppel, Karl Krämer und Heinrich Frank mit einem Geschenk bedacht. Einen breiten Raum nahm die Frage der Nachwuchsarbeit ein. Hier forderte Schwanke alle Mitglieder auf die Zahl der Aktiven durch eine gezielte Werbung zu erhöhen. Auch müsse die Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit verbessert werden. Nur so sei sichergestellt, daß der Verein nicht in einigen Jahren zum Auflösen verurteilt ist. Umrahmt wurde diese harmonisch verlaufende Generalversammlung durch Darbietungen des Chores. Die Sänger erfreuten die anwesenden passiven Mitglieder mit den Chören "Ich bete an die Macht der Liebe", "Schifferlied", "Was glänze der Frühling", "Untreue", "Mala Moja", "Laßt uns wandern" und "Aus der Traube in die Tonne". (Karl-Ernst Lind) |
| 04. Januar 1986 | Feuerwehr LardenbachZur Hauptversammlung des Vereins, sowie der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach am vergangenen Samstag (4. Januar 1986) im Gasthaus Dietz begrüßten Vorsitzender Helmut Felsing und Wehrführer Artur Kratz neben den zahlreich erschienenen aktiven und passiven Mitgliedern auch den Grünberger Stadtbrandinspektor Ernst-Ludwig Ide Aus dem vom Wehrführer vorgetragenen Tätigkeitsbericht ging hervor, daß kein Einsatz zu verzeichnen war. Kassenwart Herbert Rühl verlas den Kassenbericht und der Vorstand wurde entlastet. Neue Kassenprüfer wurden Bruno Trapp und Reiner Roth. Für 25jährige Vereinszugehörigkeit wurden vom Vorsitzenden Helmut Felsing und vom Wehrführer Artur Kratz die Wehrmänner Leo Müller, Reinhard Mölcher jun., Herbert Rühl und Otto Schmidt geehrt. Zum Löschmeister befördert wurde Karl-Ernst Lind.
FC WeickartshainIn der Jahreshauptversammlung des Fußball-Clubs am Samstag (4. Januar 1986) im Dorfgemeinschaftshaus Weickartshain stellte FC-Vorsitzender Lothar Döhler fest, daß sich die Jugend-Spielgemeinschaft mit dem SSV Lardenbach/Klein-Eichen bewährt habe. (Grünberger Heimat Zeitung / Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 01. Januar 1986 | SternsingerDie Kinder der Bastelgruppe St. Anna sind seit Mittwoch (1. Januar 1986) mit ihrer Leiterin Christel Schultheiß in Seenbrücke, Weickartshain, Lardenbach, Klein-Eichen und Stockhausen für eine gute Sache unterwegs. Als Sternsinger ziehen sie von Haus zu Haus um Kindern, die in Not sind, zu helfen. Wie Christel Schultheiß sagte, wurde die Aktion "Sternsinger 1986" bisher zu einem großen Erfolg. Die Kinder würden überaus herzlich von den Menschen aufgenommen. Man spricht miteinander, die Leute informieren sich über den Sinn der Aktion und sind oft überrascht, wie mit dem gespendeten Geld die Not von Kindern gelindert werden kann. (Grünberger Heimat Zeitung / Gießener Allgemeine Zeitung) |