Absatzveranstaltung 1966Der sehr gute Besuch der Absatzveranstaltung der Niederungsviehzüchter in der „Hessenhalle“ war mitbestimmend für den guten Verlauf. Es waren je 20 Bullen des schwarzbunten und des rotbunten Rindes angekört worden. Die rotbunten Bullen waren besser herausgebracht und ausgeglichener. Je sieben Bullen kamen in die II- und in die IIb-Zuchtwertklasse. Die drei ersten Bullen der Zuchtwertklasse IIb waren von Herh. Bischoff (Rainrod/Büdingen), Wilhelm Schiffner (Leihgestern) und von Albert Müller (Klein-Eichen).
Jahresversammlung der Spar- und Darlehnskasse 1966Am Freitagabend (25. März 1966) hielt die Spar- und Darlehnskasse Lardenbach eGmbH ihre Hauptversammlung ab. Der Außenstellenleiter der bäuerlichen Hauptgenossenschaften Fritz (Gießen) wartete mit einem Referat über Düngemittel- und Futtermitteleinkauf und -verwertung auf. Dass er auf fruchtbaren Boden stieß, bewies die anschließende lebhafte Diskussion. Fritz las für den erkälteten Rechner Wilhelm Schmidt den Geschäftsbericht vor. Demnach beträgt der Jahresumsatz 2,325 Millionen DM. Außer dem Geld- und Warenverkehr hat die Genossenschaft noch die gemeinschaftliche Maschinenbenutzung. Hier ist es vor allem die moderne Kartoffel-Dämpfkolonne, die im Herbst von Hof zu Hof zieht. In der Genossenschaft selbst sind dann noch eine Saatgutreinigung und eine moderne Wäscheanlage mit drei großen Waschkesseln, zwei Schleudern und einer 2,00 Meter breiten Heißmangel. Diese Wäscheanlage ist ganz auf die ländliche Benutzung abgestimmt und alle Maschinen werden mit Holz oder Brikett befeuert. Die Wäscherei wird nicht nur von den hiesigen Frauen sehr gerne benutzt, sondern auch von vielen Auswärtigen. Wilhelm Schmidt, der seitherige Rechner, hat aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt eingereicht. Seit der Gründung im Jahre 1920 blieb die damalige „Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft“ bis heute im gleichen Haus. Erster Rechner war damals sein Vater Christian Schmidt. Wilhelm Schmidt wuchs somit gleich in die neue Arbeit hinein und übernahm bald den Posten des Rechners. Später wurde die Genossenschaft in „Spar- und Darlehnskasse eGmbH Lardenbach“ umbenannt. Sie umfasst die vier Orte Lardenbach, Klein-Eichen, Freienseen und Ilsdorf und hatte schon über 200 Mitglieder. Heute sind es 163 eingetragene Mitglieder. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Schließung vieler landwirtschaftlicher Betriebe zurückzuführen. Bei der anschließenden Wahl wurde Ernst Lind (Lardenbach) zum neuen Rechner bestellt. Er wird am 15. April diesen Posten einnehmen und von dem seitherigen Rechner W. Schmidt unterstützt werden. Der Vorstand wurde wiedergewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Albert Müller (Klein-Eichen), 2. Vorsitzender Robert Metzger (Lardenbach), August Jung (Freienseen) und Rechner Wilhelm Schmidt. (z/Grünberger Heimat Zeitung)
Junger Diakon neu vor Ort 1966Der Dekanatsbezirk Grünberg hat zurzeit zwei vakante Pfarrstellen: Groß-Eichen und Sellnrod. Da der Beruf eines Pfarrers heute zu den Mangelberufen zählt, kann die Stelle zunächst nicht mit einem voll ausgebildeten Pfarrer besetzt werden. Der noch in der Ausbildung befindliche Diakon Horst Vangerow wird ab sofort in den Gemeinden Groß-Eichen, Klein-Eichen, Sellnrod und Altenhain Gottesdienst halten, Religionsunterricht erteilen und sich in der allgemeinen Jugendbetreuung einsetzen. Die Betreuung der verwaisten Pfarrstellen ist für den jungen Diakon die zweite Station im evangelischen Kirchendienst. (Grünberger Heimat Zeitung, 31. März 1966)
Rattenplage in der Eisenkaute 1966Nachdem Weickartshain das Seenbachtal im vorjährigen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ so würdevoll vertrat, hat die Gemeindevertretung beschlossen, auch am diesjährigen Wettbewerb teilzunehmen. Einige Maßnahmen, z. B. Verschönerung des Kirchenvorplatzes, sind bereits in der Planung angelaufen. Außerdem ist Weickartshain nun dem Hessischen Fremdenverkehrsverband beigetreten. Etwa 25 Betten sind bis jetzt bereitgestellt worden. Um die Erholungssuchenden wegen der vorhandenen Rattenplage in der idyllischen Eisenkaute nicht wieder zu vertreiben, soll dieses Ungeziefer nun radikal bekämpft werden. Die Gemeindevertretung konnte für diese Aktion eine Pioniereinheit der Bundeswehr gewinnen. Am morgigen Freitag (1. April 1966), gegen 13 Uhr, erscheinen die Pioniere mit zwei Flammenwerfern, um die Ratten restlos zu vernichten. Anschließend sollen auf dem Teich Schlauchboot-Manöver durchgeführt werden. Für die Badelustigen und auch die Spaziergänger dürfte somit der Anblick plötzlich auftauchender Ratten erspart bleiben. (r/Grünberger Heimat Zeitung)
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Albert Müller, Klein-Eichen |
Wilhelm Schmidt, Lardenbach |
Ernst Lind, Lardenbach |