1910

Ortslageplan

Bei der Suche nach Informationen über Klein-Eichen aus vergangenen Tagen fand sich im Grünberger Rathaus dieser alte Plan über die Ortslage des Dorfes. Die Zeichnung wurde etwa um das Jahr 1910 erstellt, um die neue Wasserversorgung für Klein-Eichen und Lardenbach zu planen. Bekanntlich wurde 1911 der Hochbehälter auf dem Galgenberg erbaut, und seit dieser Zeit fließt das Wasser von dem Brunnen bei Wohnfeld bis auf den Galgenberg und dann ins Leitungsnetz der zwei Dörfer.

In der Karte ist nun die Verzweigung der Wasserleitungen entlang des Straßenverlaufes zu sehen. Interessanter ist allerdings nachzuverfolgen welche Gebäude zu erkennen sind. Dabei sind die Wohnhäuser in roter Farbe und die Wirtschaftsgebäude in brauner Farbe dargestellt. Wenn man genau guckt, erkennt man die 32 Wohnhäuser die damals im Dorf standen. An der "Whet" steht schon das Feuerwehrgerätehaus, und an der Kreuzung im "Hinterdorf", das Bauwerk an der Straße wo heute die Kastanie bei Gerbigs Haus steht, ist das Leiterhaus der Feuerwehr zu sehen.

Auffallend sind auch die kleinen Parzellen der Gärten, Wiesen und Äcker rund ums Dorf. Die Feldwege und die Aufteilung der Flurstücke wie wir sie heute haben, entstanden erst mit der Feldbereinigung um das Jahr 1950.
Im Jahre 1910 hatte Klein-Eichen 174 Einwohner. In Lardenbach wohnten mit 356 mehr als doppelt soviele Einwohner. Beide Dörfer gehörten damals dem Kreis Schotten an.

Fotos

 
1910

Das Jahr 1910

Der Grünberger Anzeiger erinnert am 4. Januar 1910 daran, dass vor vierzig Jahren die oberhessischen Bahnlinien eröffnet wurden. Die Linie nach Fulda wurde zuerst nur bis Grünberg, die Linie nach Gelnhausen zuerst nur bis Hungen eröffnet. Beide Linien sind für den Aufschwung der Provinz Oberhessen und besonders der Stadt Gießen von höchster Bedeutung geworden. Im Laufe der letzten 15 Jahre wurden zwischen beiden Linien drei Verbindungsstrecken erbaut, zuerst die Linie Mücke-Laubach-Hungen, dann die Vogelsbergbahn Lauterbach-Grebenhain-Gedern-Stockheim und im abgelaufenen Jahre die Strecke Lich-Grünberg.

Schon seit einiger Zeit war das Gruppenwasserleitungsprojekt der Orte Groß-Eichen, Sellnrod, Lardenbach, Klein-Eichen und Weickartshain, durch den energischen Widerstand der beiden erstgenannten Orte gegen eine solche Gruppenversorgung veranlaßt, als gescheitert zu betrachten. Groß-Eichen und Sellnrod wollen nun eine gemeinsame Leitung erbauen, wozu die Quellschürfungs- und fassungsarbeiten schon ausgeschrieben sind.
Aber auch für die drei anderen Orte hat die Gr. Kulturinspektion Gießen den Plan für eine Gruppenversorgung ausgearbeitet und gestern (19. Januar 1910) in einer gemeinschaftlichen Sitzung mit den Ortsvorständen Lardenbachs und Klein-Eichens denselben vorgetragen. Man war mit der Ausarbeitung dieses Planes einverstanden. Wenn nun auch die Gemeinde Weickartshain in der demnächst stattfindenden Sitzung mit der Kulturinspektion ihre Einwilligung gibt, was allgemein erwartet wird, so wird wohl bald der Wunsch vieler nach einer Wasserleitung seiner Verwirklichung entgegengehen. Die zu dieser Gruppe vorgesehenen Quellen liegen in der Nähe einer Mühle zwischen Wohnfeld und Schmitten.

Zu Ehren des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers haben die Kriegervereine Lardenbach und Klein-Eichen eine größere Festlichkeit in der Form eines gemeinschaftlichen Familienabends auf Sonntag, den 30. ds. Mts., abends 7 Uhr beginnend, in dem Saal der Diehl'schen Gastwirtschaft geplant. Es werden verschiedene Prologe, Deklamationen, Festspiele und Liedvorträge durch die hiesigen Schüler unter Leitung des Lehrers Schmidt zur Aufführung gebracht. Auch wird unser Herr Pfarrer Weinberger einen interessanten Vortrag über Lardenbachs früheste Vergangenheit und Entwicklung bis heute halten.

Am letzten Freitag Abend (28. Januar 1910) wurde in der Diehl'schen Gastwirtschaft die Fischerei der Seenbach in hiesiger Gemarkung auf weitere 12 Jahre verpachtet. Es wurde gegen früher ein sehr hoher Preis erzielt. Das eine Stück, von der Grenze Freienseen bis zur Seenbrücke, erhielt ein Konsortium von hier für 18 Mark und bei dem anderen Stück, von der Grenze Stockhausen bis zu vorgenannter Brücke, blieb der frühere Pächter, Herr Betriebsführer Zeiler von Stockhausen, mit 39 Mark Höchstbietender. Zusammen wurde also ein Preis von 57 Mark erziehlt, gegen 15 Mark früherer Pacht. Zu bedauern ist nur, daß der früher gute Fischbestand durch trübe Abwässer zurückgegangen ist.

Die beiden Kriegervereine Lardenbach und Klein-Eichen feierten gestern Abend (30. Januar 1910) im Diehl'schen Saale den Geburtstag Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Es war eine Feier, wie sie wohl noch niemlas in unserer Gemeinde gesehen worden ist. Der hiesige Lehrer, Herr Schmidt, hatte ein Programm entworfen, das einen jeden Teilnehmer voll und ganz befriedigte. Einige Schüler und Schülerinnen leiteten die Feierlichkeit durch Vortragen von Prologen ein.
Nachdem dann der vierstimmige Chor: "Dem Kaiser tönt mein Lied" verklungen war, trugen sechs kleinere Knaben, mit Fähnchen und Schärpen in den deutschen Landesfarben geschmückt, einen längeren Dialog sehr schön und wirksam vor. Herr Lehrer Schmidt hielt dann eine von patriotischem Geiste durchwehte und von Herzen kommende Ansprache, in welcher er in beredten Worten einen kurzen Rückblick auf den Lebensgang unseres erhabenen Kaisers warf und zum Schluß die Glückwünsche in den Worten zum Ausdruck brachte, Treue, Liebe und Anhänglichkeit seines Volkes möge unserm Kaiser der schönste Dank für sein so rastloses Streben und Mühen in der Friedensarbeit sein und bleiben.
Das darauf durch die Schüler aufgeführte Festspiel: "Schmückung der Kaiserbüste", war ergreifend und das daran sich anschließende lebende Bild, in welchem besonders der Wintersmann durch seine trefflich gelungene Gestalt auffiel, entzückte alle Zuschauer.
Herr Pfarrer Weinberger hielt sodann einen längeren, beifällig aufgenommenen Vortrag über Lardenbachs erste Anfänge und Vergangenheit, soweit diese sich aus den vorhandenen Urkunden nachweisen ließen. Hierin schilderte er auch besonders die Zustände aus der Zeit des 30jährigen Krieges. Sein Hoch galt dem engeren Vaterland. Den Schluß bildete das in allen Stücken vorzüglich gelungene Festspiel der Kinder, worin die Germania ihre Bundesstaaten empfing. Großartig und erhebend war dieser Vortrag und als Glanzleistung der Kinder anzusehen. Besonders schön dargestellt war die Germania durch die Tochter des Herrn Pfarrer Weinberger.
Die Zwischenpausen füllten treffliche vaterländische Gesänge der Schüler aus. Zum Schlusse wurden die Kinder zum Lohn für ihre große Mühe mit Brezeln bedacht und dem Leiter des Ganzen, Herrn Lehrer Schmidt, der wärmste Dank dargebracht. Der Wunsch, solche Familienabende noch öfters zu feiern, wurde allenthalben geäußert.

Im Walde, unweit Stockhausen, wurde Anfang Februar, wie die Zeitung berichtete, ein alter Mann, namens Dörr aus Flensungen, erfroren aufgefunden.

Die Musterung und Losziehung der Militärpflichtigen für das Jahr 1910 findet statt: Zu Lich in der Turnhalle ... Zu Grünberg im Hotel "Zum Hirsch" ... Zu Homberg a. d. Ohm im Rathaussaal ... Zu Alsfeld in dem Weinhaussaal ... Zu Laubach im Gasthaus von Otto Desch am Mittwoch den 6. April vormittags 9 Uhr Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Altenhain, Freienseen, Gonterskirchen, Groß-Eichen, Solms-Ilsdorf, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg, Schmitten, Sellnrod und Wetterfeld.

Am zweiten Osterfeiertage (28. März 1910) gibt es eine Tanzbelustigung bei Konrad Diehl in Lardenbach.

Die Frühjahrs-Kontrollversammlungen finden statt: ... Zu Freienseen am Alluh am 25. April nachmittags 2 Uhr für die Gemeinden: Altenhain, Schmitten, Sellnrod, Freienseen, Groß-Eichen mit der Krummetsmühle, Klein-Eichen, Ilsdorf (Solms), Lardenbach und Wohnfeld. - Es haben ohne weiteren Befehl zu erscheinen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und der Landwehr. 2. Die Mannschaften der Reserve und Landwehr. 3. Die ... entlassenen Mannschaften. 4. Die Ersatzreservisten. - Jeder Kontrollpflictige hat zu dem Appell zu erscheinen. Die Militärpässe sind mitzubringen. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher wegzulegen. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnisse der Kontrollversammlung bestraft.

Bedauernswert ist die Familie Högy aus Klein-Eichen, deren dreijähriges Kind am Montag (25. April 1910) in einem unbewachten Augenblick in ein Gefäß mit kochendem Wasser fiel, und an den schrecklichen Verbrühungen verstorben ist. (Der kleine Junge Otto war das vierte Kind von Wilhelm Högy und dessen Frau Maria, geb. Lein. Er war damit ein älterer Bruder von "Högys Otto".)

Im Mai gibt der Grünberger Anzeiger bekannt, dass die diesjährige Revision der Maße und Gewichte von der zweiten Hälfte des August ds. Js. ab stattfindet. Und zwar für die Orte: Altenhain, Bobenhausen, Feldkrücken, Freienseen, Groß-Eichen, Helpershain, Höckersdorf, Klein-Eichen, Köddingen, Kölzenhain, Lardenbach, Meiches, Ober-Seibertenrod, Rebgeshain, Schmitten, Sellnrod, Solms-Ilsdorf, Stumpertenrod, Ulrichstein, Unter-Seibertenrod und Waldgemarkung Laubach. Die näheren Bestimmungen über das Eichverfahren sind bei den betreffenden Bürgermeisereien zu ersehen.

Bei der heute Mittag (29. Juli 1910) in Lardenbach stattgefundenen Gemeinderatswahl wurden die seitherigen Mitglieder Konrad Ruppel und Heinrich Buß wieder- und Heinrich Keller VII. neugewählt. Die Beteiligung an der Wahl war ziemlich gering, da von 78 Wahlberechtigten (nur Männer) nur 35 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Die Kandidatenliste war dagegen umso reichhaltiger, es standen nicht weniger als 18 darauf.

Bei der gestern mittag (3. August 1910) in Klein-Eichen stattgefundenen Gemeinderatswahl wurden die seitherigen Mitglieder: Landwirt Wilhelm Zimmer (Schusters-Haus), Landwirt Heinrich Eckhardt (Kühns-Haus) und Spezereihändler Karl Mölcher (Döhlers-Haus) mit Majorität wiedergewählt. Wegen des guten Wetters, das sehr viele aufs Feld trieb, war die Wahlbeteiligung ziemlich gering.

Am Sonntag den 7. August hält der Krieger-Verein Lardenbach ein Preisscheibenschießen ab. Und am Sonntag den 14. August hält der Kriegerverein Klein-Eichen ebenfalls ein Scheibenschießen (auf der Bachwiese) ab. Und am Sonntag den 21. August folgt wieder ein Preisscheibenschießen des Krieger-Verein Lardenbach.

Gestern (21. August 1910) und am 7. August hielt der hiesige Kriegerverein sein diesjähriges Preisschießen ab. Das gute Wetter an beiden Tagen lockte viele herbei, sodaß die Beteiligung eine gute war. Am ersten Tage gab es Geldpreise, während gestern als Preise nützliche Gegenstände verteilt wurden. Erste Preise erhielten Heinrich Horst IV. von Klein-Eichen und Forstwart Knöß von Lardenbach. Ehrenscheiben fielen an Heinrich Mölcher XI. von Lardenbach und Christian Hof(f)mann von Klein-Eichen.

Der Grünberger Anzeiger gibt bekannt, dass Einquartierungen in vielen Vogelsbergern Dörfern bevorstehen. So auch in Klein-Eichen vom 2. bis 6. September (2 Off.,33 Mann,20 Pferde), am 10. und 11. September (3 Off., 99 Mann, 1 Pferd), am 13. September (240 Mann, 120 Pferde) und am 14. u. 15. September (3 Off., 133 Mann, 1 Pferd).

Am Mittwoch und gestern (30. September 1910) fanden die Apfelversteigerungen an den Kreisstraßen Kreuz-Wetterfeld-Laubach-Freienseen-Flensungen statt. Es wurden trotz der großen Menge des Obstes sehr hohe Preise erziehlt. Die Obsthändler und Apfelweinproduzenten haben die Preise sehr in die Höhe getrieben. Die Qualität des Obstes war fast durchweg eine sehr gute.

Die Zeitung veröffentlichte am 6. Oktober 1910 folgende Erklärung: "Die von mir am 21. September lfd. Js. in der Wirtschaft von Diehl in Lardenbach gegen Christian Siegfried in Laubach und seine Familienangehörigen getanenen unüberlegten Beleidigungen nehme ich hiermit mit dem Ausdruck des Bedauerns als unwahr zurück. Lardenbach, am 4. Oktober 1910 Konrad Sauer

Am 3. November 1910 fand eine gemeinsame Sitzung der Ortsvorstände von Lardenbach und Klein-Eichen statt, der auch Vertreter der Gr. Kulturinspektion Gießen beiwohnten. Gegenstand der Beratung war die Wasserversorgung der genannten Orte. Der geplante Bau einer gemeinschaftlichen Wasserleitung hatte sich durch das Scheitern der von der Kulturinspektion vorgesehenen Gruppenwasserversorgung bis dahin sehr in die Länge gezogen.
Die aufgeschürfte Quelle im "Seeberg" ergab dazu auch nur einige 30 Kubikmeter Wasser, was für die beiden Gemeinden nicht reichte. Man beschloß nun heute, mit der Gemeinde Sellnrod in Verbindung zu treten, um die in ihrer Gemarkung liegende Quelle "in den Seifen" käuflich zu erwerben. Da diese Quelle nach früheren Messungen einige 20 Kubikmeter Wasser liefert, so können diese beiden Quellen den Wasserbedarf obiger Orte decken. Wenn dieser vorgesehene Plan gelingt, so kann im nächsten Frühjahr schon mit dem Bau der lang ersehnten Wasserleitung begonnen werden.

Bekanntmachung. Die Auszahlung und Beischreibung der Zinsen von Einlagekapitalien bei der hiesigen Bezirkssparkasse geschieht: ... Montag, den 12. Dezember für die Orte Klein-Eichen, Merlau und Nieder-Ohmen; nachmittags von 2-4 Uhr für Grünberg. ...

Am 8. Dezember veröffentlicht der Grünberger Anzeiger die Volkszählungsergebnisse. Demnach hat die Gemeinde Klein-Eichen die Anzahl von 34 Haushaltungen. Die Einwohnerzahl beträgt 170, davon sind 170 evangelisch. (1905: 149.)
In Lardenbach beträgt die Zahl der Haushaltungen 67. Die Einwohnerzahl beträgt 319, davon sind 300 evangelisch, 1 katholisch und 18 israelitisch. (1905: 337.)
Berichtigt werden später die Zahlen von Lardenbach insofern, dass hierorts keine Juden ansässig sind, dagegen sind unter den 319 Einwohnern 19 christliche Dissidenten.

Sehr mit Freuden wird es in Lardenbach begrüßt, dass der vor fast 2 Jahren eingegangene Kirchengesangverein auf Veranlassung des Herrn Pfarrer Weinberger wieder neu ins Leben getreten ist. Schon vor vielen Jahren wurde hier ein Kirchenchor gegründet, der aber später wegen Mangel an einem Dirigenten wieder eingehen mußte. Als Herr Lehrer Schmidt die hiesige Schulstelle antrat, lebte der Verein wieder frisch auf, da man in genanntem Herrn einen tüchtigen Dirigenten fand.
Leider wurde aber nach kaum 2 Jahren wegen eingetretener Zwistigkeiten unter verschiedenen Mitgliedern das Singen wieder eingestellt, nachdem der Verein unter sicherer Leitung schon recht Tüchtiges leistete. Allgemein gewünscht wird nun, dass die Wirksamkeit des Chores nun eine längere sein möchte, wie vorher, zum Zwecke der Pflege des schönen Gesanges und der Verschönerung unserer kirchlichen und patriotischen Feste.
Am 2. Weihnachtsabend werden die hiesigen Schüler in unserer Kirche wieder wie früher ein Weihnachtsfestspiel aufführen, worin Deklamationen der Kinder mit Gesängen wechseln. Auch wird der Kirchenchor diesmal mitwirken.

Endlich ist nun unser Wasserleitungsprojekt soweit gediehen, dass seine Ausführung in allernächster Zeit in Angriff genommen wird. Wie ja bekannt ist, so reichte das Wasser der aufgeschürften Quelle im "Seeberg" nicht aus, und man beabsichtigte Anfangs noch eine Quelle "in den Seifen", in der Gemarkung Sellnrod gelegen käuflich zu erwerben, da aber die Preisvorderung dieser Gemeinde sehr hoch war, so kaufte Gr. Kulturinspektion Gießen im Auftrag der Gemeinde Lardenbach und Klein-Eichen ein Quellgebiet bei Wohnfeld für den Preis von etwas über 3000 Mark.
Die Hauptquelle daselbst, der sogenannte "Fritzeborn" gibt nach den schon seit längerer Zeit erfolgten Messungen allein etliche 80 Kubikmeter Wasser. Im ganzen Gebiet sollen aber die Quellen zusammengefaßt werden und da obige Gemeinden nur etliche 40 Kubikmeter Wasser pro Tag gebrauchen, so können sie später an andere Orte noch Wasser abgeben.
Auch der Bahnhof Weickartshain mit seinen Anwohnern wird an unsere Leitung angeschlossen. In diesen Tagen ist der Leitungsplan von Gr. Kulturinspektion fertiggestellt worden, sodaß im nächsten Frühjahr bei günstiger Witterung die Arbeiten beginnen können. Wie von zuständiger Seite versichert wird, kann die Leitung schon Ende Juli nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Am zweiten Weihnachtsfeiertage gibt es Tanzbelustigung bei Konrad Diehl in Lardenbach.

(Grünberger Anzeiger)

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