11. Dezember 1993

Gemeinsame Weihnachtsfeier

Dreiunddreißig Kinder aus Klein-Eichen, Lardenbach und Seenbrücke, Aktive des Männergesangvereins "Eintracht" sowie der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen gestalteten gemeinsam am Samstag (11. Dez. 1993) im Dorfgemeinschaftshaus die traditionelle Weihnachtsfeier.

Bei der Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden Heinz Schwanke, vom MGV, ging dieser auf die äusserlich doch täuschende "friedliche heile Welt" ein. Bei näherem Hinsehen gebe es selbst auch in unserem Land durch Arbeitslosigkeit und Terror für manche Menschen eine trostlose Weihnacht. Auch der sinnlose Krieg im ehemaligen Jugoslawien lasse viel Leid aufkommen. Schwanke bezweifelte zugleich, dass der einzelne jedoch dagegen etwas tun könne. Dennoch sollte man nicht in Wehmut verfallen und den Alltag bei stiller Besinnung und mit etwas Freude angehen.

Musikalisch eröffnet hatte den Abend der Männerchor mit zwei Liedern unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug. Hiernach traten die insgesamt 33 Kinder mit einem abwechslungsreichen Programm auf und stimmten den vollbesetzten Saal mit gekonnt vorgetragenen Gedichten auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Auch wurde von den Kleinen, die unter der Leitung von Sigrid Ruppel und Doris Rühl standen, dem aufmerksam zuhörenden Publikum die Weihnachtsgeschichte vorgetragen. Neben dem Tanz zeigten die jungen Akteure noch ihr Können beim Singen, wobei zum Teil auch mit dem Kirchenchor gemeinsam gesungen wurde. Der unter Leitung von Gisela Langohr stehende Kirchenchor trat zudem noch mit zwei Liedern auf. Für eine von den Anwesenden mit viel Beifall aufgenommene humorvolle Einlage sorgten dann Hans Mölcher und Karlheinz Hollederer, die als Richter und Angeklagter eine Gerichtsverhandlung darboten.

Sein Können bewies dann nochmals der Männerchor mit drei Chören. Im Anschluß kam dann der große Augenblick für die vielen großen und kleinen Kinder, die schon den ganzen Abend sehnsüchtig auf den Nikolaus gewartet hatten. Trotz der mitgebrachten Geschenke gab es beim Anblick des mit seinem roten Mantel und seinem langen weißen Bart erschienenen Weihnachtsmannes die eine oder andere Träne, die sich jedoch schnell zu einem Lachen zur Freude verwandelte als die Geschenke ausgeteilt wurden. Neben den Kleinen erhielten auch die für das Kinderprogramm verantwortlichen Sigrid Ruppel und Doris Rühl und der für den Ton sorgende Jürgen Maus sowie Chorleiter Ottmar Hasenpflug ein Geschenk.

Am nächsten Tag fand zum zweiten Mal im DGH ein vom Männergesangverein organisierter Seniorennachmittag statt. Nach der Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden Karlheinz Erdmann, der zudem noch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und Pfarrer Tilman Schmidt willkommen heißen konnte, präsentierte der Männerchor unter seinem Leiter Ottmar Hasenpflug drei Chöre. Danach stand eine von rund dreißig Kindern gezeigte Darbietung mit Advent's- und Weihnachtsgedichten sowie Adventsliedern auf dem Programm.

In seinem Grußwort sprach Bürgermeister Damaschke seine Freude über das Zueinanderführen der Senioren beider Stadtteile an diesem 3. Advent aus. Diese Veranstaltung sei ein Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung, bei der die junge Generation für die Älteren sorge. Der Kontakt untereinander sei besonders noch auf dem Lande vorhanden, was auch besonders den Jüngeren beim Lernen aus dem Erfahrungsbereich vonnützen sei. Hier in Lardenbach und Klein-Eichen sei das friedevolle "Miteinander-Füreinander-nicht gegeneinander" ein wichtiger Punkt, der den Frieden untereinander erhalten soll. So sprach das Stadtoberhaupt unter dem Beifall der Anwesenden auch den Wunsch aus, dass der einst immer als Grenze zwischen den Dörfern angesehene "Grenzgraben" versanden möge.

Die Damen der Seniorengymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Fanny Voll begeisterte wieder einmal das Publikum mit einem flotten Tanz. Und Gisela Langohr trug die Geschichte vom Lametta vor. Diese sorgte für Erheiterung bei den Gästen. Zum Abschluss des offiziellen Programms trat sodann der Kirchenchor auf die Bühne. Bei weihnachtlichen Liedern widmeten sich die Senioren dem Kaffee und Kuchen mit reger Unterhaltung.

(ld)

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30. November 1993

Ortsbeiratsitzung zum Haushalt

Einmütigkeit herrschte in der Ortsbeiratsitzung bei der Abstimmung über den Nachtragshaushalt 1993. Ortsvorsteher Manfred Daniel teilte mit, dass nun 50.000,- DM bereitgestellt wurden, um die Wasserzuleitung vom Brunnen bei Wohnfeld in der Ortsdurchfahrt Sellenrod zu erneuern.

Die Mitteilung der Verwaltung über die Einstellung des Planungsverfahrens für das Neubaugebiet "Das Eichwiesenfeld" kann der Ortsbeirat so nicht hinnehmen. Vielmehr wünscht sich der Ortsbeirat forcierte Verhandlungen vom Magistrat in Bezug auf die Grundstücke im geplanten Baugebiet. Die Gespräche mit einem Eigner verliefen bisher negativ. Man hoffe aber auf einen Meinungsumschwung.

Die Ortsbeiratsmitglieder sprachen sich für die Errichtung einer Halle im Bachwiesenweg aus, die zur Geschäftserweiterung dienen soll. Es sei ferner nötig, dass der Streifen zwischen Gefriehaus und dem Grundstück des Gewerbetreibenden befestigt werde, um eine Durchfahrt zu ermöglichen.

Unter Verschiedenes teilte der Ortsvorsteher mit, dass die Sanierung des Backhauses an eine Privatfirma vergeben wurde und dass das Regierungspräsidium die Bauleitplanung für das Wochenendgebiet in jetziger Form abgelehnt, die Stadt aber Widerspruch eingereicht habe. In seiner Freizeit und unentgeldlich hat Eduard Schmidt die hölzernen Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz mit einem neuen Anstrich versehen. Der Ortsbeirat bedankt sich hierfür ausdrücklich.

Zu der Zeit waren im Klein-Eichener Ortsbeirat vertreten: Manfred Daniel als Ortsvorsteher, Dieter Faust, Hermann Loob, Schriftführer Herbert Kühn, Walter Müller, Eduard Schmidt und Werner Zimmer. Vom Magistrat nahm wie fast immer Hans Pigors an der Sitzung in der Gasstätte Bukow teil.

 
19. November 1993

Spinnstubenabend

Zu einem Abend ganz besonderer Art konnte am vergangenen Freitag (19. Nov. 1993) der 1. Vorsitzende des Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.), Werner Zimmer, im Dorfgemeinschaftshaus mehr als 120 Besucher willkommen heißen.

Passend zur dunklen und kalten Jahreszeit präsentierte der Klein-Eichener Verein einem sehr begeisterten Publikum, einen Einblick in die Bräuche, Streiche und Anekdoten der Spinnstuben. Die älteren unter den Besuchern dürften diese Zeit noch selber erlebt haben.

Mit dem aus dem Marburger Land kommenden und sich mit diesem Thema schon lange befassenden Buchautor, Chorleiter und Musikwissenschaftler Uwe Henkhaus und den weiteren Akteuren Bernd Geiler, Ingeborg Milner und Sabine Stanzel hatten die Verantwortlichen ein Team verpflichtet, das neben seinem fachlichen Wissen auch beim Wort- und Gesangsauftritt vollends zu überzeugen wußte.

Uwe Henkhaus, der sich mit seinem Buch "Das Treibhaus der Unsittlichkeit" besonders diesem Thema angenommen hatte, stellte bei seiner Lesung dann auch fest, dass der Besuch der Spinnstube im letzten (vorletzten) und Anfang diesen (letzten) Jahrhunderts die Form der Geselligkeit und auch ein Ort der Pflege von Volkstum und Volksgesang war. Der Buchautor ging ein auf das Sprichwort "Spinnen am Morgen - Kummer und Sorgen". Hierbei führte er aus, dass die armen Menschen schon morgens mit dem Spinnen und somit schon mit dem Brotverdienen beginnen mußten. Besser gestellte nahmen diese Arbeit zumeist erst nachmittags auf, und die Reichen jener Generation spönnen lediglich nur abends und das auch nur zum Selbstbedarf.

Wichtige Voraussetzungen für die Spinnstube waren nach den Worten des Vortragenden ordentlich beheizte und gut beleuchtete Räumlichkeiten. Neben dem Spinnen stand natürlich der Austausch von Neuigkeiten und der immer übliche Dorfklatsch, bei dem viel und gern schlecht geschwätzt wurde, im Vordergrund.

Kritisch beobachtet wurde das Treiben der Spinnstube, bei der im Normalfall nur die Dorfjugend zusammenkam, von den Erwachsenen, die auch hier und da eine Kontrollfunktion ausübten. Diese selbst waren unerwünscht, wobei lediglich die Gastgebereltern des Mädchens ein gewisses Gastrecht besaßen.

Kritisiert wurden die Spinnstuben immer wieder von Kirchen und der weltlichen Obrigkeit. Besonders anrüchig war ihnen die Geselligkeit Verheirateter, wobei selbst das Schmusen (wegen Schaden am Gemeinwohl) verpönt war. Auch das Essen und Trinken, das nach deren Rechnung den Familien finanziell schwer zu tragen kam, wurde immer wieder bemängelt.

In den Spinnstuben gaben stets die Mädchen den Ton an, wobei die Burschen, die zumeist später dazu kamen, aber gerngesehene Gäste waren. Die Spinnstuben waren früher oft die einzige Möglichkeit zum unbeaufsichtigten Treffen, bei der sich oftmals auch die Brautwerbung vor der Öffentlichkeit vollzog. Wie nicht anders zu erwarten, spielte der Kuß in den Spinnstuben eine große Rolle.

Große Beachtung fanden bei den Treffen auch die Spiele, bei denen oft Spinnröcke und andere Kleidungsstücke als Pfand genommen wurden und dann wieder eingelöst werden mußten. Nicht immer angenehm seien auch der Spott und Hohn gewesen. Mit den vielen Mutproben, die oftmals auch ausarteten, und denen zuvor das erzählen von Gruselgeschichten vorausgingen sowie das nächtliche Besuchen des Friedhofes, sollten die Mädchen abgehalten werden, aus Angst nicht alleine heimzugehen und somit die ersten Banden geknüpft werden.

Das Singen in den Spinnstuben hatte eine übergeordnete Bedeutung. Die Spinnstubenlieder, die keine eigene Gattung darstellten, hatten regionale Unterschiede. So waren die Lieder von Oberhessen schwermütiger wie die von anderen hessischen Gebeiten. Die Lieder, die zum Spinnen motivieren sollten, waren oftmals dienlich zur Verspottung von Personen, der Obrigkeit und von Nachbargemeinden.

Einen Einblick in die zu den Zeiten der Spinnstuben gesungenen Lieder gab Uwe Henkhaus mit Bernd Geiler (Tenor), Ingeborg Milner (Sopran) und Sabine Stanzel (Alt) bekannt als das "Hessenquartett". In Tracht gewandet umrahmten sie mit ihren hervorragend dargebotenen Liedern die Lesung. Im weiteren Rahmenprogramm konnte man die von Ingrid Blauert betreute Spinnstuben-Gruppe mit ihren Rädern in Aktion erleben. Eine kleine Ausstellung alter Fotografien zeigte das Spinnstubenleben in Lardenbach und Klein-Eichen.

(ld)

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6. November 1993

Vereinsabend 1993

Am schon zur Tradition gewordenen Ortsvereinsabend der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen beteiligten sich auch in diesem Jahr (6. November 1993) wieder zahlreiche Vereine und Vereinigungen bei der Programmgestaltung. Unter der Federführung des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen fand diese wieder ausgezeichnet besuchte Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Hans Mölcher, konnte neben den einzelnen Vereinsvorständen und den vielen Vereinsmitgliedern auch die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) sowie den örtlichen Pfarrer Tilmann Schmidt und in Vertretung von Bürgermeister Siegbert Damaschke, den zuständigen Stadtrat Gerhold Knöß willkommen heißen. Zugleich äußerte sich Mölcher darüber erfreut, dass man gerade zum 10jährigen Bestehen des nunmehr einen im Ortsleben noch festen Platz einnehmenden Vereins (nämlich dem Obstbau- und Kelterverein) diese Veranstaltung durchführen könne.

Durch das abwechslungsreiche Programm, das die Aktiven des Männergesangvereins unter Leitung von Ottmar Hasenpflug mit drei Chören eröffneten, führte wieder einmal gekonnt der bewährte Ansager Reiner Roth. Bei der von Jürgen Hofmann, Cornelia Nickel und Alexandra Rössler anschließenden Darbietung einer "Baby-Karaoke" erlebte das begeisterte Publikum den Witz und Humor der Motorradfreunde Lardenbach/Mücke.

Unter der Leitung von Gisela Langohr traten im Anschluß dann die Frauen des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen auf. Mit ihren Liedern erfreuten sie die Anwesenden und ernteten dafür viel Beifall.
Eine tänzerische Einlage und etwas für das Auge boten hiernach die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die Einstudierung des Tanzes hatte Sigrid Ruppel übernommen.

Amüsant ging es dann beim Auftritt der Klein-Eichener K.A.R.L.-Gruppe (Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude) zu, die mit einer von Ingrid Blauert, Pit Schmiedel, Werner Zimmer, Anne Zimmer, Martin Zimmer und Barbara Ruckelshausen vorgetragenen "Ballade vom Hannes" vollends zu überzeugen wußten.

Den Abschluß des offiziellen Programms machten dann mit ihrem nochmaligen Auftritt die Sänger des Gesangvereins "Eintracht".

(ld, HZ)

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24. Oktober 1993

Klassentreffen

Seit langem gärte in Lardenbach und Klein-Eichen der Wunsch, man müsste doch einmal die ganzen Mitschüler der früheren, einklassigen Lardenbacher Dorfschule zu einem Treffen einladen. Zunächst hielt man dies für einen frommen Wunsch, an dessen Verwirklichung so recht keiner Glauben wollte. Bis dann endlich Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Marianne Scharmann (Lardenbach) sich der Sache annahmen. Da musste zunächst einmal recherchiert werden, wer noch mit wem Verbindung unterhielt. Wie heißen die Mädchen heute, und wohin sind sie verzogen? Schließlich war die Anschriftenliste komplett und es konnte eingeladen werden.

Treffpunkt war dann am Sonntag morgen (24. Oktober 1993) vor der Lardenbacher Dorfkirche. Viele hatten sich seit ihrer Schülerzeit nicht mehr gesehen. Daher war es nicht verwunderlich, dass viele sich zunächst einmal vorstellen mußten, da man sich nach so langer Zeit nicht wiedererkannte. Fast zu klein war die Kirche, in der dann Pfarrer Tillmann Schmidt einen auf das Klassentreffen zugeschnittenen Gottesdienst abhielt. Als besondere Überraschung war es dem Pfarrer gelungen, für diesen Gottesdienst die Seenbachtalbläser zu gewinnen.

Im Anschluss begab man sich in den Saalbau der Gaststätte "Zur Linde", wo Familie Dietz mit dem Mittagessen aufwartete. Ein Gruppenfoto durfte schließlich zur Erinnerung an jenen schönen Tag nicht fehlen. Dafür hatte man vor der alten Schule eine Bühne aufgestellt. Proppenvoll war diese, als endlich alle 70 aus der gesamten Bundesrepublik und sogar aus der ehemaligen DDR Angereisten ihren Platz gefunden hatten. Sodann machte man einen Rundgang durch Klein-Eichen und Lardenbach. Auch den Friedhöfen stattete man einen Besuch ab. Immerhin ruhten hier doch schon einige Schulkameraden.

Nunmehr war es Zeit für die Kaffeetafel. Ein stattliches Kuchenbüfett mit selbstgebackenem war im Saal bereits hergerichtet, als man vom Rundgang zurückkam. Nunmehr kam man zum Höhepunkt des Klassentreffens. Ein Lichtbilder-Vortrag in Überblendtechnik mit Bildern aus der Zeit der 1920er bis zu den 1960er Jahren, präsentiert von dem Klein-Eichener Werner Zimmer, machte die alte Zeit wieder lebendig. Hierbei kam es immer wieder zu großem Hallo über die eigene Jugendzeit. Hatte man doch damals so allerhand erlebt. Kein Wunder war es denn auch, dass noch einige Stunden in Geselligkeit der alten Zeiten gedacht wurde.

(em, HZ)

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20. Oktober 1993

Wehrführer zu Ehrenbeamten ernannt

Am 20. Oktober 1993 ernannte Bürgermeister Siegbert Damaschke Jens Daniel (stellvertretender Wehrführer in Klein-Eichen), Christian Loob (Wehrführer Klein-Eichen), Manfred Bellof (stellvertretender Wehrführer Harbach) und Carsten Mark Langohr (stellvertretender Wehrführer Lardenbach) zu Ehrenbeamten.

Bei der Wehrführerdienstversammlung der Großgemeinde Grünberg nahm Damaschke den Gewählten zunächst den Eid ab, bevor sie zu Ehrenbeamten für die Dauer ihrer Wahl wurden.

(LO, HZ)

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12. September 1993

10 Jahre Grenzgrabenfest - Dritter Tag, Sonntag

Der Frühschoppen am Sonntag (12. September 1993) war die Fortsetzung des Grenzgrabenfestes. Wiederum spielten die Amigos zum Tanz. Gäste aus Nah und Fern feierten mit. Die Grenzgrabenspritzer selber konnten nun ebenfalls zum gemütlichen Teil übergehen, wurde doch die Bewirtung von den Nachbarn aus Lardenbach übernommen.

Das Fest ging lange an diesem Tag. Und da fiel es nicht jedem leicht am Montag zeitig zum Aufräumen zu erscheinen. Bis zu diesem Abend war dann fasr alles geschafft - nun war die Helferfeier angesagt. Zum Ausklang des Grenzgrabenfestes versammelte man sich noch mal zu Speis und Trank in der Maschinenhalle von "Trieberts".

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11. September 1993

10 Jahre Grenzgrabenspritzer - Zweiter Tag, Samstagabend

Zu ihrem 10jährigen Bestehen hatten die Grenzgrabenspritzer ins Festzelt am 11. September 1993 eingeladen. Schon am Nachmittag zog Eduard Schmidt mit der Ortsschelle durchs Dorf um das Ereignis bekannt zu machen. Die zwölf Mitglieder des harten Kerns der Grenzgrabenspritzer begannen vor 10 Jahren mit dem Grenzgrabenfest bei Loobs auf dem Hof. Nötig waren natürlich immer viele Helfer zum Durchführen des Festes.

Zum Jubiläum spielten am Abend die regional bekannten Amigos zum Tanz auf - wie sie dies in den Jahren zuvor auch schon taten. Die Schlager der Volksmusik kam bei den Besuchern sehr gut an. Die Stimmung wurde sehr emotional als nur die Lichter von Wunderkerzen und Feuerzeugen das Zelt erleuchteten. Und als auch das Wasser vom Regen quer durchs Zelt floss, wurde lange weiter gefeiert.

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10. September 1993

10 Jahre Grenzgrabenfest - Erster Tag, Aufbau

Entgegen des sonstigen Standortes, wurde das auch größere Festzelt "hinterm Gebäu" aufgestellt. Zum 10jährigen Grenzgrabenfest sollte es was Besonderes sein! Aber natürlich befand man sich immer noch in unmittelbarer Nähe zum Grenzgraben. Mit vereinten Kräften stand das Zelt bis zum Abend des 10. Septembers 1993. Und das erste Bier floss auch schon.

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24. Juli 1993

K.A.R.L.-Fest 1993

"Eines unserer Ziele ist es, alle Generationen mit unserem Fest anzusprechen", ist die Aussage der K.A.R.L.-Mitglieder, des "Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude". Mit ihrem kleinen Fest unter dem Titel "Wir können auch woanders" am Samstag (24. Juli 1993) erfüllte der Arbeitskreis diese Zielsetzung voll und ganz.

Von Schülern bis Rentnern waren alle Gruppen vertreten. Vor fünf Jahren hatte sich K.A.R.L. gegründet, ohne Vereinszwänge wolle man Feste veranstalten, die sich von der Dorfkirmes unterscheiden. Durch andere Musik und durch ein anderes Programm. So soll es im Winterhalbjahr einen Abend mit Spinnstubengeschichten in Mundart geben.

Aber warum heißt das Fest "Wir können auch woanders"? Die Lösung: In den letzten beiden Jahren wurde die Veranstaltung jeweils im Steinbruch durchgeführt. Und jetzt im "Heebche" - dem Höfchen. Übrigens der älteste Teil des Dorfes. Das K.A.R.L.-Fest war wieder gut besucht, das Wetter war entsprchend und unter alten Bäumen trank und aß man, unterhielt sich und schaute sich das Programm an.

Die Schüler-Band "Die Namenlosen" heizte den Zuschauern mit Rock- und Blues-Klängen ein, ohne Zugaben kamen die vier Musiker nicht von der Bühne. Der Jongleur Klaus und Ruth, die Feuerschluckerin, verblüfften die Besucher. Dritter Programmpunkt war die "Fake-Band", die auch (oder gerade) ohne den Mainstream zu bedienen, für ausgezeichnete Unterhaltung sorgte.

(vb)

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01. Juli 1993

Neue Postleitzahlen

1990 stand die Post vor dem Problem, dass im nun geeinten Deutschland zwei Postleitzahlensysteme existierten. Das führte dazu, dass im Postverkehr nach wie vor zwischen Ost- und Westdeutschland unterschieden werden musste. Vor jeder Postleitzahl musste ein "O-" bzw. ein "W-" gesetzt werden, um die Eindeutigkeit zu wahren.

Die Post entschied sich für eine beiden Seiten gerecht werdende, aber auch radikale Lösung: das neue Postleitzahlensystem mit fünfstelligen Zahlen wurde entwickelt, was eine Änderung aller Postleitzahlen mit sich brachte. Ein weiterer Grund für die Einführung der 5-stelligen Postleitzahlen war die Automatisierung der Briefverteilung.

Grünberg, mit allen Ortsteilen hatte nun die Postleitzahl 35305 (bis dahin 6310). Die 1. Ziffer bezeichnet die Zone, die 2. Ziffer die Region und die 3.-5. Ziffer die Stadt, Gemeinde oder eine Gruppe von Zustellbezirken.

 
28. Mai 1993

Anliegerversammlung Wochenendgebiet

Im Grünberger Rathaus fand am 28. Mai 1993 eine Anliegerversammlung mit den Hausbesitzern des Klein-Eichener Wochenendgebietes statt. An diesem Abend ging es um die Aufstellung eines Bebauungsplanes und die Abwasserbeseitigung. Bürgermeister Siegbert Damaschke begrüßte die zahlreich erschienen Bürgerinnen und Bürger aus Klein-Eichen.

Herr Fischer vom Planungsbüro erläuterte den Bebauungsplanentwurf und teilte mit, dass bei den Genehmigungsbehörden Gebäude mit einer Grundfläche bis zu 100 qm nicht durchsetzbar waren. Somit betrage die maximale zu bebauende Fläche nun 50 qm. Weiterhin hoffe er, das der Bebauungsplan noch in diesem Jahr genehmigt werde.

Bürgermeister Damaschke machte hierzu noch ergänzende Ausführungen zur Rechtslage. Die Gebäude für die eine Baugenehmigung vorliege und die auch entsprechend der Genehmigung gebaut wurden, hätten einen Bestandsschutz. Würde die Gemeinde keinen Bebauungsplan aufstellen, müssten diejenigen, die keine ordnungsgemäße Baugenehmigung hätten, ab 1996 mit einer Abbruchverfügung rechnen.

Das Ingenieurbüro Müller erläuterte die Kanalplanung und erklärte, dass wegen dem vorhandenen Fels und um Kosten zu sparen, der Kanal nur in einer Tiefe von ca. 1,40 bis 1,50 Meter verlegt werden solle. Deswegen verliefe die Rohrführung auch nicht unter dem Galgenbergsweg sondern mitten durch die städtische Parzelle. An diesen Kanal sollten nur die Schmutzwässer angeschlossen werden. Das Regenwasser soll auf den Grundstücken versickern.

Die Kosten der Kanalsammler würden ca. 500.000,- DM, die der Kanalhausanschlüsse mit den erforderlichen Hebeanlagen weitere 200.00,- DM betragen. So komme man auf die Gesamtkosten von ca. 700.000,- DM. Genaueres könne aber erst die Ausschreibung ergeben. Bei dem von etwa 20 Wochenendhausbesitzern angestrebten Ankauf der Grundstücke sei zu beachten, dass die Stadt derzeit bereits für den Erwerb von Rohland 12,- DM/qm bezahle. Insofern müsse der Preis über diesem Betrag liegen.

Der Bürgermeister fasste das Beratungsergebnis zusammen und erklärte, man werde den Wochenendhausbesitzern ein Angebot machen. Dieses beinhalte den Verkauf des Grundstückes zu einem qm-Preis zuzüglich einer Pauschalsumme von ca. 21.000,- bis 22.000,- DM für die Abwasserbeseitigung. Die derzeitige Pacht würde beibehalten, wenn der Kostenanteil für die Abwasserbeseitigung in einer Summe bezahlt würde. Schließlich eine jährliche Pachtzahlung zuzüglich Tilgung und Zinsen von evtl. 7% oder 8% für die von der Stadt vorfinanzierte Kanalbaumaßnahme.

Zum Abschluss stellte Bürgermeister Damaschke fest, dass die Gesamtmaßnahme von Bebauungsplan und Abwasserbeseitigung gefährdet sei, wenn nicht alle Wochenendhausbesitzer sich für eine der genannten drei Angebote entscheide und mitmachten.

 
20. Mai 1993

Vatertag

Zum Vatertag gehören für viele Männer feuchtfröhliche Bräuche, oft mit Bierfass und Leiterwagen im Grünen. Schon seit einiger Zeit bieten an Christi Himmelfahrt die Klein-Eichener eine Anlaufstelle für solche im Umlauf befindliche Grüppchen. So war es auch wieder am Donnerstag. Allerdings waren die Besucher natürlich nicht nur Wandergesellen. So kam jeder und jede die wollten hoch zum Steinbruch. Zahlreich waren wieder die Gäste aus den Nachbarorten Lardenbach und Stockhausen vertreten. Bis zum Abend wurde die Bewirtung aufrecht erhalten.

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06. Mai 1993

Ortsvorsteher im Amt bestätigt

Am Donnerstag fand die konstituierende Sitzung nach der Wahl vom 7. März des Ortsbeirates Klein-Eichen statt. In der Gasstätte Bukow trafen sich die alten und neuen Mitglieder des Gremiums. Der bisherige Ortsvorsteher Manfred Daniel wurde bei einer Enthaltung einstimmig wiedergewählt. Ebenso bei einer Enthaltung bleibt Hermann Loob stellvertretender Ortsvorsteher und Herbert Kühn Schriftführer. Zu den ersten Gratulanten zählte Stadtrat Hans Pigors.

Manfred Daniel dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Daniel würdigte das Engagement der ausgeschiedenen Mandatsträger Thomas Zabel und Stefan Volp. Die "Neuen" im Gremium, Eduard Schmidt, Walter Müller und Werner Zimmer hieß der Ortsvorsteher herzlich willkommen. Weiterhin vertreten im Ortsbeirat ist Dieter Faust. Damit hat das Gremium wieder sieben Mitglieder (vorher nur sechs).

Als größere Maßnahmen für diese Legilaturperiode stehen an: Die Sanierung und Reparatur des Backhauses, Aufstellung eines Bebauungsplanes und Kanalanschluß für das Wochenendgebiet sowie die Planung und Erschließung eines neuen Baugebietes. Diskutiert wurde im Ortsbeirat darüber, dass es immer wieder zu Problemen käme bei Erhaltungsarbeiten an Bürgersteigen, Straßen, Bäche und Gräben. Hier sollte die Stadt schneller agieren.

(mk)

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01. April 1993

Sammlung nun mit dem Gelben Sack

Ab dem Monat April 1993 wird in der Stadt und im Landkreis Gießen mit der Wertstoffsammlung im Rahmen des "Grünen Punktes" begonnen. Das heißt, im "Gelben Sack" wird die sogenannte Leichtfraktion von Wertstoffen gesammelt und getrennt von der normalen Müllabfuhr abgefahren.

Die Haushalte in der Stadt und im Landkreis Gießen sind aufgerufen, in den "Gelben Sack", der in diesen Tagen in allen Städten und Gemeinden verteilt wird, Konserven- und Getränkedosen, Verschlüsse, Aluminiumdeckel, -schalen und -folien, Kunststufflaschen von Spül-, Wasch- und Körperpflegemittel, Becher von Milchprodukten und Margarine, Tragetaschen, Beutel und Einwickelfolien, Schaumstoffe wie Obst- und Gemüseschalen, Verbundstoffe wie Saft- und Milchkartons sowie Vaccuumverpackungen einzuwerfen. Alle diese Wertstoffe sollen in einem Gelben Sack gesammelt und zur Abholung bereitgestellt werden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Altglas und Papier wie seither gesammelt und abgefahren werden. Künftig muß das Altglas jedoch nach Farben getrennt gesammelt und nach Farben getrennt in die Sammelbehälter eingeworfen werden. Weißes, braunes und grünes Glas darf nicht gemischt werden, weil es sonst nicht mehr verarbeitet werden kann und wertlos ist. Der Gelbe Sack wird künftig einmal monatlich abgefahren. Die ersten Abfuhrtermine für Klein-Eichen und Lardenbach sind der 5. April 1993 und Dienstag der 4. Mai 1993.

(HZ)

 
31. März 1993

Anschluss an Abwasserverband

Der Anschluss an den Abwasserverband Ohm-Seenbach ist hergestellt. Die Abwässer werden jetzt der Kläranlage zugeführt und die Grundstückskläreinrichtungen sind der neuen Abwassersituation anzupassen, d. h. die Gruben müssen ausser Betrieb gesetzt werden. Bis Ende März 1993 müssen die Hausentwässerungen umgebaut sein.

Die Stillegung der Grundstückskläreinrichtungen ist erforderlich, da der Kläranlage nur nicht vorgeklärtes Abwasser zugeführt werden darf. Nur so kann ein optimales Reinigungsergebnis erreicht werden. Die Zuführung von bereits vorgeklärten Abwasser zur Kläranlage würde das Nährstoffangebot und Lebensbedingungen der Bakterien negativ beeinflussen und den Abwasserprozeß stören.

Wichtig für die Landwirtschaft ist, dass auf keinen Fall der Anschluss von Silos, Jauchegruben und ähnlichem an die Kanalisation zulässig ist.

 
07. März 1993

Kommunalwahl Hessen 1993

Am Wahlsonntag, dem 7. März 1993, hatten alle Wählerinnen und Wähler Stimmzettel zur Kreis-, Gemeinde- und Ortsbeiratswahl zum ankreuzen in der Wahlkabine vor sich liegen. In Klein-Eichen fand die Wahl wieder in der Gasstätte Bukow statt, einem richtigen Wahllokal. Die Wahlbeteiligung war gut.

Ortsbeirat Klein-Eichen.
Wahlberechtigt waren 180 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 145 an der Urne.
Die ersten sieben Kandidaten sind im Ortsbeirat vertreten.

01 Daniel, Manfred
111
 
78,6%
02 Loob, Hermann
99
 
68,3%
03 Müller, Walter
67
 
46,2%
04 Zimmer, Werner
65
 
44,8%
05 Faust, Dieter
57
 
39,3%
06 Kühn, Herbert
54
 
37,2%
07 Schmidt, Eduard
51
 
35,2%
08 Bienek, Erika
28
 
19,3%
09 Bienek, Dieter
17
 
11,7%
10 Rathke, Ursula
17
 
11,7%
11 Bukow, Herbert
15
 
10,3%
12 Ruckelshausen, Barbara
15
 
10,3%
13 Lindenberger, Heinz
12
 
8,3%

Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grünberg:
Wahlberechtigt waren 180 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 147 an der Urne und 9 mit Briefwahl.

SPD
34
23,1%
 
CDU
84
57,1%
 
Die Grünen
14
9,5%
 
F.D.P.
2
1,4%
 
FWG
8
5,4%
 

Kreistag Landkreis Gießen:
Wahlberechtigte waren 180 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 147 an der Urne und 9 mit Briefwahl.

SPD
37
25,2%
CDU
77
52,4%
Die Grünen
15
10,2%
F.D.P
1
0,7%
FWG
5
3,4%
REP
8
5,4%

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27. Februar 1993

Männergesangverein zog Bilanz

Zur Mitgliederversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen konnte am vergangenen Samstag der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke im Gasthaus Dietz neben aktiven, passiven und Ehrenmitgliedern auch den Chorleiter Ottmar Hasenpflug begrüßen.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Sangesfreunde Albert Roth und Felix Darga erstattete der Vereinsvorsitzende den Tätigkeitsbericht. Aus dem ging hervor, dass die aktiven Sänger im vergangenen Jahr 40 Singstunden und 24 Auftritte absolvierten. Schwanke dankte in diesem Zusammenhang allen Sängern sowie den zahlreichen Helfern, die bei der Ausrichtung des Seenbachtal-Treffens und der Weihnachtsfeier sowie dem Seniorennachmittag tatkräftig Hand anlegten.

Weiterhin unterrichtete der 1. Vorsitzende die Mitglieder, dass man bei der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses, beim Hasenpflugschen Chortreffen in Lindenstruth, beim Kritiksingen in Saasen, beim Seenbachtaltreffen in Lardenbach, bei einem Liederabend in Sellnrod und beim Ortsvereinsabend in Lardenbach aufgetreten sei.

Traditionsgemäß nahmen die Sänger auch noch die Auftritte am Karfreitag im Laubacher Stift, am Volkstrauertag auf den Friedhöfen beider Stadtteile, bei der öffentlichen Weihnachtsfeier und bei einem Dorfsingen sowie das mehrmalige Singen in der Kirche wahr. Auch das Singen bei Mitgliedsjubiläen und bei Nachrufen von verstorbenen Mitgliedern sei gepflegt worden. Eine gemeinsame Singstunde mit Sangesfreunden aus Rüddingshausen, ein Tagesausflug und der Besuch des Sängerfestes in Saasen rundeten das umfangreiche Jahr 1992 ab.

Einen positiven Bericht konnte Vereinsrechner Karlheinz Hollederer vorlegen. Nach dessen Ausführungen, aus denen auch hervorging, dass der Verein ein neues Klavier angeschafft habe, wurde auf Antrag der Kassenprüfer Walter Müller und Gerhard Pernak der Vorstand einstimmig entlastet und Albert Hofmann für den ausscheidenden Kassenprüfer Gerhard Pernak neu gewählt.

Dank sprach im Anschluss Heinz Schwanke dem Chorleiter Ottmar Hasenpflug für dessen ausgezeichnete Arbeit aus. Hierbei wurde auch auf den guten Singstundenbesuch hingewiesen, für den Dieter Bienek, Hans Mölcher, Klaus Kratz, Emil Mölcher, Erwin Volp, Karl Ruppel, Werner Siedler, Karlheinz Erdmann, mit weniger als drei fehlstunden sowie für Karl Krämer und Wilfried Berg, die jedesmal anwesend waren, mit Geschenken bedacht wurden.

Als einzigen Wermutstropfen bezeichnete Schwanke die Tatsache, dass in der Vergangenheit keine weiteren Sänger hinzukamen. Man werde daher in nächster Zeit mit allen Mitteln versuchen, Nachwuchs für den auf einem guten Leistungsstand stehenden Chor zu finden. Eingehend auf die zahlreichen Termine in diesem Jahr nannte der Vereinsvorsitzende wieder eine Ausflugsfahrt, die Teilnahme an einem Kritiksingen, den Besuch des Sängerfestes in Freienseen, das Singen im Altenheim Laubacher Stift und die Durchführung eines Liederabends in Lardenbach als die wichtigsten Ereignisse.

(ld)

 
19. Februar 1993

Ortsbeiräte in einer gemeinsamen Sitzung

In Anwesenheit des Grünberger Bürgermeisters Siegbert Damaschke, des Stadtrates Gerhold Knöß und des städtischen Bauhofsleiters Werner Keil mit einigen seiner Mitarbeiter fand am Freitag, dem 19, Februar 1993 eine gemeinsame Sitzung der Ortsbeiräte von Lardenbach und Klein-Eichen im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Die beiden Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann (Lardenbach) und Manfred Daniel (Klein-Eichen) bedankten sich zugleich bei den Mitarbeitern des Bauhofes für die ausgeführten Arbeiten bei der Gestaltung der Außenanlagen des Dorfgemeinschaftshauses. Der Dank der beiden Ortsvorsteher galt aber auch den Mitgliedern beider Ortsbeiräte, die beim Bau des DGH in einer ausgezeichneten Zusammenarbeit letztlich eine produktive Arbeit leisteten.

Auf der Tagesordnung stand das Thema Durchführung von Disco-Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus. Hier sprachen sich, nach einer Beratung, beide Ortsbeiräte einstimmig gegen Disco-Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen aus. Informiert wurden beide Gremien über die Anschaffung eines Staubsaugers und einer Kaffeemaschine. Beide Geräte für das DGH konnten von Geldern der Veranstaltung "Tag der offenen Tür" gekauft werden.

Angeregt wurde vom Ortsbeirat Lardenbach eine Bürgerversammlung, bei der das Problem des öffentlichen Kanalanschlusses interessierten Bürgerinnen und Bürgern erörtert werden sollte. Hierzu sollten auch, nach Meinung des Bürgermeisters, Vertreter der Bauabteilung und des zuständigen Planungsbüros anwesend sein. Bei der individuellen Anschließung der einzelnen Haushalte stehe aber auch die Bauverwaltung mit Rat zur Verfügung.

Unzufriedenheit gegenüber dem Architekten und einzelnen an der Fertigstellung des DGH beteiligten Firmen äußerten die Ortsbeiräte bezüglich der schon lange gemeldeten und bisher noch nicht erfolgten Nachbesserungen und Schäden. Nach den Worten des Stadtoberhauptes werde man sich nun nochmals verstärkt um diese Angelegenheiten kümmern.

Zum Abschluss dieser letzten Sitzung vor der bevorstehenden Kommunalwahl überreichte Thomas Zabel vom gleichnamigen Fotostudio in Klein-Eichen beiden Ortsbeiräten einen Bildband mit Aufnahmen über den Werdegang des neuen Dorfgemeinschaftshauses. Die Fotos für das Album wurden vom Studio Zabel und von Werner Zimmer angefertigt.

(ld)

 
14. Februar 1993

Diavortrag von einst und jetzt

Am Sonntagabend hatte der "Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude" (K.A.R.L.) zu einem ganz besonderen Diavortrag in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Der Klein-Eichener Hobbyfotograf Werner Zimmer zeigte in sogenannter Überblendtechnik (mit zwei Projektoren) Lichtbilder aus den beiden Dörfern Klein-Eichen und Lardenbach.

Der Vortrag des K.A.R.L.-Vorsitzenden teilte sich in zwei Abschnitte. Wobei neben neueren Aufnahmen auch reproduzierte Fotos als Dias in schwarz/weiß Motive und Geschichten von Klein-Eichen und Lardenbach gezeigt wurden.

Fotos

 
30. Januar 1993

Faschingssitzung

Ein mit vielen Höhepunkten gespicktes Programm und eine von Anfang an ausgezeichnete, vom Publikum mitgetragene Stimmung, waren die äusseren Zeichen der diesjährigen Lardenbacher Faschingssitzung am vergangenen Samstag (30.01.1993) in einer ausverkauften Narhalla, im neuen Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen..

Der erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach, Karl-Ernst Lind, der zusammen mit Jürgen Hofmann und Mark Langohr als Dreirädchen durch das Programm führte, begrüßte zu Beginn den Elferrat der Nachbargemeinde Groß-Eichen und ließ gleich Reiner Roth, Heinz Schwanke und Eduard Schmidt mit dem schon mit Spannung erwarteten Dorfgespräch auftreten. Bei den von den Dreien angesprochenen Geschehnissen des letzten Jahres konnte sich so mancher Ortsbürger wiedererkennen.

Sehr unterhaltsam war danach der Auftritt von Martina Müller, Cornelia Nickel, Elke Dietz, Pia Scharmann, Kerstin Müller, Sandra Schwanke, Michael Röhrig und Hans-Georg Kielbassa, die mit ihrem "Tratsch im Friseurladen" zu gefallen wussten.

Mit südamerikanischen Klängen erlebten die Narren dann den Auftritt der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Wobei unter Leitung von Annita Schmidt die Aktiven Barbara Erdmann, Gerda Weeke, Gerlinde Böcher, Sieglinde Mölcher, Karin Kratz, Maritta Pernak, Waltraud Mölcher, Ursula Berg, Rosa Knerr und Sigrid Ruppel die Stimmung steigen ließen.

Auch bei dem folgenden Auftritt des Motorsportstammtisches und einigen Gästen des Gasthauses "Zur Erholung" in Klein-Eichen gab es allseits viel Bewegung bei den Lachmuskeln. Mit Ute Bukow und Margit Müller gab es neben einem Schwätzchen unter der Leitung von Ute Bukow dann noch eine Darstellung einer Schulklasse und ein Aufnahmeverfahren im Himmel bei Petrus. Wobei hier Herbert Bukow, Stefani Bukow, Arno Böcher, Eduard Schmidt, Martin Baiser, Katja Baier, Peter Jung und Bernd Schwing mitwirkten. Als Neue in der Bütt folgte Ursula Rathke mit ihrer gewichtigen Figur und heizte das närrische Volk mit ihrem Beitrag weiter ein.

Dann kam der Einzug des Grünberger Prinzenpaares mit der Garde. Dies war für die Lardenbacher Fassenacht eine bisher einmalige Besonderheit, die das Stimmungsbarometer stark nach oben trieb. Nach dem unter Leitung von Kerstin Handstein einstudierten Gardetanz, verlieh das Prinzenpaar dem "Lardenbacher Dreirädchen" den "Grimmicher Prinzenpaarorden". Und erhielt auch selbst neben den Garde- und Stabmitgliedern aus der Hand des Lardenbacher Kommitees den Faschingsorden.

Gleich danach bestieg der Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke die Bütt. Hier nahm sich das Stadtoberhaupt auch selbst etwas auf die "Schippe". Natürlich wurde er dafür mit dem Faschingsorden bedacht. Diesen erhielten zudem noch Stadtrat Gerold Knöß sowie Tontechniker Jürgen Maus und Büttenschieber Reiner Felsing.

Im Programmablauf folgten unter Leitung von Ottmar Hasenpflug die "Singenden Stimmungsmacher", wobei die Sänger Reiner Roth, Hans Mölcher, Gunter Berg, Edwin Scharmann, Hans-Joachim Siebel, Bernd Kratz und Karlheinz Erdmann mit ihrem spanischen Melodienreigen das närrische Volk förmlich berauschten.

Ein immer wieder gern gesehenes Duo auf der Bühne durfte auch diesmal nicht fehlen. So sorgten Gerda Weeke und Margit Müller mit ihrem Streitgespräch als Stadt- und Landfrau für großes Gelächter. Ebenfalls vom Lande und als erfahrener Gärtner erwies sich Hans Mölcher, der in der Bütt wieder von dem nicht beifallgeizenden Publikum reichlich Applaus erntete. Ebenfalls nicht mehr wegzudenken in der Lardenbacher Narretei sind Sigrid Ruppel und Doris Rühl. Die diesmal als Dick und Doof den Saal zum Überkochen brachten.

Den Schlusspunkt vor dem großen Finale, bei dem das Trio "Gitanes", das auch während der gesamten Sitzung zu überzeugen wusste, voll in die Tasten haute, setzte dann "Ih's Feuerwehr". Unter der Leitung von Hauptmann Reiner Roth erlebte man diese Gruppe, zu der noch Bernd Kratz, Eduard Schmidt, Artur Kratz, Heinz Schwanke, Leo Müller, Herbert Rühl, Dieter Kraft, Gunter Berg und Karlheinz Erdmann gehörten, bei der Bewältigung ihres Feuerwehrdienstes, wobei bei manchem Narr kein Auge trocken geblieben sein dürfte. Auch diese Akteure erhielten wie alle am Programm Beteiligten, vom "Dreirädchen" den Faschingsorden überreicht.

(ld)

Fotos

 
08. Januar 1993

Wahlliste zur Kommunalwahl

Für die Wahl zum Ortsbeirat im März 1993 waren alle Grünberger Stadtteile aufgefordert eine Wahlliste zu erstellen. Am 8. Januar versammelten sich dazu Bürgerinnen und Bürger in der Gaststätte Bukow. In Klein-Eichen bildete sich wie fast immer eine Gemeinschaftsliste. Nur zur letzten Wahl gab es mehrere Listen. Wahlleiter an diesem Abend war der ehemalige Bürgermeister Erich Funk. Aus den Reihen der Anwesenden wurden 13 Personen vorgeschlagen die auf die Liste sollten. In einer geheimen Wahl ist dann die Reihenfolge ermittelt worden. Zum Ergebnis siehe letztes Bild.

Fotos

 

 

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