Ortsbeiratsitzung in Klein-Eichen

Deutlich mehr Besucher als sonst fanden sich zu der Sitzung des Ortsbeirates Klein-Eichen im "Backhaus" ein. Das war nicht sehr überraschend, stand doch am Freitagabend mit der Planung eines Mobilfunkstandortes ein allgemein heißes Thema auf der Tagesordnung.

Zur Einführung zitierte Ortsvorsteher Werner Zimmer aus den Schreiben der Stadt Grünberg und dem Netzbetreiber T-Mobile. Als erstes wurde festgestellt, dass die Information über die Standortsuche recht schnell an den Ortsbeirat weitergegeben und damit auch öffentlich wurde. Von einer Überraschungsaktion, oder fertigen Tatsachen kann hier, wie in manch anderen Fällen keine Rede sein.

Der von T-Mobile ins Auge gefasste Standort auf dem Galgenberg soll unter anderem für eine verbesserte Versorgung der Orte Klein-Eichen, Groß-Eichen, Weickarsthain, Lardenbach, Stockhausen und Sellnrod dienen. Aus dem Formblatt der Standortsuche geht hervor, dass es sich bei der GSM-Sendeanlage um das D1-Netz handelt. Als Reserve soll zusätzlich der neue UMTS-Dienst vorgesehen sein.

In der Aussprache zu dem Thema kam man schnell zu der Problematik der eventuellen Schädlichkeit von elektromagnetischen Wellen. Hier wurden auch andere schon vorhandene Strahlungsquellen wie die 110kV-Trasse, Funkanlagen oder auch Schnurlostelefone angesprochen.

Zu einer Stellungnahme sah sich der Ortsbeirat nicht in der Lage, weil weitergehende Informationen fehlten. So sei der genaue Standort aus der beiligenden Karte nicht ersichtlich. Und die Information über eine eventuelle Aufstellung in der angrenzenden Gemarkung Groß-Eichen verwirrte noch mehr. Wenn der Mast auf Klein-Eichener Gebiet aufgestellt werden sollte, so sei zu prüfen, ob die Montage nicht auf einem der Hochspannungsmasten erfolgen könnte.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Dorferneuerung. Durch die Mittelkürzungen im Haushalt des Landes Hessen, war die Förderung der geplanten Baumaßnahme Dorfmitte in Frage gestellt. Es war zu befürchten das der gewünschte Umfang der Umgestaltungspläne nicht verwirklicht werden könnte. Nun aber kam am Donnerstag telefonisch die Zusage aus Wetzlar, dass die Hessische Investitionsbank die Gelder genehmigt hatte!

Jetzt kann endlich weiter gemacht werden, da auch das kleine Problem mit der Kirche geklärt ist. Allerdings ist die Terminsituation jetzt unklar. Zu befürchten bleibt ein Baubeginn erst später im Jahr. Womit man in den Herbst und Winter käme.

Unter dem Punkt Mitteilungen und Verschiedenes wurden mehrere Sachen angesprochen.

Der neue Zaun am Kinderspielplatz wird vom Bauhof ausgeführt.

Die Vertreter des Kinder- und Jugendbeirates berichteten von ihrem Besuch bei den Stadtverordneten. Auch das Info-Heft von der Jugendpflege sahen sich die Ortsbeiratsmitglieder genauer an.

Nach einer Verkehrsschau in allen Grünberger Stadtteilen, können hier und da Verkehrsschilder abgebaut werden.

Der Magistrat hat zusammen mit dem Bürgermeister und dem Ortsvorsteher den Straßenzustand "begutachtet".

Die Jugendsammelwoche ist diesmal von der Jugendtanzgruppe im SSV durchgeführt worden.

Beim Umwelttag ist deutlich weniger Müll gefunden worden. Besonders der Anteil der Weißblechdosen war geringer.

Für alle Ortsbeiratsmitglieder liegt eine Einladung zu einer Stadtführung und einer Führung zum Museum in Grünberg vor.

Nach Beendigung des offiziellen Teils, blieb man noch zusammen sitzen um das aktuelle Tagesgeschehen zu erörtern.

 

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