Ortsbeiratsitzung vom 28. Januar 2010

Ohne einen Vertreter des Magistrats tagte der Klein-Eichener Ortsbeirat am Donnerstag im ehemaligen Backhaus. Dies war nicht so selbstverständlich, war doch noch bis zum Wochenbeginn der Versammlungsraum durch den Wasserrohrbruch nicht zu benutzen. Dann hat die Reparatur aber noch rechtzeitig geklappt.

Wie in der HGO vorgesehen, sollte der Ortsbeirat seine Stellungnahme zum Haushaltsplanentwurf 2010 der Stadt Grünberg abgeben. Bürgermeister Ide spricht selber von einem Sparhaushalt. Wünsche von Verwaltung und Ortsbeiräten sind unbeachtet geblieben. Weiter heißt es im Kommentar des Verwaltungschefs zum Haushalt, dass Leistungen der Kommune geprüft würden und das gewisse Standards deutlich eingeschrenkt würden oder gar ganz entfallen. Demnach wird es in Klein-Eichen keine Investitionen geben. Diese Aussichten verursachten eine lebhafte Diskussion am Tisch im "Backhaus". Es wurde nicht verstanden, warum die meisten Stadtteile mehr oder weniger leer ausgehen und andere Projekte, die für kaum notwendig erachtet werden, soviel Geld gesteckt wird. Geschlossen hat sich der Ortsbeirat deswegen auch gegen den Haushaltsplanentwurf ausgesprochen.

Der nächste Tageordnungspunkt passte genau zu dem Thema. Um weiter zu sparen, sollen die städtischen Gremien verkleinert werden. Allerdings war kurz vor Sitzungsbeginn bekannt geworden, dass zumindest eine Reduzierung der Ortsbeiratsmitglieder vom Tisch ist. Vielleicht hat dies schon der einhellige Protest fast aller Ortsvorsteher bei einem Treffen im Rathaus bewirkt. Jedenfalls wäre es unverständlich, einige Euro Sitzungsgeld einzusparen und da für auf die Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern zu verzichten die sich noch für ihren Ort interessieren.

Vertagt wurde eine Entscheidung,. auf dem Friedhof die Möglichkeit zu schaffen Platz für Rasengräber einzurichten. Diese Art der Bestattung sieht vor, ebenerdige Urnengrabstätten anzulegen. Hier hat der Ortsbeirat noch Informationsbedarf. Wird doch vermutet, dass zwar einiges an Pflegearbeit eingespart wird, aber andererseits die Bestattungskosten nicht viel günstiger werden würden.

Zum Stand des Mobilofunkmastes auf dem Galgenberg ist im Dezember ein Schreiben des Landkreises Gießen verschickt worden. Daraus geht hervor, dass das Verfahren bis auf weiteres ruht. Auch die eingereichten Widersprüche werden erst weiter verfolgt, bis klar ist, ob der Mobilfunkbetreiber O2 den Funkmast tatsächlich in der Gemarkung Mücke aufstellt. Weitere Informationen liegen z. Zt. nicht vor.

In seiner letzten Sitzung hat der Ortsbeirat über die geplante Aufstellung einer Alarmsirene in Klein-Eichen gesprochen. Dabei war ersichtlich, wie schwer es ist einen geeigneten Standort im Ort zu finden. Damals wurde die Verwaltung gebeten mit dem Stromversoger OVAG über die Möglichkeit einer Installation auf dem Stromverteiler am "Kurpark" zu sprechen. Zwischenzeitlich kam auch eine Montage auf dem Gebäude der Kirchengemeinde am Grenzgraben in Betracht. Da solch eine Alarmsirene eine überörtliche Angelegenheit ist, kann auch einfach bestimmt werden wo eine Sirene hinkommt. Nun kommt vom Ortsbeirat eine neue Sichtweise der Angelegenheit. Da die vorhandene Alarmsirene auf dem Dach des Kindergartens eventuell nicht mehr den Anforderungen entspricht, sollte doch eine neue Anlage auf dem Schlauchturm des Feuerwehrgerätehauses in Lardenbach montiert werden. Diese wäre, weil auch höher angebracht, in beiden Ortsteilen bestimmt gut genug zu hören. Außerdem könnte mit dem gesparten Geld der zweiten Sirene weitere Feuerwehrleute mit Funkmeldern ausgerüstet werden. In der Kernstadt erfolgt die Alarmierung längst nur mit Funkempfängern. Eine Sirene wird den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt nicht zugemutet.

 

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